Agroforst selbst anlegen

Agroforst ist eine Kombination aus Land- und Forstwirtschaft

Agroforst ist eine Kombination aus Land- und Forstwirtschaft

Agroforst – eine Kombination aus Land- und Forstwirtschaft

Ein Agroforst gewährleistet die Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Maschinen oder ist Weideland. Es überwiegt der Flächenanteil für einjährige Feldfrüchte bzw. Weidefläche.  Früher kannte man ähnliche Systeme, so wurde der Ertrag eines Waldes nicht am Holz bemessen, sondern an der Zahl der Schweine, die darin gehalten werden konnten, was wiederum die Menge der Eichenbäume spiegelte. Mit Hecken wurden Felder klein strukturiert, Laub von den Hecken wurde als Futter oder auch Einstreu verwendet. Ebenso wurden Felder mit Obstbäumen eingesäumt. Ein weiteres Beispiel sind Streuobstwiesen, zur Gewinnung von Lager- und Mostobst, wo zeitweise Tiere weideten.

Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme

Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme

Im Gegensatz zu traditionellen Nutzungsformen wird versucht, moderne Agroforstsysteme an landwirtschaftliche Bewirtschaftung anzupassen, dass Ackerfrucht und Weideland nur geringfügig durch Bäume beeinträchtigt werden. Dazu werden die Bäume mehrere Meter hoch geastet, oder Hochstammobstbäume verwendet. Pflanzt man Hecken zwischen den Werthölzern kann durchaus ein zusätzlicher Mehrnutzen erzielt werden.

Die Erträge eines Agroforstes setzen sich aus einjährigen Kulturen, Einnahmen durch Wertholz und Nutzung der Baumfrucht, wie Obst, Nüsse, Eicheln zusammen. Bäume erschließen mit ihren Wurzeln und Laubwurf tiefer gelegene Nährstoffe für die Feldfrucht.

Weitere Informationen zu Agroforst finden Sie im Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ auf den Seiten 131 bis 135.