Permakultur&Waldgarten-Praxislehrgang für Selbstversorger in Wels / Österreich

Hans Hermann Gruber bei seiner täglichen Arbeit im Waldgarten

Permakultur&Waldgarten Praxislehrgang für Selbstversorger, im Frühjahr 2021 in 5 Modulen

berufsbegleitend 26.2. bis 9.5. im Österreichischen Waldgarten-Institut in Wels / Österreich

Permakultur ist ein Planungswerkzeug für enkeltaugliche Lebensräume. Als Planungskonzept lässt sich Permakultur nicht nur auf den Hausgarten oder die Landwirtschaft übertragen, sondern auch auf Energieversorgung, Architektur, Technologie und Regionalökonomie. Viele Permakultur-Interessiete möchten aber auch Permakultur in der Praxis erleben und das kann man bei uns am Österreichischen Waldgarten-Institut – Lernort für Permakultur seit 2007! Weiterlesen

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Weiteres Recycling Gewächshaus im Permakultur Garten

Heute haben wir gerade die Profi Gewächshaus Folie auf unseren Recycling Folientunnel aus gebrauchten Trampolins aufgezogen.

Neben unserem bestehenden Folientunnel in welchem wir vier Ernten einfahren, haben wir unseren neuen gebaut

Aus 5 alten Trampolins haben wir letzte Woche einen neuen Folientunnel zusammengestoppelt!

Kleinmaterial wie Schrauben waren noch da, Profiklemmschienen haben wir uns geleistet!

Seitlich wird die Folie eingeschlagen und mit Erdreich bedeckt
Da kann der Wind in der Welser Heide uns nichts anhaben

Über den Winter nutzen wir den neuen Folientunnel als Unterstand für verschiedene Geräte und den Traktor.

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Buchankündigung: unser essbarer Waldgarten

unser essbarer Waldgarten – Der Waldgarten ist der arrangierte Garten für den modernen Jäger und Sammler!

Essbare Waldgärten sind die Lösung für den Hunger der Menschen, können aber auch Sinnfindung unserer übersättigten Industriegesellschaft sein. Durch aktiven Humusaufbau und eine Dauerkultur mit Bäumen, Sträuchern und Stauden in Etagenwirtschaft, sind essbare Waldgärten unsere Klima-Chance Nr.1! Weiterlesen

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Baumspinatsamen zum Mehlstrecken

Wer kennt ihn nicht, den  Baumspinat ( Chenopodium giganteum)? Fast jeder hat dieses typische Permakultur Gemüse im Garten stehen!

Er sät sich selbst aus und kommt dann überall wo nicht mit Sense oder Rasenmäher gemäht wird. Er produziert sehr viel Biomasse die super als Mulch verwendet werden kann. Der Stamm verholzt und kann als Rankhilfe für Erbsen verwendet werden.

Wir verwenden die frischen Blätter direkt im Wildkräuter Salat oder geben sie in die Suppe oder den Eintopf. Doch nicht nur hier findet der Baumspinat Verwendung.

Wir regeln die getrockneten Pflanzen ab und lagern die Samen in Gläsern. Beim Brotbacken mischen wir auf ein kg Mehl, einen Viertel Lieter Samen dazu!

Mehr dazu bei unserem Permakultur & Waldgarten Praxislehrgang in 5 Modulen im Frühjahr 2021!

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Im Österreichischen Waldgarten-Institut gibt es viel zu sehen

Der über 30 Jahre alte essbare Waldgarten hat an sich schon ein Alleinstellungsmerkmal in Mitteleuropa, wenn gleich Worte wie Permakultur und Waldgarten in den letzten Jahren schon teilweise sehr inflationär gebraucht werden. Der essbare Waldgarten am Rande der Welser Heide bietet nicht nur eine sehr große Artenvielfalt, von Asperl (Mespilus germanica) bis Zürgelbaum (Celtis australis), verschiedene Biotope für Insekten, Igel & Co, sondern auch verschiedene Kleinklimazonen.

Hügelbeete haben einen optimalen Einfallwinkel für die Sonnenstrahlen und erhöhen die Anbaufläche. Ein kreisrundes Kraterbeet ist das Highlight – mit einem Feuchtbiotop in der Mitte werden Sonnenstrahlen auf die Beete reflektiert und nicht nur das, die Verdunstung des Wassers im Biotop schafft ein humides Klima, geschützt durch den Wall. Aber es sind noch weitere Trockenbiotope, ausgebaut zur Sonnenfall im Waldgarten welche wärmeliebenden Pflanzen wie zum Beispiel einer Kaukasischen Feige (Ficus palmata) ein Heim geben. Recycelte dunkelrote Dachziegel nehmen die Wärme der Sonneneinstrahlung auf und geben sie in den Abendstunden verzögert an ihr Umfeld ab.

Unser Waldgarten

Der essbare Waldgarten mit seiner Etagenwirtschaft, wo Raum und Zeit optimal genutzt werden bietet auch in sehr heissen Jahren Erfrischung. Im Schatten von Obstbäumen, Beerensträuchern, Weinranken und Stauden ist es in der brütenden Hitze der Sommermonaten um gefühlte 10°C kühler und bei den Herbstarbeiten, wie dem Zurückschneiden zahlreicher Stauden und Sträucher, 5°C wärmer als auf freiem Feld.

Kraterbeet im Waldgarten

Damit im Herbst die Vielfalt am Speiseplan nicht zurück geht, gibt es im Österreichischen Waldgarten-Institut ein Pilzkultur hochwertiger Speisepilze. Bernhard Gruber züchtet seit Jahren auf Holzstämmen Shiitake Pilz, Austernseitling, Stockschwämmchen und einige andere. Das interssante am Shiitake Pilz ist, dass er ein sehr gesunder und hochwertiger Pilz ist, der aber auch sehr leicht zu kultivieren ist. Mit einem Wasserbad kann der Fruchtzeitpunkt dieses Pilzes beeinflusst werden. Der Austernseitling hingegen kommt am Liebsten beim ersten Frost.

Im Winter soll natürlich auch das Grünzeug nicht ausgehen, so sind im Gemüsegarten verschiedenste Asiasalate zu finden. Ein aus Recyclingmaterial hergestellter Folientunnel bietet mindestens vier Ernten rund um das Jahr. Damit die Bodenfruchtbarkeit nicht verloren geht, werden die Mikroorganismen reichlich mit Chlorphyllwasser, Pflanzenjauchen und Wurmtee aus einer der beiden Wurmfarmen. Und wird mal wieder wo ein neues Gartenbeet angelegt, dann gibts sehr gute Komposterde aus dem Flächenkompostierer, dem Hühnerauslauf. Neben Küchenabfälen bekommen hier die Hühner täglich frisch gemähtes Gras. Immer wieder mal wird Urgesteinsmehl, Asche und auch Holzkohlenstaub ausgebracht. Mit dem Dung der Hühner wird das ganze zum Superkompost Terra Preta.

Hans Hermann Gruber führt durch seinen Waldgarten

Bei herbstlichen Baumpflanzaktionen im Waldgarten und auf angeschlossenen Flächen, werden die Pflanzlöcher mit hochwertiger Komposterde aus der Komposttoilette versehen. Im Kompostklo, als einfache Kübeltoilette ausgeführt, finden wir Sägespäne, Holzhäcksel, aber auch Holzkohlenstaub als Einstreu. Hier wird nicht unser kostbarstes Gut, das Wasser zum Wegspülen unserer Nährstoffe verwendet, hier wird nach kleinem und großen Geschäft eingestreut! Und ist der Eimer voll, dann kommt der Inhalt auf einen abgesonderten Kompost, wo er mindestens ein Jahr auf seine Verwendung wartet.

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Dies war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt, was es bei uns so zu sehen und zu lernen gibt, wir versuchen zwar bei unseren Führungen und Workshops so viel Erfahrung als möglich an Interessierte weiterzugeben, doch wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, ist sehr herzlich bei unserem Permakultur&Waldgarten-Praxislehrgang im Frühjahr 2021 und dem Permakultur-Planungslehrgang im Sommer 2021 willkommen!

Viel Freude beim TUN

Bernhard und Sieglinde

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Schädlingskontrolle the Permaculture way!

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Buchtip: Paradise Lost – Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur

Paradise Lost – Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur
von Florian Hurtig
ISBN: 9783962382032
Hardcover, 432 Seiten

Paradise Lost – Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur
von Florian Hurtig

ISBN: 9783962382032
Hardcover, 432 Seiten

Paradise Lost – ist eines der besten Bücher der letzten Jahre, die mir in die Hände gefallen sind. Durch einen Beitrag in der OYA wurde ich bei meinen Recherchen für mein neues Buch, „Unser essbarer Waldgarten“, darauf aufmerksam. Mit großer Akrebie beschreibt Florian Hurtig die komplexen Zusammenhänge, von Ernährungsformen und Gesellschaftsformen. Er beschreibt auch sehr anschaulich, wie schon egalitäre Gesellschaften in Urzeiten ein friedvolles, reichhaltiges, naturnahes Leben, aufgebaut auf Baumgärten über Jahrtausende hinweg führten. Er zeigt dabei eindrucksvoll, wie die Bildung hierarchischer Gesellschaften und Staaten zum Verlust vielfältiger Systeme geführt haben. So wurde der Weg geebnet für die bis heute vorherrschenden Strukturen: Monokultur, Monotechnik, Monopol. Weiterlesen

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Chinampas – Wasserpolykulturen der Azteken

Chinampas im Wald-Wasser-Garten Einjoch

Chinampas im Wald-Wasser-Garten Einjoch

Unter Chinampas verstand man von den Azteken in Mexikos Seen angelegte Teichfeldwirtschaft. Pfähle wurden ins seichte Wasser geschlagen, mit Weiden und Schilf Pflanzkörbe gewoben. Diese Körbe wurden mit dem fruchtbaren Schlamm der Seen befüllt und der Rand zusätzlich mit Weiden zur Stabilisierung bepflanzt.

Auf den Chinampas wurden Feldfrüchte wie Mais, Bohnen, Tomaten, Chilis und Süßkartoffeln angebaut, aber auch Bäume wie Avocado und Guave waren darauf zu finden. Diese Wasserpolykulturen waren mit Booten von den Städten leicht erreichbar. Über Jahrhunderte konnte die Nahrungssouveränität der Städte gesichert werden.

Chinampas Wasserpolykultur der Azteken

Chinampas Wasserpolykultur der Azteken

Die Chinampas wurden durch ausgedehnte Handelsbeziehungen, verstärkt durch die Lasttiere der Konquistatoren abgelöst.

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Permakultur-Klassiker – das Hügelbeet

Ein richtig aufgesetztes Hügelbeet verspricht eine reiche Ernte

Nicht zuletzt auch bekann durch den Agrarrebell Sepp Holzer vom Krameterhof, in Rammingstein, einem der kältesten Orte des Lungau und auch gesamt Österreichs, ist das Hügelbeet ein echter Permakultur-Klassiker! Das Hügelbeet ist ein schönes Permakultur-Element, welches sich auch sehr gut in einem Workshop oder auch einem Permkultur-Designkurs umsetzen lässt.

Das Material für das Hügelbeet wird antransportiert

Die Vorteile liegen auf der Hand:
– Bodenverbesserung bei armen Böden
– optimale Strategie für staunasse Böden
– hohe Nährstoffkonzentration
– Gewinnung von Pflanzoberfläche
– besserer Einfallwinkel für die Sonnenstrahlen
– Kompostierungswärme Weiterlesen

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Der nächste Lockdown kommt bestimmt! – Klopapiertaugliche Blätter aus dem Waldgarten

Liebe Permakultur&Waldgarten-Freunde, eine Wirtschaft auf exponentiellem Wachstum aufgebaut, kann auf dauer nicht gut gehen, das sehen wir in den letzten Monaten. Weltweit kollapiert längst überfällig die Wirtschaft gut getarnt mit Maske, Ausgangsverboten und zahlreichen weiteren Einschränkungen der Grundrechte.

Wir brauchen die Rückkehr zum menschlichen Maß, dies wird aber nicht ohne fundamentale Einschnitte gehen! Was sind unsere lebensnotwendigen Grundbedürfnisse? Ich setzte voraus, dass wir Lieben und Spiritualität in uns tragen, so ist dann unser erstes Grundbedürfnis WASSER, gefolgt von LEBENS(VER)MITTLERN, nachwachsender ENERGIE, besondere FÄHIGKEITEN, FREUNDSCHAFT&KOOPERATION!

Optimale Klopapier Blätter fürs Kompostklo

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