Wir graben uns einen neuen Brunnen

Die Humusschicht ist ausgehoben und im Garten verteilt

Bei unserer alten Hofstelle, dem Weberhäusls oder auch Häusl auf der Welser Heide ist ein Brunnen dabei, welcher mindestens so alt ist wie das Haus selbst, wenn nicht älter. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Wasserader, welche diesen Brunnen anspeiste ihre Position verändert und ist jetzt 2 Meter südwestlich des alten Brunnen zu finden. Das hat wiederum zur Folge, dass nach den sehr trockenen Sommern, der alte Brunnen nicht mehr ausreichend Wasser führt und wir gezwungen waren, uns etwas zu überlegen.

Die Schalung aus Holz ist in der Grube versenkt

Doch das ganze gestaltete sich nicht sehr einfach, unsere Nachbarn verfügen meist über einen Tiefbrunnen, welche gebohrt sind und bis aus Tiefen von über 70 Metern Wasser fördern. Die städtische Wasserversorgung ist zu weit weg, wir bekamen aber ein unverschämtes Angebot. Der ortsansässige Brunnenbauer hielt uns zwar einen sehr interessanten Vortrag über die Geologie der Welser Heide, zeigte aber nicht wirklich Interesse am Bau eines Brunnen, da er auch für die Stadt die Ortswasserleitung errichtet. Auf Grund der Trockenheit im Vergangenen Sommer hatten die Brunnenbauer Hochsaison und irgendwie fehlte mir der richtige Rat ohne Hintergedanken.

Der erste Brunnenring ist Betoniert

Auch fehlte mir eine Entscheidung zwischen einem gebohrten Tiefbrunnen und einem Brunnen der lebendiges Wasser aus den oberen Schichten führt. Nachdem sich der ortsansäßige Brunnenbauer sehr abwertend über die Radiästhesie äußerte und das mehr oder weniger als Scharlatanerie bezeichnete, wollte ich es wissen! Ich erinnert mich eines Freundes, welcher mir schon einmal einen Platz mit der Wünschelrute ausfindig gemacht hatte und da mir dieser Freund nichts verkaufen wollte, zog ich seinen Rat hinzu. Er fand mehrere mögliche Plätze für einen Brunnen. Zur Auswahl stand unter anderem ein Tiefbrunnen mit 6.000 Liter Wasser in der Stunde und ein normaler 2.500 Liter Wasser in der Stunde. Da ich weder vor hatte, eine Wäscherei zu gründen oder Wasser in Flaschen abzufüllen, war ich sogleich von der 2.500 Liter Variante des Brunnens begeistert.

Thema in der Permakultur ist, sich neuen Technologien nicht zu verschließen, doch alte, einfache Technologien nicht zu vergessen!

Die ersten Schichten des sogenannten C-Horizontes schienen schier unüberwindbar

In der Jahresplanung für 2019 wollte ich unser Forschungsprojekt zur Errichtung eines neuen Hausbrunnens im Eigenbau, im Österreichischen Waldgarten-Institut nach der Hochsaison und den wichtigsten Terminen unterbringen und mit dem Graben beginnen. Ich wollte auch noch warten, bis sich geeignete Volontäre zum Brunnenbauprojekt eingefunden haben. Im September war es dann endlich soweit. Wir begannen mit den Grabearbeiten. Nach dem die Humusschicht abgestochen war, gestaltete sich die folgende Schicht äußerst schwierig und wir mussten eine Spitzhacke verwenden, um diese Schicht überwinden zu können.

Wer einen Brunnen selber gräbt, lernt seinen Boden dann so richtig kennen und ist mit ihm dann Du auf Du!

Alter Beton wird zerkleinert, ausgesiebt und wieder verarbeitet

Nach dem wir das erste Maß erreicht hatten, konnten wir die Brunnenschalung einsetzten, in die Waage bringen und den Zwischenraum von Schalung und Erdreich ausbetonieren. Wir mussten für unser Forschungsprojekt lediglich Zement kaufen, es war ja noch genügend alter Beton vorhanden, welchen wir zerstampften und aussiebten. Nach den ersten 4 betonierten Ringen, setzte sich das Erdreich mehr und mehr aus reinem Schotter zusammen, so viel das Graben leichter und wir konnten aus dem Schotter den Sand heraussieben, welchen wir später wieder für unseren Beton verwendeten.

Zweckentfremdetes Werkzeug: Ein Zimmermannshammer

Das beengte Arbeiten war natürlich eine Herausforderung und gestaltete sich anfangs etwas schwierig, doch man gewöhnte sich daran. Am einfachsten geht es knieend auf einer alten Sitzauflage. Als bestes Grabewerkzeug kristallisierte sich ein Zimmermannshammer mit einer Spitze heraus. Das aufgelockerte Material wurde mit einer Maurerkelle in einen Eimer verfrachtet. Waren 4 Eimer befüllt wurden sie über Etage nach oben gefördert. Später verwendeten wir auch einen Flaschenzug. Beim Hochziehen ist es ratsam eine Zwischenetage aus Brettern einzuziehen unter welche man sich mit Bauhelm geschützt verbirgt.

Der Brunnenschacht im Schnitt

Auf einen Meter Höhe betoniert man 3 Brunnenringe, ich habe etwas gesparrt und bin anstatt der 33 cm auf 40 cm gegangen. Durch die konische Form der betonierten Ringe bekommt man Trittstufen auf welchem man nach oben oder unten steigt. Die Schalung habe ich mit einer LKW Plane verkleidet, früher hat man sie angeblich mit Altöl getränkt, damit sie nicht am Beton haften bleibt. Im Zusammenhang mit Trinkwasser wäre ich nicht auf die Idee gekommen, Altöl zu verwenden. Zwischen die vier Schalungselemente schraubt man Abstandbretter mit ein, damit die Schalung einfach gelockert  und 33 cm tiefer wieder eingesetzt werden kann.

Ring für Ring wandert der Brunnenschacht nach unten.

Unter unseren Bodenverhältnissen habe ich an einem Vormittag die Tiefe von 40 cm gegraben, am Nachmittag wurde die Schalung nach unten versetzt und im Anschluss der Brunnenring betoniert. Wir haben immer im Mischverhältnis 1:4 betoniert. 1 Schaufel Zement mit 4 Schaufeln Sand zuerst trocken in einer Scheibtruhe (Schubkarre) gemischt, dann noch einmal 1 Schaufel Zement und 4 Schaufeln Sand dazu gegeben und wieder alles gut mit einem Heindl (Feldhaue) durchmischt. Erst dann wurde Wasser dazu gegeben und wieder gut Durchmischt. Der Mörtel wurde in Kübeln (Eimern) nach unten gelassen und sogleich in den freien Spalt gegossen. Einstweilen der nächste Mörtel bereitet wurde, habe ich mit einer Eisenstange im Mörtel gestochert, um in gut zu verdichten und Hohlräume zu vermeiden. Ich habe dem Mörtel immer eine Mindestaushärtezeit von eineinhalb Tagen gewährt. Ansonsten kann es passieren, dass der Neue Ring beschädigt wird und keine sicheren Trittstufen zurück bleiben.

Eines ist sicher, Brunnen graben ist nichts für schwache Nerven!

Beim ganzen Prozeß war mir wichtig mit Bedacht zu arbeiten, jeder Tritt sollte sitzen und kein Eimer sollte mir entgleiten. Wenn ich merkte, dass mein Körper zu sehr beansprucht war, dann ließ ich die Arbeit auch bleiben. Ideal ist diese Arbeit zum Hörbuch hören. Weiters war mir auch wichtig mit möglichst einfachen Ressourcen und unter möglichst primitiven Bedingungen dieses Forschungsprojekt unseres Vereines, des Österreichischen Waldgarten-Instituts durchzuführen. Ich komme immer wieder in Gegenden auf unserem schönen Planeten, wo man mit dem Arbeiten muss, was vor Ort ist!

So können wir diese uns selbst angeeignete Technik bei unseren Projekteinsätzen und Permakultur Lehrgängen unseren Schülern wieder weitergeben.

Nahezu genau auf 4 Meter, ich konnte es kaum glauben, bin ich auf Wasser gestoßen. Ab gut 3,5 Meter wir der Schotter schon etwas naß, doch in dieser Tiefe sammelte sich dann auch gleich Wasser, wenn ich einen Stein aus seinem Bett nahm. Ab dieser Tiefe gestaltete sich die Weiterarbeit nicht mehr so einfach. Ich versuchte zuerst Wasser in Eimern hochzugeben, doch strömte das Wasser wieder sehr schnell nach. Eine einfache elektrische Gartenpumpe war auch mit der bentigten Pumpleistung schnell überfordert. So musste ich im Trüben fischen! Ich wühlte mit meinem Zimmermannshammer den Untergrund auf und Schöpfte mit einem alten Nudelsieb das Abraummaterial in einen Kübel mit einem Loch. So konnte noch zusätzlich Wasser entweichen und machte das Transportmittel nicht noch schwerer.

In einer etwas mühseling Arbeit schaffte ich noch die 30 cm Wassertiefe, was sich mit meinen Gummistiefeln gut ausging, um das mobile Hauswasserwerk als Übergangslösung einsetzen zu können. Mehr zu unseren verschiedenen Forschungsprojekten und Aktivitäten unter www.waldgarteninstitut.at

Hier noch ein kurzes Video aus dem Brunnen, den ich auch liebevoll als mein Loch in welches ich mich zurück ziehe bezeichne!

 

 

 

 

 

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Im Permakultur Garten alles für den Winter eingepackt

Gartenbeet

Ohne umzugraben kann auch Wiesenfläche mit einer dicken Mulchschicht über den Winter in ein Gartenbeet verwandelt werden

Da Gartenboden immer bedeckt sein will und nie offen der Witterung, ob Sonne oder Regen, ausgesetzt sein soll, ist es wichtig, ihn spätestens nach der Ernte gut abzudecken. Im Boden leben unsere wichtigsten Helfer, neben den Würmern, die Mikroorganismen und die wollen auch über den Winter ausreichend versorgt sein!

Gartenbeete auf Hügeln

Auch Gartenbeete, wie diese Hügelkultur mit verschiedenem ausdauerndem Gemüse und Salaten, kann jetzt noch gut gemulcht werden

Sehr gut eignet sich altes Heu, das man oft gegen Selbstabholung bekommt. Schön locker, leicht wird das organische Material am Gartenboden oder auch auf Hügelbeeten, Kraterbeeten und Hochbeeten ausgebreitet. Durch diesen Luftpolster wird die Energie der letzten Sonnentage im Boden gespeichert und die Mikroorganismen werken ungestört weiter und lassen sich ihr Festmahl schmecken.

Alle im Winter nicht benötigten Gartenbeete werden noch einmal gut eingegossen und dann dick abgemulcht

Bei staunassem Boden kann man die stark reduzierte Mulchschicht im Frühjahr abrechen und auf den Kompost oder in die Wurmfarm geben, dann ein paar Tage erwärmen lassen und wieder gut Mulchen. Viele Permakultur-Praktiker decken das alte Mulchmaterial einfach mit neuem ab und pflanzen direkt ein. Je nach dem, ob man direkt einsät, kann man den Mulch entfernen, oder ob vorgezogene Pflanzen anpflanzt werden, kommen die Setzlinge direkt in frisch gemulchte Beet.

Unser gemulchter Folientunnel

Es lohnt sich aber, immer wieder eigene Erfahrungen zu machen und neues auszuprobieren! Unsere Erfahrungen geben wir auch beim nächsten Permakultur-Praxislehrgang im zeitigen Frühjahr weiter. Besuchen kannst du uns zu einem mindestens einwöchigem Praktikum oder zum Waldgarten-Festival, unserem Tag der offenen Tür.

 

Hier noch einmal ein rascher Durchlauf durch unseren Permakultur-Garten

 

 

 

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Mit Asia Gemüse über den Winter im Permakultur Garten

Wir arbeiten zwar gerade an einem Agroforst in Streifenkultur beziehungsweise an einem Syntropic Agroforst, in welchem wir in Zukunft unser Lagergemüse anbauen möchten, doch versuchen wir auch mit Frischgemüse über den Winter zu kommen. Hierfür eignen sich besonders gut Asia Gemüse und Salate! Im Video unten ein kurzer Einblick in unser Gewächshaus.

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Vertical Gardening im Permakultur Garten

Skizze für einen Vertikalen Garten, einen sogenannten Salatbaum

Als 2004 der Permakultur-Funke von meinem Vater auf mich übersprang, versuchte ich mich auch im Vertical-Gardening, denn damals war meine Experimentierfläche noch gering. Ich baute in Folge die Idee eines vertikalen Garten in einem Kanalrohr etwas aus. Gemeinsam mit Biogärtner Matthias Weber, damaliger Pächter der Demeter-Gemüsegärtnerei am Leisenhof, bauten wir hoch über den Dächern von Linz, inmitten des Linzer Speckgürtels, die ersten vertikalen Gärten. Wir bepflanzten 4 Salatbäume mit verschiedenen Salaten, Gemüse und Kräutern. Erstmalig präsentierten wir dann am Großen Fest der Natur 2009, im Linzer Volksgarten unsere sehr erfolgsversprechenden Versuche und ernteten herbe Kritik.

Vertikaler Garten im Rahmen eines Schulprojektes in der Gartenbaufachschule von Langenlois

Wir ließen aber nicht ab von der Idee und waren dann im Jahr 2010 im Rahmen des Ars Electronica Festivals eingeladen im Rahmen von NANK – Neue Arbeit – Neue Kultur in der Tabakfabrik Linz, auf einer über 20 Meter hohen Fassade eine Fassadenberünung zu installieren, was aber sehr schnell an den finanziellen Mitteln und den Denkmalschutzauflagen scheiterte, so beschlossen wir mit bepflanzten Einkaufswägen einfach unseren möglichen zukünftigen Konsum zu thematisieren – Wie füllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunf?

Aus Kübeln und Petflaschen wird ein einfacher vertikaler Garten in El Salvador gebaut

In den folgenden Jahren hatte ich immer wieder mal die Gelegenheit Vertikale Gärten in verschiedenen Projekten oder auch in Permakultur-Trainings rund um den Globus zu präsentieren. Seit 2010 bin ich aber auch sehr stark mit dem Thema Waldgarten verflochten, welcher auch ein dreidimensionaler, vertikaler Garten in Dauerkultur ist. Der Vorteil hierbei ist nochdazu, die direkte Verbindung zum Boden!

Eine genaue Bauanleitung ist auch in meinem Buch, Die kleine Permakultur-Fibel zu finden.

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Unterwegs im Chiemgau mit Permakultur AktivistIn Karin Frank

Im Sommer 2009 besuchte Karin Frank aus Bernau am Chiemsee bei uns in Wels, den 72h Permakultur-Designzertifikatskurs. Seither ist ihre große Vision, die Umgestaltung der Welt zum Garten.

Sie ist nicht nur eine Visionärin, sondern auch voller Tatendrang und realisierte in den letzten Jahren unzählige Projekte. Ihre Spezialität sind Hügebeete, je mehr, desto besser! Sie legt nicht nur selbst Hand an, sondern ist auch Impulsgeber und Motivator, über die Region Chiemgau hinaus.

Wenn ich in die Gegend komme, besuche ich Karin Frank und ihren Mitstreiter Erwin Kiefer immer wieder gerne und tausche mich mit ihnen aus, so auch dieses Mal, Anfang November 2019. Wir waren wieder voll begeistert von dem was wir sahen!

Wie unermüdlich Karin Frank am Werk ist, seht ihr in den drei kurzen Videos,

Der Gemeinschaftsgarten in Piesenhausen / Marquatstein

Der persönliche Selbstversorgergarten von Karin Frank

Gemeinschaftsgarten an der Autobahn

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27.11. Planungsworkshop Ökohaus Waldgarten-Institut

Plane mit uns das Österreichische Waldgarten-Institut
Planungs-Workshop am 27. November, 18.30 bis 22.00 Uhr;

im Freiraum Wels
Altstadt 8, 4600 Wels,

Seit über 3 Jahren planen wir bereits schon am Österreichischen Waldgarten-Institut, doch fehlt immer noch das gewisse Etwas. Wir müssen leider immer wieder feststellen, dass viele Dinge in der bisherigen Planung nicht berücksichtigt wurden. Wichtig ist uns ein optimaler Arbeitsfluss durch das Gebäude – Anlieferung des Obst, Beeren, Kräutern und Gemüse aus Waldgarten und Gemüsegarten, deren Reinigung, Zwischenlagerung, Konservierung / Verarbeitung, Lagerung. Vorallem wollen wir nicht überdimensionieren!

Wir hätten gerne die Möglichkeit zur Saftherstellung, Destillation, Entsteinung und Trocknung von Früchten, Pressen von Ölen, eine Seminarküche, einen Brotbackofen, Seminarraum, Gastgarten wie auch Rückzugsbereich. Wichtig ist uns auch eine Schmutzschleuse.

Bisher haben wir an einem Holzständerbau mit Strohballen gedämmt geplant, in welchen unsere Altbaustoffe wie handgeschlagene Ziegel und alte Holzbalken einfließen sollen. Wir sind jedoch auch einer monolithischen Bauweise mit bespielsweise Leichtlehmbau auch aufgeschlossen. Das Bauwerk soll nicht nur baubiologischen Standards entsprechen, sondern ein richtiges Ökohaus werden!

Wenn du gerne einen Beitrag zur Planung und Realisierung des Österreichischen Waldgarten-Instituts leisten möchtest, bist du herzlich zum Planungsworkshop eingeladen. Wir freuen uns über deine aktive Teilnahme am 27. November und vielleicht auch in der weiteren Projektabwicklung.

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Unterstütze das Österreichische Waldgarten-Institut mit Baumpatenschaft

Zum Schutz der Anlage wird ein hasensicherer Zaun errichtet

Unterstütze das Österreichische Waldgarten-Institut mit einer Baumpatenschaft

Aktuell arbeiten wir am Österreichischen Waldgarten-Institut an der Pflanzung eines Syntropischen Agroforstes auf einer Fläche von 6.000 m2. Die Idee ist, den Waldgarten in Reihen, leichter beerntbar und pflegbar zu arrangieren und mit einer Wildbeerenhecke zu schützen. Zwischen den syntropischen Waldgartenstreifen möchten wir in Zukunft Lagergemüse pflanzen.

Das Interesse einer Unterstützung durch die öffentliche Hand ist sehr gering. Aus Kreisen der konventionellen Landwirtschaft wurden wir bewusst torpediert und eine bereits bewilligte EU Förderung, wurde durch das Land OÖ zurückgewiesen. Wir sind als nonprofit Organisation nicht nur auf tatkräftige Unterstützung, sondern auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen!

Ein Großteil der Heckenpflanzen stammt von der Biobaumschule Ottenberger aus Sippbachzell und Obstbäume aus der Biobaumschule Junger in Dorf an der Pram.

Mit einem Vereinsförderbeitrag in folgender Staffelung bist du mit deiner Baumpatenschaft dabei:

euro 10,- für eine (Wild)beerenheckenpflanze
euro 20,- für einen Laubbaum
euro 35,- für einen Obstbaum (zur Erhaltung alter Obstsorten aber auch Erforschung neuer Obstarten die für unser künftiges Klima geeignet sind)

Im angeführten Förderbeitrag sind anteilig Förder- und Opferpflanzen enthalten.

Bitte deinen selbst gewählten Förderbeitrag zur Baumpatenschaft auf unser Vereinskonto des Österreichischen Waldgarten-Instituts überweisen, bitte auch Name und Auswahl angeben!

Verein Österreichisches Waldgarten-Institut
IBAN: AT97 2032 6000 0003 4785
BIC/SWIFT: SPNKAT21

Beispiel:
Maria Mustermann, euro 100,- für Patenschaft über 10 Heckenpflanzen
Maximilian Mayer, euro 70,- für Patenschaft über 2 Obstbäume
Irene Huber, euro 50,- für Patenschaft über 3 Heckenpflanzen und 1 Laubbaum

Ab einem Vereins-Förderbeitrag von euro 100,- stellen wir dir gerne ein Zertifikat über deine Patenschaft aus. Auf Wunsch kann auch gerne eine Nennung auf dieser Seite erfolgen!

Gerne kannst du uns auch bei unserer Baumpflanzaktion bei Voranmeldung unterstützen!

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Permakultur-Praxislehrgang 2020 in 5 Modulen

Permakultur-Praxislehrgang 2020 in 5 Modulen

Permakultur ist ein Planungswerkzeug für enkeltaugliche Lebensräume. Als Planungskonzept lässt sich Permakultur nicht nur auf den Hausgarten oder die Landwirtschaft übertragen, sondern auch auf Architektur und Regionalökonomie. Viele Permakultur-Interessiete möchten aber auch Permakultur in der Praxis erleben und das kann man bei uns am Österreichischen Waldgarten-Institut – Lernort für Permakultur seit 2007!

Nach zahlreichen 72h Permakultur-Designkursen, möchten wir ab 2020 einen Schritt weiter gehen und offen für alle Interessierten ob bereits einen Permakultur-Designkurs absolviert oder nicht, bieten wir einen Permakultur-Praxislehrgang in 5 Modulen an.

Jedes Modul beginnt Freitag um 9.00 Uhr und endet am Sonntag um 16.00 Uhr

  1. Modul – 28. Feber bis 1. März 2020
  2. Modul – 20. bis 22. März 2020
  3. Modul – 3. bis 5. April 2020
  4. Modul – 24. bis 25. April 2020
  5. Modul – 8. bis 10. Mai 2020Themenschwerpunkte werden unter anderem sein, Permakultur im Hausgarten, vom Hügelbeet bis zum Kraterbeet, Bodenverbesserung, Chlorophyllwasser, Terra Preta, Komposttoilette, Waldgarten, Agroforst, Pilzzucht im Garten, vom Brotbackofen bis zum Brot und vieles mehr!

Veranstalter: Österreichisches Waldgarten-Institut, Stadlhof 47, A-4600 Wels

Kursbeitrag: Privatpersonen € 1.250,-

Sieglinde Gruber

Kursbeitrag für Mitarbeiter von Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Förderungsempfänger, AMS-Maßnahmen udgl. € 1.700,-

Der Kursbeitrag ist bei Anmeldung zu begleichen. Anmeldung mit Foto, aktueller Postanschrift, Lebenslauf und Motivationsschreiben per email

Bernhard Gruber

Wir freuen uns auf euch und eine gemeinsame, erfahrungsreiche Zeit!

Sieglinde Gruber, Ernährungsberaterin, Lebens- und Sozialberaterin und Permakultur Praktikerin

Bernhard Gruber, Lebensmitteltechnologe, Bodenpraktiker und Permakutur Aktivist

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Bernhards magisches Dreieck in praktischer Verwendung

Ein einfaches gleichseitiges Dreieck wird aus Stöcken gebaut

Das Problem ist die Lösung – ein geläufiges Schlagwort in der Permakultur! Bei unserer letzten Projektreise nach Kenia sollten wir Pflanzlöcher für die Wiederaufforstung der Insel Rusinga am Victoria See vorbereiten. Ziel war nicht nur eine kleine Pflanzgrube auszuheben, sondern auch noch dabei eine für trockene und errodierte Gegenden angepasste Technologie den Mitgliedern des Badelisha Permaculture Centers zu vermitteln.

Das Gelände wird zur Erosionsbekämpfung mit einem Netzmuster überzogen

Optimal ist hier Grid and Pit Planting, oder auch als Nat and Pan Planting bekannt. Ein errodiertes Gelände wird mit einem Netz aus Gräben oder einfachen Barrieren überzogen, welche an den Schnittpunkten zu einer Pflanzkuhle ausgeführt werden. Wenn es Regnet wird der Niederschlag zur Pflanzkuhle geleitet und gleichzeitig auch die Erosion gebremst. Doch wie kommt man zu einem vernünftigem Netz, das man über das Gelände zieht, ohne Maßband udgl.? Unter diesen Bedingungen muss man einfach mit dem arbeiten, was da ist – Bäume, einfaches Werkzeug wie Machete und ein Strick! So kam mir damals die Idee mit dem gleichseitigen Dreieck, welches wir am Vorabend der Großaktion noch schnell zusammen zimmerten.

Die Anleitung zur Verwendung bei einer Heckenpflanzung

Doch nicht nur in den Tropen lässt sich mein „Magisches Dreieck“ verwenden, sondern auch bei uns. Als optimalen Abstandgeber hat es sich bei unerer Heckenpflanzung erwießen. Man bekommt einen Versatz und kann so etwas enger arbeiten, da man den Abstand in der Diogonale hat. Je nach Pflanzabstand fertigt man ein einfaches gleichschenkeliges Dreieck mit einer Seitenlänge von 90 oder 100 cm an. Magisch deswegen, weil die einfachsten Methoden immer die besten sind!

Im Einsatz beim Anlegen einer dreireihigen Hecke

Diese und weitere einfache Technologien erlernst du bei unserem Permakultur-Praxislehrgang im Frühjahr 2020. Wir haben speziell einen sehr praxislastigen Lehrgang konzipiert und werden vom ziegelgemauerten Brotbackofen, Anlegen von Waldgärten, Herstellung von Terra Preta, bis hin zur optimalen Düngung im Gemüsegarten mit Chlorophyllwasser alles unseren Teilnehmern vermitteln. Alle weiteren Details findest du hier, melde dich gleich jetzt an!

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Brotbackofen-Bausaison 2019 geht zu ende

Brotbackofen auf Rusinga Island in Kenia

Seit 2005 baut Bernhard Gruber Brotbacköfen, seinen ersten baute er im Rahmen seiner Permakultur-Ausbildung im Ökozentrum von Klosterneustift. In den letzten Jahren ist neben dem Gärtnern auch das Brotbacken wieder voll im Trend. Zahlreiche ProtagonistInnen unterrichten Interessierte im Brotbacken. Wer wirklich gutes Brot backen will, braucht dann natürlich auch einen mit Holz zu befeuernden Brotbackofen und den bekommt man bei Bernhard Gruber im Rahmen eines Workshops.

Bernhard Gruber mit Biopionier Georg Schweisfurth und Bäckermeister Kalle

Den ersten Workshop im Jahr 2019 baute Bernhard Gruber in Kenia mit einer Frauengruppe des Badelisha Centers auf Rusinga Island am Victoria See und seinen letzen baute er im Rahmen eines Workshops des Ländlichen Fortbildungsinstituts in Feldkirchen bei Mattighofen. Zwichendurch hatte er Gelegenheit einen Workshop bei Biopionieren Karl Ludwig und Sohn Georg Schweisfurth in Glonn bei München zu halten.

Letzter Brotbackofen-Bauworkshop in der Saison 2019

Bernhard Gruber konnte viele Interessierte zum Brotbackofenbauen annimieren, einige der Teilnehmer haben auch bereits ihren eigenen Brotbackofen im Eigenbau errichtet. Im Jahr 2017 ist im Löwenzahnverlag das Buch von Bernhard Gruber „Handbuch Brotbacköfen selber bauen“ erschienen. Auch 2020 wird es wieder zahlreiche Brotbackofen-Bauworkshops mit Bernhard Gruber geben. In deiner Nähe findet keiner statt?!? … dann kannst du gerne in deiner Gemeinde, in deiner Arbeit, in deinem Verein oder auch einfach nur in deiner Familie oder deinem Freundeskreis einen Brotbackofen-Bauworkshop mit Bernhard Gruber anregen.

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