Permakultur Ethik

Igelburg - ein einfaches Winterquartier für Igel

Igelburg - ein einfaches Winterquartier für Igel

Die Ethik der Permakultur

•    Sorge für die Erde,
•    Sorge für die Menschen und
•    Teile gerecht und schränke dich ein

Sorge für die Erde bedeutet Sorge für alle belebten und unbelebten Dinge: Böden, Arten und Unterarten, Atmosphäre, Wälder, Kleinlebensräume, Tiere und Gewässer. Sie umfasst unschädliche und wiederherstellende Tätigkeiten, aktiven Naturschutz, verantwortungsvolle und sparsame Nutzung von Ressourcen und „rechtschaffene Arbeit“ (Arbeit für nützliche und produktive Systeme).

Sorge für die Erde bringt auch Sorge für die Menschen mit sich, damit für unsere Grundbedürfnisse nach Nahrung, Unterkunft, Bildung, sinnvoller Beschäftigung und geselligem menschlichem Kontakt gesorgt wird. Sorge für die Menschen ist wichtig, denn obgleich die Menschheit nur einen kleinen Teil des gesamten Lebensgefüges der Welt ausmacht, haben wir doch entscheidenden Einfluss darauf. Wenn wir unseren Grundbedarf decken können, dann brauchen wir uns auf keine großflächig zerstörerischen Methoden gegen die Erde einzulassen.

Bernhard Gruber, Brigitte Vaschauner, Joe Polaischer und Walter Margesin

Bernhard Gruber, Brigitte Vaschauner, Joe Polaischer und Walter Margesin

Der dritte Teil der grundlegenden Ethik der „Sorge für die Erde“ ist der Beitrag von überschüssiger Zeit, Geld und Energie, um die Ziele der Sorge für Erde und Menschen zu erreichen. Das bedeutet, dass, nachdem wir uns um unsere Grundbedürfnisse gekümmert und unsere Systeme nach unserem besten Vermögen gestaltet haben, wir unseren Einfluss und unsere Energien ausdehnen können, um anderen zu helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Die Ethik der Permakultur umfasst Umweltorientierte, gemeinschaftliche und wirtschaftliche Systeme. Es geht um Kooperation statt Konkurrenz.

Umsetzung „Sorge für die Erde“:
•    Begrenzung des Wachstums
•    Beachtung der Langzeitfolgen – Schaffung kontrollierbarer, nachhaltiger Systeme
•    Kultivierung kleiner Flächen. Energieintensive in kleinem, Energieextensive Systeme in großem Maßstab.
•    Vielfalt statt Monokultur zur Vorbeugung sozialer und ökologischer Veränderungen
•    Erhöhung des Gesamtertrags den ein- und mehrjährige Pflanzen und Tiere abwerfen. Gesparte Energie ist Gewinn.
•    Verwendung physikalischer (Sonne, Wind und Wasser) und biologischer (Pflanze und Tier) Niedrigenergiesysteme, zur Gewinnung und Erhaltung von Energie.

Hermann Gruber beim Bau eines Trockenbiotops

Hermann Gruber beim Bau eines Trockenbiotops

•    Nahrungsanbau in den Städten.
•    Unterstützung von Menschen die eigenständig werden wollen und Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft.
•    Aufforstung und Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit.
•    Vorhandene Ressourcen bestmöglich nutzen und alle Abfälle wiederverwerten.
•    In Lösungen denken und handeln und nicht in Problemen.
•    Arbeiten wo es einen Sinn macht.