Nach 4 Jahren Pause wieder Permakultur-Kurs in Wels

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

Nach 4 Jahren Pause wieder Permakultur-Designzertifikatskurs in Wels

In den frühen 1990er Jahren begann Hans Hermann Gruber einen Teil der seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Kleinstlandwirtschaft „Weberhäusl“, nach den Prinzipien der Permakultur zu gestalten. Der kleine Bauernhof am Stadtrand von Wels wurde zum biologischen Kleinod in der Agrarindustriewüste der ehemaligen Welser Heide und stellt mittlerweile eines der letzten Biotope für eine große Biodiversität dar.

Die drei Schwestern - eine Gilde oder Pflanzgemeinschaft

Die drei Schwestern – eine Gilde oder Pflanzgemeinschaft

Das Permakultur-Projekt Weberhäusl mit seinem ca. 5.000 m² großen und über 20 Jahre alten Waldgarten war bereits 2007 Austragungsort für einen internationalen Permakultur-Designzertifikatskurs mit dem Austro-Neuseeländer Joe Polaischer. Zu dem Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Ungarn anreisten. In Folge gab es zwei weitere Kurse mit zahlreichen Teilnehmern. Nach 4 Jahren Pause soll es im Sommer 2015 wieder die Gelegenheit geben, vor Ort einen Permakultur-Designzertifikatskurs zu besuchen.

Termin: 9. bis 23. August 2015

Die Anmeldung zu diesem Lehrgang ist bereits jetzt möglich, weitere Details

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Details zur Lehmbauwoch im Wald-Wasser-Garten Einjoch

Cordwoodelement entstanden bei der Lehmbauwoche 2014

Cordwoodelement entstanden bei der Lehmbauwoche 2014

Details zur Lehmbauwoch im Wald-Wasser-Garten Einjoch
4622 Eggendorf im Traunkreis / OÖ

Beim Lehmbauworkshop vom 15. bis 19. Juni 2015 werden wir am ersten Tag mit einer Vorstellrunde und einer Besichtigung der Anlage starten. (wir starten am 15. Juni um 9.00 Uhr – bitte pünktlich erscheinen, Anreise ist am Vortag möglich!) als einfachen Einstieg ins Thema mit dem Material Ton “urzeitlich” töpfern, einfache Fingerschalten und Figuren herstellen, die dann getrocknet und später im Grubenbrand gebrannt werden. Wir werden verschiedene Mischungen für verschiedene Anwendungen
herstellen.

Um mit dem Material Ton vertraut zu werden, werden wir einfache Fingerschalen formen und nach dem Trocknen brennen

Um mit dem Material Ton vertraut zu werden, werden wir einfache Fingerschalen formen und nach dem Trocknen brennen

Wir werden thematisch über die verschiedenen Bauformen von Strohballenhäusern, Lehmhäusern, Stampflehmbau, Lehmleichtbau, Adobe und Earthships sprechen und in den Folgetagen auch am Strohballenrundhaus arbeiten, weitere Putzschichten auftragen, Flaschenfenster bauen, …

Einzelne Abschnitte im Garten wurden von Unkraut befreit und gut gemulcht

Einzelne Abschnitte im Garten wurden von Unkraut befreit und gut gemulcht

Zwischendurch bieten sich Themen wie Terra Preta, Komposttoilette, Wildkräuter verkochen, Heilpflanzen aus dem Garten und der Wildnis , Morgensport mit Sense und Sichel und vieles mehr an.

Arbeiten mit Lehm bereitet Freude

Arbeiten mit Lehm bereitet Freude

Wie angegeben starten wir am ersten Tag um 9.00 Uhr, an den Folgetagen werden wir um 8.00 Uhr beginnen, für die Mittagspause sind 1,5 Stunden geplant und am Abend werden wir bis 17.00 Uhr werken. Zwischendurch bleibt auch immer Zeit um im Naturteich oder im angrenzenden Bach zu baden.

Auch aus Einwegflaschen soll im Strohballen-Bauworkshop Mauerwerk errichtet werden

Auch aus Einwegflaschen soll im Strohballen-Bauworkshop Mauerwerk errichtet werden

Mittags und Abends wird gemeinsam am Solarkocher oder Lagerfeuer gekocht, das was von den Teilnehmern des Workshops mitgebracht wird und auch das was der Waldgarten hergibt! Alternativ gibt es zwischendurch auch die Möglichkeit die Pizzaria im Ort zu besuchen. Ausklang am Abend am Lagerfeuer.

Lehmputz am Strohballenrundhaus

Lehmputz am Strohballenrundhaus

Mitzubringen sind Notizblock, Schreibzeug, Regenbekleidung, Gummistifel, Arbeitskleidung, Taschenlampe, Schlafsack, Unterlagsmatte, Zelt, Musikinstrumente. Und alles was für das eigene Wohlbefinden sonst noch so benötigt wird!

Anreise:
https://permakultur.wordpress.com/bernhard-gruber/anfrahrtsbeschreibung-wald-wasser-garten-einjoch/


Anmeldung für Interessenten ist noch möglich

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Exkursion zum Baumflüsterer im 3 Modul des Permakultur-Designkurses

Bei Ernst Junger im Gewächshaus

Bei Ernst Junger im Gewächshaus

Exkursion zum Baumflüsterer im 3 Modul des Permakultur-Designkurses

Vergangene Tage fand das 3. Modul des Permakultur-Designkurses in Modulen statt. Neben zahlreicher Praxis gab es auch wieder eine Exkursion zu Baumflüsterer Ernst Junger in Dorf an der Pram und zum Strohballenhaus von Franz Hörmanseder in Geboltskirchen.

Geländekontur vermessen mit dem A-Frame

Geländekontur vermessen mit dem A-Frame

Ernst Junger, selbst auch Absolvent eines Permakultur-Designkurse, bewirtschaftet seine Flächen seit Jahren biologisch und ist bekannt für die Vielfalt seiner alten Obstsorten. In Zukunft kann man auch Ernteanteile an Obst und verschiedenen anderen Früchten erwerben.

Die Kursteilnehmer hatten am Nachmittag noch die Gelegenheit, dem Profi beim Bäumeveredeln über die Schulter zu schauen. Es gab natürlich auch noch die Möglichkeit, ausgewählte Pflanzenraritäten zu erwerben.

In der eßbaren Permakultur-Landschaft von Franz Hörmanseder

In der eßbaren Permakultur-Landschaft von Franz Hörmanseder

Auf dem Weg zurück wurde noch Tansania-Experte Franz Hörmanseder in seinem Strohballenrundhaus besucht, in dem er voll zufrieden seit über einem Jahr wohnt. Sein Energiebedarf beträgt 4 Festmeter Holz pro Jahr, da er auch die Energie der Sonne nutzt. Sein Ökohaus steht in Mitten einer eßbaren Permakultur-Landschaft, bewässert wird über mehrere Swales.

Passend zu den Themen Wasser und Boden wurde praktisch mit einem selbst gebauten A-Fram am Hang vermesse und einfache visuelle Bodenproben für den Hausgebrauch durchgeführt.

Die nächste mögliche Teilnahme an einem Permakultur-Designkurs ist im Sommer, vom 9. bis 23. August in Wels, dieses mal in einem Stück – zwei Wochen durchgehend.

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Zweites Modul im Zeichen von Methodik im Permakultur-Design

Zweites Modul im Zeichen von Methodik im Permakultur-Design

Planen und Gestalten nach Mustern der Natur, ein einfaches Permakultur-Design mit Stock und Stein

Planen und Gestalten nach Mustern der Natur, ein einfaches Permakultur-Design mit Stock und Stein

Die vergangenen Tage, vom 20. bis 22. April fand am Permakultur-Projekt “Einjoch” in Eggendorf im Traunkreis das zweite Modul des Permakultur-Designkurses in der Kleingruppe statt. Themen waren Permakultur-Prinzipien und Methodik im Permakultur-Design, des Einfluss des Klimas und Bäume im Permakultur-Design, wie auch Planen und Gestalten nach Mustern der Natur.

Die neue horizontale Wurmfarm

Die neue horizontale Wurmfarm

Gemeinsam wurde aus einer alten Badewanne, Palettenholz und anderen Abfällen eine horizontale Wurmfarm gebaut. In der Wurmfarm werden nicht nur Organische Abfälle von den Würmern zu hochwertiger Erde umgewandelt, es wird auch Wurmtee produziert, der verdünnt als Bio-Dünger verwendet werden kann. In der Wurmfarm vermehren sich die Würmer auch sehr gerne und können dann zum Beimpfen des Kompostes, als Hühnerfutter oder auch als Fischfutter verwendet werden.

Die drei Schwestern - Mais / Bohne / Kürbis werden gepflanzt

Die drei Schwestern – Mais / Bohne / Kürbis werden gepflanzt

Am Mandala-Garten wurden weitere Flächen vorbereitet, gemulcht und mit extensiven Gemüse wie mit ewigem Kohl und Winterheckenzwiebel bepflanzt. Auf einer weiter entfernten Fläche wurden Feldfrüchte wie Mais, Bohne und Kürbis – die sogenannten drei Schwestern angebaut: Der Mais gibt der Bohne die Rankhilfe, die Bohne unterstützt Mais und Kürbis mit Stickstoff. Der Kürbis wiederum schützt den Boden vor zu starker Austrocknung oder auch Erosion.

Das von Hühnern beheizte Gewächshaus im Permakltur-Projekt Weberhäusl am Stadtrand von Wels

Das von Hühnern beheizte Gewächshaus im Permakltur-Projekt Weberhäusl am Stadtrand von Wels

Am Dienstag Abend wurde gemeinsam ein Vortrag von Michael Machatscheck, dem Autor des Buches “Nahrhafte Landschaft” und einiger weiterer interessanten Bücher, zum Thema eßbare Bäume, in der Gärtnerei Schützenhofer in Rohr im Kremstal besucht. Zuvor gab es noch die Gelegenheit den schönen und gut beschilderten Kräutergarten zu besichtigen. Das zweite Modul fand seinen Ausklang mit einem Besuch des Waldgarten von Hans Hermann Gruber, der über 20 Jahre alt ist und ein Kleinod in der Agrar- und Industriewüste der ehemaligen Welser Heidelandschaft darstellt.

Den nächsten Permakultur-Designkurs für Interessierte gibts im Sommer 2015

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Permakultur-Designkurs in Modulen gestartet

Vergangene Woche startete am 8. April das erste Modul vom Permakultur-Designkurs in der Kleingruppe. Gestartet wurde mit Einführung ins Thema Permakultur, der Geschichte, was ist Permakultur, die fünf Säulen der Permakultur, Ethik und Permakultur-Prinzipien und Methoden im Permakultur-Design.

Wie gewohnt ging es natürlich auch gleich sehr praktisch los, Kursteilnehmer bauten eine einfache Komposttoilette, Absenker von Johannisbeere, Stachelbeere und Japanischer Weinbeere wurden gemacht, der Mandalagarten wurd neu eingesät.

Im Sommer 2015 gibt es einen durchgehenden, zweiwöchigen Permakultur-Designkurs, Anmeldung ist bereits jetzt möglich!

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Wildbienen – unsere kleinen Helfer in Natur, Garten und Landwirtschaftung

Bauworkshop Wildbienenhotel

Bauworkshop Wildbienenhotel

Die Wildbienen brauchen unsere Unterstützung mehr den je, denn wir selbst sind auf ihre Hilfe im Garten, in der Natur und auch in der Landwirtschaft angewiesen. Neben unserer Honigbiene sind auch die Wildbienen bedroht, doch da sie für uns keinen Honig sammeln schätzen wir ihre Leistungen viel zu wenig. Wie auch die Honigbiene ist die Wildbiene für die Bestäubung von Bäumen, Sträuchern und verschiedenen weiteren Pflanzen im Garten und in der Landschaft verantwortlich.

Freistehendes Wildbienenhotel

Freistehendes Wildbienenhotel

In Österreich sind bis zu 600 Wildbienenarten bekannt, im Gegensatz zur Honigbiene bilden sie keine Staaten, deshalb werden sie auch oft als Solitärbienen bezeichnet. Artspezifisch suchen sie Ritzen im Mauerwerk, Löcher im Totholz oder auch hohle Gräser zur Eiablage bereits im zeitigen Frühjahr auf. Jedes Ei wir noch mit Pollen und Nektar versorgt bevor der Zugang verdeckelt wird. Im folgejahr verlässt die Jungbiene ihre Zelle nach Ei- und Larvenstadium und der Kreislauf beginnt von forne.

Einfaches Wildbienenhotel für Hausfassade

Einfaches Wildbienenhotel für Hausfassade

Über 70% unserer Blühpflanzen sind auf die Bestäubung von Insekten wie Honigbiene und Wildbiene angewiesen, da sie gemeinsam eine Koevolution durchgemacht haben, das bedeutet dass sie sich zur gleichen Zeit gemeinsam zu dem Lebewesen entwickelt haben, so wie wir sie heute kennen. Durch die Koevolution sind nicht nur Pflanze und Insekt von einander abhängig, auch wir Menschen sind auf die Bestäubung angewiesen. Selbst die Erträge bei typischen Windbestäubern wie unser Getreide erhöhen sich durch die Arbeit von unseren fleissigen Helfern. Wildbienen sind auf eine abwechslungsreiche, vielfältige mit Hecken kleinstrukturierte, biologisch bewirtschaftete Landschaft angewiesen.

Im Workshop kann ein einfaches Wildbienenhotel gebaut werden

Im Workshop kann ein einfaches Wildbienenhotel gebaut werden

Am 17.4. hält Bernhard Gruber in seinem Permakultur-Garten in Eggendorf im Traunkreis ab 14 Uhr einen Workshop zum Thema Wildbienen. Neben theoretischen Informationen wird im Workshop gemeinsam ein großes Wildbienenhotel befüllt und mehrere kleine Wildbienenhotels können gebaut werden. Da der gesamte Workshop im Freien stattfindet ist warme Kleidung und geeignetes Schuhwerk mitzubringen. Gerne kann fotografiert und notiert werden. Akkubohrmaschine, Fuchsschwanz und Baumschere mitbringen. Anmeldung ist erforderlich bernhard.gruber2@gmx.net. Teilnahmebeitrag € 25,-

Bernhard Gruber beschäftigt sich seit einigen Jahren mit ökologischen Themen und gibt seine Erfahrungen im Buch “Die kleine Permakultur-Fibel” weiter.

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Stundenplan für Permakultur-Kurs 2015 ausgearbeitet

Stundenplan für Permakultur-Designkurs 2015 ausgearbeitet
Module mit praxisgerechtem Lernen

Modul 01 17. bis 19. Februar 2014: Einführung, Bereiche und Geschichte der Permakultur, Ethik der Permakultur, Konzepte im Permakultur-Design Modul 02 17. bis 19. März 2014: Methoden, Muster und Klimafaktoren im Permakultur-Design, Bäume und ihre Funktion Modul 03 14. bis 16. April 2014: Wasser im Permakultur-Design, Aquakultur, Boden und Bodenverbesserung, Erdbewegung und Erdarbeiten, Anlegen von Dämmen und Swales Modul 04 12. bis 14. Mai 2014: Kaltes Klima, Tropen, Trockene Gebiete Modul 05 23. bis 25. Juni 2014: Strategien für alternative Nationen, Projektplanung und Projektpräsentation

Permakultur-Designkurs in Modulen

Wie bereits angekündigt, werde ich ab April, meine Reihe an Permakultur-Designkurs in Modulen fortsetzen. Der Modulkurs bietet den Vorteil, dass Erlerntes sozusagen setzen kann. Es bleibt Zeit zwischen den Modulen, selbst tiefer in die jeweiligen Themenbereiche vorzudringen. Eine durchgehender Zweiwochenkurs, Kursteilnehmer an physische und psychische Grenzen bringen.

Es war seit längerer Zeit, auch der Wunsch einiger Interessierter, nach einem Modulkurs, da meist die Ferienzeit für einige nicht möglich ist. Vor allem für LandwirtInnen war der Sommerkurs unvorteilhaft. Der klare Vorteil eines Modulkurses ist, dass es immer wieder ausreichend Pausen zwischen den Blöcken gibt, in denen man selbst sein Wissen vertiefen kann, gelerntes gleich umsetzt, oder einfach nur etwas Abstand gewinnen kann.

Kurse in fernen Ländern lehren auch mich immer wieder Kreativität und Flexibilität

Kurse in fernen Ländern lehren auch mich immer wieder Kreativität und Flexibilität

Der 72h Permakultur-Designkurs nach dem Curriculum von Bill Mollison, ist ursprünglich als reiner, frontaler Hörsaalkurs für Universitäten ausgerichtet worden. Seit ich Permakultur-Kurse organisiere und auch unterrichte, versuche ich den Weg der Mitte zu gehen, die Grundlagen der Permakultur, unterstützt mit vielen praktischen Übungen. Für den einen oder anderen kann es das erste mal sein, mit einer Sense zu mähen, Bäume oder Sträucher zu pflanzen, oder einen Plan zu zeichnen. Das Wichtigste ist das Tun selbst, in Gemeinschaft viele kleine Erfolge feiern dürfen.

Auch für den Vortragenden gibt es immer wieder neue Herausforderungen, es sind immer wieder andere Ort und neue Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Bedürfnissen. Sehr lehrreich waren für mich Permakultur-Kurse in Tansania und Sri Lanka. Permakultur soll uns auch Kreativität und Improvisation lehren. Ein Stück weit kann man auch Permakultur als Überlebenskonzept sehen.

Konzeptionelle Gruppenarbeit von Tansanischen Kursteilnehmern kreaiv umgesetzt

Konzeptionelle Gruppenarbeit von Tansanischen Kursteilnehmern kreaiv umgesetzt

Gezielt reduziere ich bei bevorstehendem Modulkurs, die technische Unterstützung durch den Laptop. Um so mehr werden wir mit Farbstift, Wasserfarben, Papier und Redestab arbeiten. Ähnlich einem Camp, werden wir uns am Anfang Gedanken über unsere Abfälle machen und zu diesem Zweck, eine Kübeltoilette errichten. Diese Trockentoilette wird mit Holzkohle betrieben. Dazu müssen wir aber erst Holzkohle herstellen. Produkt ist wiederum Terra Preta, welche wir im Laufe der Module für Obstbäume und Beerensträucher verwenden werden.

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Praktische Themen werden unter anderem Obstbaum-Lebensgemeinschaften, Mulchen im Waldgarten und Bauen mit Abfällen sein. Zum Abschluss des Permakultur-Designkurs, soll jeder Teilnehmer sein eigenes, geplantes Projekt präsentieren.

Einen genauen Stundenplan versende ich gerne per email

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Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert

Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert

Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Zeitig im Frühjahr eröffnete Bernhard Gruber die Gartensaison mit einem Terra Preta Workshop in seinem Permakultur-Garten in Eggendorf im Taunkreis. Terra Preta ist ein von Menschenhand geschaffener, auf lange Zeit fruchtbarer Schwarzerdeboden.

Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen

Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen

Terra Preta Interessierte reisten aus ganz Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland an, um sich über dieses Thema fortzubilden und sich mit anderen auszutauschen. Das schwarze Gold vom Amozonas ist nicht nur für tropische Böden geeignet, auch für unsere Gemüsegärten und die Landwirtschaft bietet Terra Preta zahlreiche Vorteile. Terra Preta begünstigt das Milieu im Boden für aerobe Mikroorganismen und Lebewesen wie Regenwurm & Co. Mehr Bodenleben schafft eine bessere Belüftung des Bodens und eine höhere Aufnahmefähigkeit von Niederschlag. Terra Preta Böden verhindert Nährstoffeintrag in unser Grundwasser und ermöglichen höhere Erträge.

Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden

Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden

Terra Preta kann selbst mit feiner Holzkohle hergestellt werde. Holzkohle bietet Platz für zahlreiche Mikroorganismen, welche wiederum Nährstoffe und Wasser an sich binden. Im Kompost zum Beispiel wird Holzkohle zum hochwertigen Langzeitspeicher. Holzkohle kann auch in der Tierhaltung eingesetzt werden und zur hochwertigen Terra Preta verwandelt werden. Holzkohle wirkt sich nicht zuletzt auch positiv auf die Tiergesundheit aus. Bei der Herstellung und Anwendung von Terra Preta ist es wichtig, mit kleinen Versuchen im Garten oder im Stall zu beginnen.

Mit weiteren Workshops wie zum Beispiel einem Permakultur-Kurs in 5 Modulen führt Bernhard Gruber durchs Frühjahr 2015 bis hin zum Brotbackofen-Bauworkshop im Juli. Sein Wissen gibt Bernhard Gruber auch gerne in seinem Buch “Die kleine Permakultur-Fibel” weiter.

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Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Die Schwarzerde des Amazonas, oder auch Terra Preta, ist ein von Menschen gemachter fruchtbarer Boden. Hohe Niederschläge haben über Jahrtausende zur Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden geführt. Die ganze Fruchtbarkeit steckt in den Bäumen der tropischen Regenwälder, entfernt man diese sind die Böden nur kurze Zeit mit Feldfrüchten bewirtschaftbar.

So haben sich vor mehreren tausend Jahren die Bewohner des Amazonas das hohe Speichervermögen von Holzkohle zu Nutze gemacht. Im 16. Jahrhundert wurde von Städten über 100.000 Einwohner berichtet, doch dürften von Konquistatoren eingeschleppte Krankheiten zur Ausrottung dieser Menschen beigetragen haben. Der Urwald holte sich die Flächen zurück und die Berichte gerieten in Vergessenheit, bis Untersuchungen der Böden im 19. Jahrhundert und Forschungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden.

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Es wurden Flächen in der Größe von ein paar Hektar bis hunderten Hektar festgestellt, bei denen der Anteil des pyrogenen Kohlenstoffes bei 10 bis 40% liegt. Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben. Der Holzkohlestaub wurde zugegeben, um unangenehmen Geruch in der tropischen Hitze zu binden.

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Die große poröse Oberfläche von fein gemahlenem Holzkohlenstaub ermöglicht das Ansiedeln von Pilzen und Mikroorganismen und so auch die Bindung von Nährstoffen und Feuchtigkeit. Durch Pyrolyse wird Holz verkohlt und so schwer mikrobiell abbaubar, was dazu führte, dass solche Böden teilweise meterhoch aufgebaut wurden und noch immer fruchtbar sind. So konnte bei zunehmender Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zulegen und mehrere Millionen Menschen ernährt werden.

Holzkohlenstaub ist vielseitig einsetzbar, bei der Kompostierung von organischen Abfällen oder in der Landwirtschaft, als Zusatz zur Einstreu im Kuhstall, in der Güllegrube, in Komposttoiletten und vielen weiteren Anwendungen. Mittlerweile wird auch Terra-Preta industriell hergestellt, um in Zukunft mehr CO2 im Boden speichern zu können.

Ist der Terrassengarten weiter weg vom Haus und komme ich nur jeden zweiten Tag oder seltener hin, beschänkt ich mich auf extensives Gemüse

Terra Preta wird ideal im Gemüsegarten, Waldgarten oder auch in der Landwirtschaft eingesetzt

Terra Preta bedeutet sehr gute Wasser- und Nährstoffaufnahme und Speicherung. Es wird ein ideales Milieu für Makro- und aerobe Mikroorganismen geschaffen infolge kommt es zu einer besseren Bodendurchlüftung. Terra Preta schützt unser Grundwasser vor Nährstoff- und Toxineintrag und schützt das Klima durch Reduzierung von Methan- und Lachgasemissionen. Nicht zuletzt wird der Humusaufbau gefördert und die Erträge im Garten und am Feld erhöht.

Bernhard Gruber, Permakultur-Berater beschäftigt sich seit einigen Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta. Am 27. Februar veranstaltet er einen Workshop zum Thema Terra Preta in seinem Waldgarten in Eggendorf im Traunkreis. Weitere Infos dazu.

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28.2. Treffen: Info-Treffen zum Welser Stadtrandgarten

Kräuter können überall zu finden sein - auf Individualflächen und auch auf Gemeinschaftsflächen

Kräuter können überall zu finden sein – auf Individualflächen und auch auf Gemeinschaftsflächen

Info-Treffen zum Welser Stadtrandgarten

Am 28.2. um 14.00 Uhr gibt es beim Welberhäusl, Stadlhof 2, in 4600 Wels, das 2. Treffen zum Welser Stadtrandgarten. Alle Teilnehmer sollten eine Vorstellung haben, wie groß die Fläche sein soll, die sie bearbeiten wollen.

Angestrebt wird ein großer gemeinsamer Gemüsegarten ohne Agrochemie, wobei jeder sein eigenes Beet je nach Größenbedarf hat. Bezahlt wird pro m², eine ganzjährige Nutzung ist möglich.

Anmeldung ist erforderlich: bernhard.gruber2[et]gmx.net

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Vortrag: Terra-Preta im Permakultur-Garten

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Vortrag: Terra-Preta im Permakultur-Garten

bellaflora Leonding:
16.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Braunau:
17.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Steyr:
18.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Mauthausen:
23.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Liezen: 24.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil.

Ein wichtiger Aspekt der Permakultur ist der Bodenaufbau, hilfreich dabei ist Terra Preta, auch bekannt als Schwarzerde. Terra Preta ist eine hochfruchtbare Erde welche unter anderem das Bodenleben unterstützt und so zu einer ertragreicheren Ernte verhilft.

Bernhard Gruber gibt einen Einblick in die Permakultur und die richtige Anwendung von Terra Preta im eigenen Gemüsegarten oder Hochbeet.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung für alle Veranstaltungen:
www.bellaflora.at/veranstaltungen

Einen Praxisworkshop gibt es am 27.2. – Einfach selbst Terra Preta herstellen

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