Strukturmaßnahmen und Geländemodellierung

Franz und Uli bei der Zaunmontage. Gut 300 lfm Zaun wurden zum Schutz der Neupflanzung aufgestellt.

Franz und Uli bei der Zaunmontage. Gut 300 lfm Zaun wurden zum Schutz der Neupflanzung aufgestellt.

Erste Strukturmaßnahmen

Nach dem ich die Gelegenheit hatte, die Fläche beinahe ein gesamtes Jahr zu beobachten, entschloss ich mich, den Pappelbestand roden zu lassen. Ich verkaufte den gesamten Pappelbestand stehend und so wurde die Fläche zu Jahresbeginn 2011 zur Hackschnitzelproduktion gefällt.

Um die anstehende Heckenpflanzung vor Verbiss und Verfegen zu schützen, wurde das gesamte Grundstück unter Einhaltung der Naturschutzmaßnahme, des sieben Meter Abstandes zum Sippbach, mit einem Hasen sicherem Zaun und Robinien -Zaunpfählen eingefriedet. Dazu wurden gut 100 Stück Zaunpfähle rund um das Grundstück mit einem Abstand von drei Metern verteilt und anschließend mit dem Frontlader in den Boden eingedrückt, der Zaun wurde in den folgenden Tagen angebracht.

Über 600 Pflanzen wie Weissdorn, Schlehdorn, Felsenbirne, Hundsrose, Eberesche und Haselnuss warten darauf gepflanzt zu werden.

Über 600 Pflanzen wie Weissdorn, Schlehdorn, Felsenbirne, Hundsrose, Eberesche und Haselnuss warten darauf gepflanzt zu werden.

Der nächste Schritt war die Pflanzung einer Hecke als Windschutzgürtel, zur Schaffung eines idealen Mikroklimas. Gepflanzt wurden an die 500 heimische Heckenpflanzen aus der Ländlichen Fortpflanzenvermehrung in Grünbach bei Freistadt. Schlehdorn, Weissdorn, Eberesche, Haselnuss, Hundsrose, Felsenbirne und Besenginster wurden wurzelnackt mit dem Spaten gepflanzt. Insbesondere wurde bei der Hecke auf verwertbare Früchte geachtet. Der Besenginster wurde als Trachtpflanze für Insekten gepflanzt, erwies sich jedoch fast gänzlich als ungeeignet für diesen Standort. (Eine beantragte Förderung der Hecke wurde durch die Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich abgelehnt, da es sich lt. Schreiben bei der Hybridpappel um die standortgerechte Bepflanzung hielt, auf das Ausfüllen weiterer Förderanträge wurde meinerseits freiwillig verzichtet)


Der Teich ist das dreidimensionale Gegenstück zum Waldgarten

Der Teich ist das dreidimensionale Gegenstück zum Waldgarten

Modellierung des Geländes

Ende April 2011 wurde das Gelände mit einem 12 Tonnen Bagger modelliert. Ein sich durch das Gelände windender, zu einem Teich ausufernder Graben wurde ausgehoben. Parallel zum Graben wurde der Aushub zu Hügeln geformt. Auf verschieden tiefe Teichzonen wurde geachtet. Auf den nackten Erdboden wurde eine Gründüngungsmischung bestehend aus Luzerne, Weißklee, Rotklee, Inkanatklee, Phazelia, Senf, Ölrettich und verschieden Gräsern ausgebracht. Der sich durch das Gelände windende Teich soll für ein besonderes Mikroklima und diffuses Licht, bzw. soll die Reflektion des Sonnenlichtes für die Bepflanzung am Ufer und auf den Hügeln genutzt werden. In den folgenden Monaten gab es bei den Pappelstöcken viele Stockaustrieb und der kümmernde Unterwuchs hatte jetzt die Gelegenheit der Sonne entgegen zu streben. Lücken im Bewuchs wurden vom Hohlzahn (Galeopsis segetum) gefüllt.

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