Zwei Wochen Permakultur erleben im 72h Permakultur-Designkurs in Wels

Jeder soll einen Beitrag zu seiner eigenen Ernährung leisten

Lerne mit uns, dich selbst zu versorgen und dich in eine Gemeinschaft einzubringen, Permakultur ist dazu das ideale Werkzeug!

Ethik, Methodik und Prinzipien der Permakultur lassen sich auf alle Lebensbereiche übertragen und helfen uns zukunftsfähige, naturnahe und resiliente Lebensräume zu gestalten. Permakultur aus permanenter Agrikultur zusammengesetzt, fordert auch unsere Selbstverantwortung, eine permanente menschliche Kultur zu schaffen.


Ausgehend von den 5 Säulen der Permakultur erwartet dich:

Ernährung: Lebensmittel aus humosem, lebendigem Boden sollen uns auf allen Ebenen nähren. In den beiden Wochen werden wir uns vorwiegend vegan verpflegen, unter anderem von Wildkräutern, Obst und Gemüse aus dem Waldgarten. Verarbeitung und Konservierung von Früchten und Kräutern, bis hin zum Brotbacken im selbst gebauten Backofen.

Energie: Gemeinsam lernen wir sich selbst regulierende Kreisläufe zu schaffen, um Energie zu speichern und Boden aufzubauen. Pflanzen vermögen die Energie der Sonne aufzufangen und sie für uns in einfacher Form verfügbar zu machen. Ein praktisches Beispiel ist unsere Flächenkompostierung zur Terra-Preta-Herstellung mit der Hilfe von Hühnern, welche unsere Küchenabfälle veredeln oder auch unsere Komposttoilette wo wir unseren eigenen Nährstoffkreislauf schließen können.

Architektur: Der Region entsprechend sollten wir unsere Gebäude mit lokalen Baustoffen, wie Holz und Stroh gestalten, aber auch Altbaustoffe in das Bauwerk einfließen lassen. Bekomme Einblick in die Planung unseres neuen Öko-Hauses, des Österreichischen Waldgarten-Instituts, und die für den Neubau gelagerten Rohstoffe aus dem vorher abgetragenen Weberhäusl.

Technologie: Je nach Bodenqualität und Bedürfnissen können wir unsere Flächen gestalten. Beim Lehrgang werden wir unterschiedliche Beetformen und ihren Nutzen durchleuchten, sowie uns auch die Vorteile von geschützten Räumen wie Sonnenfallen, Wandflächen, und verschiedenen Gewächshausformen ansehen. Saatgutgewinnung, Pflanzenvermehrung bis hin zum Baumschnitt sind wichtige Grundlagen im Permakultur Garten.

Kooperation:
Ein mögliches Lernfeld ist es, sich selbst in einer Gemeinschaft zu erleben und sich mit seinen eigenen Ressourcen und Fähigkeiten in diese einzubringen. Solidarische Landwirtschaft, komplementäre Währungen bis Transition Towns stellen kooperative Möglichkeiten für ein resilientes Miteinander dar.


Permakultur-Musterdesign für eine Landwirtschaft in den Tropen

Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit seine Erfahrungen und Erlerntes in die eigene Projektplanung einfließen zu lassen. Diese Abschlussarbeit kann vom eigenen Balkongarten, über Essbare Landschaft, bis hin zum Gemeinschaftsprojekt sein und wird von den Referenten begleitet.

Permakultur-Designkurs 2015, in Wels mit Bernhard Gruber

Die Grundlage des Permakultur-Designkurses ist das Buch: “Permaculture – a Designers Manual” oder “Handbuch der Permakultur Gestaltung” , von Bill Mollison. Als Kursmanuskript erhält jeder Teilnehmer das Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“.

Permakultur bedeutet Kooperation mit der Natur

Theoretischer Lehrgangsinhalt: Ethik, Methodik und Prinzipien der Permakultur, Muster und Klimafaktoren im Permakultur-Design, Bäume und ihre Funktion, Waldgarten, Agroforst, Syntropic Agroforst, Wasser im Permakultur-Design, Aquakultur, Boden und Bodenverbesserung, Permakultur in den Klimazonen, Projektplanung und Projektpräsentation.


Kraterbeet im Waldgarten

Termin: 12. bis 24. August 2019 (Kurs von 9.00 bis 18.30 Uhr) Anreise am 11. möglich.

Veranstalter: Österreichisches Waldgarten-Institut, Stadlhof 47, A-4600 Wels

Kursbeitrag: Privatpersonen € 1.190,-

incl. gemeinsames Kochen, einfache Unterkunft mit eigenem Schlafsack oder im mitgebrachten Zelt.

Sieglinde Gruber

Kursbeitrag für Mitarbeiter von Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Förderungsempfänger, AMS-Maßnahmen udgl. € 1.700,-

Der Kursbeitrag ist bei Anmeldung zu begleichen. Anmeldung mit Foto, aktueller Postanschrift, Lebenslauf und Motivationsschreiben per email

Bernhard Gruber

Wir freuen uns auf euch und eine gemeinsame, erfahrungsreiche Zeit!

Sieglinde Gruber, Ernährungsberaterin, Lebens- und Sozialberaterin und Permakultur Praktikerin

Bernhard Gruber, Lebensmitteltechnologe, Bodenpraktiker und Permakutur Aktivist

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27. Juli Brotbackofen Bauworkshop in Windischgarste

Gruppenfoto Brotbackofen bauen in Ansfelden

Workshop Brotbackofen selber bauen mit Bernhard Gruber
Brotbackofen oder Pizzaofen aus Naturmaterial für den Hausgebrauch

Termin 27.7 2019 in Edlbach 156 / Windischgarsten
von 9.00 -17.30 Uhr
Kursbeitrag € 68,- inkl. Verpflegung
(bei 2 Personen € 80,-)

Brotbackofen in der Bioschule Altkrotenhof in Graz

Im Workshop geht Bernhard Gruber auf die Geschichte des Brotbackens und verschiedene Brotbackofen-Bauformen ein. Es wird der Aufbau besprochen und gemeinsam Materialproben erstellt. Schritt für Schritt wird im praktischen Teil des Workshops ein Brotbackofen gebaut, so dass jeder Teilnehmer mit etwas Geschick selbst zu Hause einen solchen Brotbackofen oder auch Pizzaofen bauen kann.

Anmeldung erforderlich!
Ursula Hintermayr +43 699/14609590

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Unsere Bodenressource

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Bewirtschaftung in Terrassen bremst die Erosion

3/4 der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Theoretisch sind 3,2 Mrd. ha landwirt-schaftlich nutzbar, es wird jedoch nurdie Hälfte genutzt, da der Aufwand zuhoch ist.

1/8 Berge, Wüste, Eis
1/16 Städte und Straßen
1/32 unfruchtbar
1/32 fruchtbar

Landwirtschaftliche Flächennutzung:
69% Weideland, 3% Dauerkulturen, 28% Ackerland, das Ackerland wird bis 2030 auf Kosten tropischer Regenwälder um 13% wachsen

Verteilung der Agrarflächen weltweit nach Verwendung für Lebensmittel:

29% Fleisch 17% Milch 24% Öle und Fette 10% Getränke (Tee, Kaffee, Limos, Bier, …) je 5% Ackerfrüchte, Gemüse, Obst und Brot

Fleischkonsum kg/Person/Jahr Weltweit ø 37,4 kg Industrienationen ø 90,2 kg

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFleisch frisst Land

Der Fleischkonsum in unserer derzeitigen Form ist grundlegend zu überdenken, auch in den Schwellenländern steigt der Fleischverbrauch um das 2 bis 3fache an. Landgrabbing und Neokolo-nialismus sind aktuelles Thema in den Ländern des Südens. Mehr als die Hälfte Chinesischer Agrarflächen befinden sich bereits in Afrika. 80% des europä-ischen Proteinbedarfs wird importiert, was der Fläche von 30 Mio ha, beinahe das 3fache der Ackerfläche Deutschlands (12 Mio ha) entspricht. Massentierhaltung mit ihren daraus resultierenden Folgen hat keine Zukunft.

(Quelle: TU München)

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Hühnerauslauf in der Permakultur Kleinstlandwirtschaft

Jahrelang hatten wir immer das Problem, dass unsere Hühner die Grenzen ihres Geheges nicht respektierten und im ganzen Garten unterwegs waren und immer wieder kleinere oder größere Schäden anrichteten und überall gut versteckt ihre Legenester anlegten. Auch hatten wir das Problem, dass wir mit dem Hühnerfutter die Tauben eines nahegelegenen Taubenschlages mitfütterten. So entschlossen wir uns für die Hühner einen geschlossenen Hühnerauslauf zu bauen.

Aus Folientunnelbögen und Metallrohren wurde das Grundgerüst aufgebaut, in welches das bestehende von Hühnern beheizte Anzuchtgewächshaus integriert wurde. Dieses Grundgerüst wurde mit eine Maschenzaun überzogen.

Segmentierter Hühnerauslauf Draufsicht

Der Plan ist es im Verteiler / Strohhof Flächenkompostierung zu betreiben, was wir bisher im alten Hühnerauslauf auch schon betrieben haben. Küchenabfälle, Holzkohlestaub und immer frisch geschnittenes Gras und andere organische Abfälle kommen in den Strohhof, wo alles immer von den Hühnern in bewegung gehalten wird. Einzelne Segmente können von der ganzen Koppel abgetrennt und mit Gemüse bepflanzt werden. Ist das Gemüse abgeerntet dürfen die Hühner wieder rein und die Ernteabfälle fressen, Schädlinge vertilgen und den Boden wieder düngen.

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Natürlich versuchen wir auch bestmöglich auf die Bedürfnisse unserer Hühner einzugehen: Hühner sind Waldtiere und stammen aus dem tropischen Regenwald Südostasiens ab – sie brauchen also immer Schutz vor der Sonne und vor möglichen Feinden von Oben. Da soll natürlich der Hühnerauslauf mit Bäumen bepflanzt sein, wo sie Schutz, Schatten und Futter bekommen und auch aufsitzen können.

 

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8. bis 10. Juni, Exkursion: 3x Führung durch den ältesten geplanten essbaren Waldgarten Mitteleuropas

Unser Waldgarten

Ein essbarer Waldgarten ist im Gegensatz zu einem Getreidefeld oder auch Gemüseacker ein dreidimensionales System, angeordnet in verschiedenen Stockwerken oder Ebenen. Der Schwerpunkt liegt bei mehrjährigen Früchten und extensiven einjährigen Gemüsen. Neben der Nutzung für den Menschen finden hier Nützlinge und blütenbesuchende Insekten einen vielgestaltigen Lebensraum.

Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber

Seit Ende der 1980er Jahre setzt sich Hermann Gruber mit dem Thema Permakultur auf dem eigenen Grund und Boden auseinander. In seinem Waldgarten am Stadtrand von Wels entstanden nutzbare Pflanzengemeinschaften aus Obstbäumen, Beerensträuchern, ausdauerndem Gemüse, Kräutern und Kletterpflanzen.

Bernhard Grubers Handbuch Brotbackofen selber bauen

Sohn Bernhard Gruber, bekannt durch das Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ und seine einmaligen Brotbacköfen, führt durch den wunderbaren essbaren Waldgarten und erläutert die Prinzipien der Permakultur.

  1. bis 10. Juni 2019 – täglich 15.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
    Österreichisches Waldgarten-Institut, Stadlhof 47, 4600 Wels
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10. Juni, Workshop Kürbisstrudel und mehr

Backen mit Kürbis – Der Kürbis ist in unserer Küche nicht mehr wegzudenken, er kann mehr als nur Einlage für Eintopf oder für veganes Gulasch zu sein. Natürlich schmeckt er auch angebraten sehr köstlich und findet verfeinert im Backofen auch seinen Platz in verschiedenen Speisen. Im Workshop gibt es praktische Anleitungen zu Variationen vom Kürbisbrioche, einmal vegan, einmal mit Butter, Kürbisstreuselkuchen, -bienenstich, -reindling und einer Rezeptsammlung.

Durch den Workshop führt Birgit Dürrschmid aus Bad Zell

  1. Juni 2019 – 11.00 Uhr bis ca. 12.45 Uhr
    Österreichisches Waldgarten-Institut
    Stadlhof 47, 4600 Wels
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Chinampas – Wasserpolykulturen der Azteken

Chinampas im Wald-Wasser-Garten Einjoch

Chinampas im Wald-Wasser-Garten Einjoch

Unter Chinampas verstand man von den Azteken in Mexikos Seen angelegte Teichfeldwirtschaft. Pfähle wurden ins seichte Wasser geschlagen, mit Weiden und Schilf Pflanzkörbe gewoben. Diese Körbe wurden mit dem fruchtbaren Schlamm der Seen befüllt und der Rand zusätzlich mit Weiden zur Stabilisierung bepflanzt.

Auf den Chinampas wurden Feldfrüchte wie Mais, Bohnen, Tomaten, Chilis und Süßkartoffeln angebaut, aber auch Bäume wie Avocado und Guave waren darauf zu finden. Diese Wasserpolykulturen waren mit Booten von den Städten leicht erreichbar. Über Jahrhunderte konnte die Nahrungssouveränität der Städte gesichert werden.

Chinampas Wasserpolykultur der Azteken

Chinampas Wasserpolykultur der Azteken

Die Chinampas wurden durch ausgedehnte Handelsbeziehungen, verstärkt durch die Lasttiere der Konquistatoren abgelöst.

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Einfaches Permakultur-Design

Permakultur Design Beispiel Tropen

Permakultur Design Beispiel Tropen

Permakultur-Design versus Permakultur-Planung

  • Permakultur-Design geht über eine Planung hinaus, es wird versucht verschiedenste Faktoren mit einzubeziehen. Unter anderem ist wichtig zu erkennen, dass wir Natur nicht kontrollieren können, wir können nur achtsam eingreifen und versuchen sie zu imitieren. Permakultur-Design ist ein dynamischer Prozess.
Permakultur Design einer einfachen Kochstelle, Design wird mit vorhandenen Kochtöpfen ermittelt

Permakultur Design einer einfachen Kochstelle, Design wird mit vorhandenen Kochtöpfen ermittelt

Ein wichtiges Werkzeug im Permakultur-Design sind verschiedene Designprinzipien die zu Anwendung kommen. Grundlegend ist, dass jedes Element das im Design zum Einsatz kommt, mehrere Funktionen erfüllen muss und wiederum jedes unserer Grundbedürfnisse von mehreren Elementen abgedeckt wird.

Permakultur Design Entwurf eines Mandala Garten im Sand

Permakultur Design Entwurf eines Mandala Garten im Sand

Hilfreich im Permakultur-Design ist auch die Funktions-Analyse eines bestimmten Elementes. Vorrangig wird geschaut, was braucht es, wie verhält es sich, wie sind seine spezifischen Eigenschaften und dann wird durchleuchtet, was habe ich davon.

Gemeinsames Permakultur Design eines Mandala Garten mit Blättern und Gräsern

Gemeinsames Permakultur Design eines Mandala Garten mit Blättern und Gräsern

Das Gelände welches geplant werden soll, ein Hausgarten, eine Landwirtschaft oder ein ganzes Dorf wird in Zonen nach Häufigkeit der Besuche eingeteilt, wo auch die Plazierung verschiedener Elemente berücksichtigt wird.

Permakultur-Design in der Sandkiste mit Blättern, Seinen und Stöcken

Permakultur-Design in der Sandkiste mit Blättern, Seinen und Stöcken

Praxistipp: Wichtig ist ein Ziel oder besser eine Vision auf die man hin arbeitet. Jeder hat vielleicht nicht das Geschick einen halbwegs professionellen Plan zu zeichnen oder nicht die finanziellen Mittel einen zeichnen zu lassen. Die eigenen Ideen lassen sich auch einfach mit Symbolen, Steinen, kleinen Ästen, verschiedenen Blättern udgl. in einer Sandkiste oder auf einem Stück Papier auflegen. Der Vorteil einer Sandkiste ist, dass das Gelände modelliert werden kann. Das Ergebnis kann mit einem Fotoaparat festgehalten.

Bei einem Permakultur-Designkurs erhalten Sie das richtige Werkzeug um den eigenen Garten, einen Gemeinschaftsgarten, einen Bauernhof, oder ein Dorf selbst zu planen.

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Aufwertung der Nichtgeld-Tätigkeit mit Zeittausch

Die einfachste Möglichkeit Nichtgeldtätigkeit aufzuwerten, ist ein Talente-Tauschkreis. Nach dem Motto jeder hat ein Talent, etwas was man gut kann und auch gerne tut. Bei einem Talente-Tauschkreis besteht auch ein sehr starker lokaler bzw. regionaler Bezug, es geht auch darum, die Nachbar-schaftshilfe zu beleben. Getauscht werden Dienstleistungen oder Waren gegen ein Guthaben, dieses kann wieder bei anderen Tauschkreis-Teilnehmern eingelöst werden. So können Überschüsse verteilt und Abfälle vermieden werden, es entstehen auch zahlreiche neue Kontakte. Es kommt zu einer regionalen Wertschöpfung ohne Geldfluss, wo Schulden, Zinsen und Spekulation keine Rolle spielen.

Ein Talente-Tauschkreis braucht eine gewisse Größe, so dass es ein breites Feld an Talenten zur Auswahl gibt, es gibt aber auch die Möglichkeit, schon ab zwei Personen zu tauschen. Gerade in den letzten Jahren wurden handwerkliche Tätigkeiten aufgewertet und in einem Talente-Tauschkreis sollte gelten, dass jedem seine Zeit gleich viel wert ist, unabhängig von Herkunft, Bildung, Alter und gesellschaftlichem Stand. Jeder hat nur einmal seine Lebenszeit zur Verfügung und die ist nicht mehr und nicht weniger wert als die des anderen.

Wichtig ist, basisdemokratisch zu arbeiten, es braucht eigentlich nicht einmal eine Gesellschaftsform für einen Talente-Tauschkreis, es kann eine einfache Bürgerinitiative oder eine Arbeitsgruppe sein. So bleibt auch der administrative Arbeitsaufwand gering. Es fallen Tätigkeiten wie Führen einer Teilnehmerliste mit den möglichen Talenten, Führen eines Kontos mit getauschten Talenten, Organisation von Stammtischen und Öffentlichkeitsarbeit an. Diese Tätigkeiten können auch in Zeitguthaben abgegolten werden.

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Mit Permakultur-Designkurs ins Leben einsteigen

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Visuelle Bodenprobe beim Permakultur-Designkurs

Permakultur versteht sich als ein Planungskonzept für zukunftsfähig Lebensräume in Kooperation mit der Natur. Alle bisherigen Kulturen die zu groß oder auch zu klein geworden sind, sind verschwunden, es braucht ein gesundes Maß, denn endloses Wachstum gibt es nicht – nicht einmal die Bäume wachsen in den Himmel!

Ein Permakultur-Designkurs bietet den idealen Einstieg ins Thema Permakultur, die Grundlage diese Lehrgangs ist das Handbuch der Permakultur-Gestaltung von Bill Mollison, dem Begründer der Permakultur. Neben Ethik, Prinzipien und Methodik der Permakultur-Planung werden die Themen Muster, Klima, Wasser, Boden, Erdarbeiten und Bäume behandelt, natürlich dürfen die permakulturellen Ideen für die einzelnen Klimazonen und auch Strategien für alternative Nationen nicht fehlen.

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Alle Klimazonen werden behandelt

Grundsätzlich ist zur Kursteilnahme kein Grundwissen erforderlich, doch der Wille zur Veränderung, das geballte Wissen an Problemstellungen und Lösungsansätzen aus der Permakultur dazu, kann den einen oder anderen schon etwas aus der Bahn werfen. Permakultur ist eben mehr als nur Gemüsegärtnern! Vorallem ist ein Permakultur-Designkurs kein Schnellsiedekurs für Gemüsegärtner – man bekommt das wichtigste Werkzeug um sein eigenen Umfeld im Sinne der Permakultur planen zu können.

Permakultur-Designkurs 2015, in Wels mit Bernhard Gruber

Verschiedene Teichformen werden behandelt

Auch im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche Anbieter von Permakutlur-Designkursen, wie diese Kurse genannt werden ist unwichtig … Permakultur-Designzertifikatskurs – 72h Permakutlur-Designkurs – 84h Permakultur-Designzertifikatskurs, PDC, PDK, … was auch immer – wichtig ist, dass alle Kapitel aus dem Handbuch der Permakultur-Gestaltung (Permaculture – A Designers Manual) ausreichend behandelt werden.

Lerne mehr zum Thema Permakultur und was du zu einem guten Leben brauchst in unserem Permakultur-Designkurs!

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Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Die Schwarzerde des Amazonas, oder auch Terra Preta, ist ein von Menschen gemachter fruchtbarer Boden. Hohe Niederschläge haben über Jahrtausende zur Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden geführt. Die ganze Fruchtbarkeit steckt in den Bäumen der tropischen Regenwälder, entfernt man diese sind die Böden nur kurze Zeit mit Feldfrüchten bewirtschaftbar.

So haben sich vor mehreren tausend Jahren die Bewohner des Amazonas das hohe Speichervermögen von Holzkohle zu Nutze gemacht. Im 16. Jahrhundert wurde von Städten über 100.000 Einwohner berichtet, doch dürften von Konquistatoren eingeschleppte Krankheiten zur Ausrottung dieser Menschen beigetragen haben. Der Urwald holte sich die Flächen zurück und die Berichte gerieten in Vergessenheit, bis Untersuchungen der Böden im 19. Jahrhundert und Forschungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden.

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Es wurden Flächen in der Größe von ein paar Hektar bis hunderten Hektar festgestellt, bei denen der Anteil des pyrogenen Kohlenstoffes bei 10 bis 40% liegt. Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben. Der Holzkohlestaub wurde zugegeben, um unangenehmen Geruch in der tropischen Hitze zu binden.

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Die große poröse Oberfläche von fein gemahlenem Holzkohlenstaub ermöglicht das Ansiedeln von Pilzen und Mikroorganismen und so auch die Bindung von Nährstoffen und Feuchtigkeit. Durch Pyrolyse wird Holz verkohlt und so schwer mikrobiell abbaubar, was dazu führte, dass solche Böden teilweise meterhoch aufgebaut wurden und noch immer fruchtbar sind. So konnte bei zunehmender Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zulegen und mehrere Millionen Menschen ernährt werden.

Holzkohlenstaub ist vielseitig einsetzbar, bei der Kompostierung von organischen Abfällen oder in der Landwirtschaft, als Zusatz zur Einstreu im Kuhstall, in der Güllegrube, in Komposttoiletten und vielen weiteren Anwendungen. Mittlerweile wird auch Terra-Preta industriell hergestellt, um in Zukunft mehr CO2 im Boden speichern zu können.

Ist der Terrassengarten weiter weg vom Haus und komme ich nur jeden zweiten Tag oder seltener hin, beschänkt ich mich auf extensives Gemüse

Terra Preta wird ideal im Gemüsegarten, Waldgarten oder auch in der Landwirtschaft eingesetzt

Terra Preta bedeutet sehr gute Wasser- und Nährstoffaufnahme und Speicherung. Es wird ein ideales Milieu für Makro- und aerobe Mikroorganismen geschaffen infolge kommt es zu einer besseren Bodendurchlüftung. Terra Preta schützt unser Grundwasser vor Nährstoff- und Toxineintrag und schützt das Klima durch Reduzierung von Methan- und Lachgasemissionen. Nicht zuletzt wird der Humusaufbau gefördert und die Erträge im Garten und am Feld erhöht.

Bernhard Gruber, Permakultur-Berater beschäftigt sich seit einigen Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta.

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