Pflanzung Obstbäume

Unter anderem wurden über 20 Maulbeerbäume gepflanzt

Unter anderem wurden über 20 Maulbeerbäume gepflanzt

Pflanzung Obstbäume

Im Herbst 2011 wurden in Summe 60 Obstbäume, darunter vorwiegend alte Apfelsorten, Maulbeerbäume (Morus nigra, Morus Alba und Morus ruba) und Nashi-Birne (Pyrus pyrifolia) gepflanzt. Dabei wurde auf die Sortenvielfalt einer oberösterreichischen Biobaumschule zurück gegriffen. Ein Großteil der Apfelbäume wurde auf die permanenten Hügel gepflanzt, sodass sie weiter über dem hohen Grundwasserspiegel und eher trocken stehen. Zwischen den Apfelbäume wurden Lärchen (Larix), die über Wurzelsymbiose das Wachstum von Obstbäumen unterstützen gepflanzt. Die Nadelbäume werden in kommenden Jahren wieder aus dem System entnommen wenn von den Obstbäumen der Platz beansprucht wird. Jeder der Apfelbäume erhielt zusätzlich noch einen Weinstock zur Unterstützung, da Wühlmäuse diese eher meiden und somit auch der Baum welcher als Rankhilfe dient, vor den Wühlmäusen geschützt ist. Grundsätzlich werden die Wühlmäuse nicht als Feinde angesehen, denn sie tragen auch zur Belüftung des Boden bei, was in diesem Fall, bei schwerem Lehmboden sehr wichtig ist. Wild wachsende Zibarte dienen als Rankhilfe für Akebie (Akebia quinata) und Schisandra (Schisandra chinensis). Zur weiteren Unterstützung für Beerensträucher und Obstgehölz wurde Besenginster (Cytisus scoparius), als Luftstickstoffsammler gepflanzt. Zwischen den Obstbäumen fanden noch Kornelkirschensträucher (Cornus mas) ihren Platz. Unter jedem Obstbaum wurden zwei Lenzbeeren (Lonicera kamtchatica). Die am Ufer des Teiches gepflanzten Maulbeerbäume erhilten Gesellschaft von Apfelbeere (Aronia), roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren (Ribes rubrum, Ribes nigra und Ribes alba) und Stachelbeeren (Ribes uva-crispa). Für Kulturheidelbeeren (Vaccinium corymbosum) wurde extra ein Beet angelegt, da die Erde auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt wurde. Stockausschläge der gefällten Hybridpappel wurden entfernt und gepflanzte Bäume und Sträucher damit gemulcht. Mit diesen dünnen Ästen wurde vor allem gemulcht, um die biologische Vielfalt im Boden zu fördern, speziell um Weißfäulepilze (Basidiomyceten) zu fördern. Diese Bodenpilze nehmen aus den Zweigen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Calcium auf und dienen den Bodenlebewesen als Nährstoffquelle, was wiederum das Wachstum von Bäumen, Sträuchern und anderen nutzbaren Pflanzen fördert.

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Im Frühjahr 2012 wurde damit begonnen die Baumscheiben, den Platz unter den Bäumen auszubauen. Gepflanzt wurden, Erdbeeren (Fragaria ananassa) als künftiger Lebendmulch, Taglilie (Hemerocallis fulva), Knospen als Gemüse und Blüten als Salat verwendbar, Palmlilie (Yucca gloriosa) Wurzeln und junge Blütenstände als Gemüse, Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum), Etagenzwiebel (Allium viviparum), Beinwell, Borretsch (Borago officinalis), Red Giant (Brassica juncea Czern) und Baumspinat (Chenopodium giganteum). Auch wurde am nordöstlichen Ende des Grundstücks der Abstand zwischen den einzelnen Bäumen mit Topinambur (Helianthus tuberosus). Zusätzlich wurde an verschiedenen Stellen breitwürfig Johannisroggen (Secale multicaule) und Sonnenblume (Helianthus annuus) ausgesät. Ein Großteil der Gründüngung vom Vorjahr hat sich selbst ausgesät und so Lücken gefüllt.