72h Permakultur-Design-Zertifikatskurs Frühjahr 2018 in Wels / OÖ

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Lehrgangsleitung: Bernhard Gruber, Permakultur-Aktivist und Buchautor

72h Permakultur-Design-Zertifikatskurs in 5 Modulen
Frühjahr 2018 – Österreichisches Waldgarten-Institut
in Wels / OÖ mit Bernhard Gruber

Kursbeitrag für Privatpersonen: € 950,-
Frühbucherpreis bis 31.10.2017: € 850,-
+ Buch „Die Permakultur-Fibel“ GRATIS!

Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber

Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber

Die Grundlage des Permakultur-Designkurses ist das Buch: “Permaculture – a Designers Manual” oder “Handbuch der Permakultur Gestaltung” , von Bill Mollison. Als Kursmanuskript erhält jeder Teilnehmer das Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“.

Eine ausführliche Beschreibung mit zahlreichen Fotos ist im Buch

„Die kleine Permakultur-Fibel“ erhält jeder Kursteilnehmer GRATIS

Jeder Teilnehmer plant im Rahmen des Lehrgangs sein eigenes Projekt, Projekt kann sein: Hausgarten, Waldgarten, CSA, Landwirtschaft, Schulgarten, Gemeinschaftsgarten, Dorfentwicklungskonzept, Alternativwährungskonzept, Vertriebskonzept, …

Modul 01 – 23. bis 25. März
Modul 02 – 13. bis 15. April
Modul 03 – 4. bis 6. Mai
Modul 04 – 25. bis 27. Mai
Modul 05 – 15. bis 17. Juni
(Freitag 15.00 bis 20.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag 9.00 bis 13.00 Uhr)

Veranstaltungsort: Österreichisches Waldgarten-Institut, Stadlhof 47, A-4600 Wels

Weitere Details und Anmeldung

 

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Noch 1 Monat bis zum 72h Permakultur-Design-Zertifikatskurs

Permakultur-Designkurs 2015, in Wels mit Bernhard Gruber

Permakultur-Designkurs 2018, in Wels mit Bernhard Gruber

72h Permakultur-Design-Zertifikatskurs in 5 Modulen
Frühjahr 2018 – Österreichisches Waldgarten-Institut
in Wels / OÖ mit Bernhard Gruber

Kursbeitrag für Privatpersonen: € 950,-
+ Buch „Die Permakultur-Fibel“ GRATIS!

Die Grundlage des Permakultur-Designkurses ist das Buch: “Permaculture – a Designers Manual” oder “Handbuch der Permakultur Gestaltung” , von Bill Mollison. Als Kursmanuskript erhält jeder Teilnehmer das Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“.

Jeder Teilnehmer plant im Rahmen des Lehrgangs sein eigenes Projekt, Projekt kann sein: Hausgarten, Waldgarten, CSA, Landwirtschaft, Schulgarten, Gemeinschaftsgarten, Dorfentwicklungskonzept, Alternativwährungskonzept, Vertriebskonzept, …

Modul 01 – 23. bis 25. März
Modul 02 – 13. bis 15. April
Modul 03 – 4. bis 6. Mai
Modul 04 – 25. bis 27. Mai
Modul 05 – 15. bis 17. Juni
(Freitag 15.00 bis 20.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag 9.00 bis 13.00 Uhr)

Veranstaltungsort: Österreichisches Waldgarten-Institut, Stadlhof 47, A-4600 Wels

Weitere Details und Anmeldung

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Asia-Salate

Red Giant - Asiasalat

Red Giant – Asiasalat

Asia-Salate wie Red Giant (Brassica juncea var. rugosa) und Mizuna sind Kohlverwandte. Man kann sie je nach Geschmacksrichtung, von mild bis scharf, für Pflücksalate oder auch Gemüsepfannen und als Spinat verwenden.

Aussaatzeit ist März bis August, geerntet werden kann nach 4 – 7 Wochen. Die meisten sind frostbeständig bis -5°C, anspruchslos an Boden und Klima. Sie bevorzugen Sonne bis Halbschatten.

Gute Mischkulturpartner im Gemüse-beet sind Bohnen, Erbsen, Spinat, Salat und Karotten. Aufgrund ihrer Robustheit eignen sie sich vom Balkongarten bis zum Freilandanbau.

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28. Februar – Kenia-Projektreise in Wort und Bild / Freiraum Wels

Wasserretensionsgräben werden vermessen

Seit 2009 bereist Bernhard Gruber Ostafrika und setzt immer wieder neue landwirtschaftliche Impulse zur Arbeit im Einklang mit der Natur. Auch in die Kleinstlandwirtschaft entlegener Dörfer hat Agrochemie und Hybridsaatgut längst Einzug gehalten, doch den Menschen geht es um nichts besser als zu vor – die Abhängigkeit an Internationale Konzerne steigt und Gesundheit und Lebensqualität gehen zurück.

Erosionsbarrieren werden errichtet

Aktuell war der Permakultur-Aktivist Bernhard Gruber für das Projekt „Books for Trees“ der Gartenbaufachschule Schönbrunn in Zusammenarbeit mit der Fa. Gea – Waldviertler Schuhe in einer Dürreregion am Victoria See in Kenia. Mit Kleinbauern wurden auf der Insel Rusinga und in der Stadt Sori Permakultur-Trainings abgehalten. Im Vortrag erzählt Bernhard Gruber vom Erlebten und zeigt Film- und Bildmaterial.

28.2.2018
Beginn 19.00 Uhr
Freiraum Wels
Altstadt 8
4600 Wels

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Die Pferdebohne (Vicia faba)

pferdebohne puffbohneDie Urform der Pferdebohne (Vicia faba) wurde bereits vor 10000 Jahren im Himalayagebiet zum menschlichen Verzehr kultiviert und ist im vorderen Orient bereits um 6000 v. Chr. zu finden. Sie hat sich sehr rasch bis an die Nordsee verbreitet, da sie als einzige Hülsenfrucht auf salzigem Boden gedeiht. Diese gerne auch als Gründüngung verwendete Hülsenfrucht ist sehr robust, kommt mit Staunässe gut zurecht und keimt bereits bei 2°C. In jungem Wachstumsstadium können Schoten als Fisolen (grüne Bohnen) verkocht werden. Neben Linsen und Erbsen war sie der wichtigste Proteinlieferant aus dem Garten.

Die Pferdebohne kann auch im staunassen Boden bereits im zeitigen Frühjahr (Februar/März) tief gesät werden und ist unter optimalen Bedingungen innerhalb 4 Monate zu ernten.

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Erstes Waldgarten-Festival – Pfingsten 2018 in Wels / OÖ

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGerne möchten wir, der Verein „Österreichisches Waldgarten-Institut“ Pfingsten 2018 die Tore zu unserem Gelände öffnen. Es soll die Möglichkeit geben die Pfingsttage gemeinsam zu erLeben, Wissenswertes zu mitzuTeilen, gemeinsam zu kochen, zu musizieren und zu feiern! Im Mittelpunkt steht der Waldgarten.

Freitag 18.5. Anreisetag
Samstag 19.5. Workshoptag
Sonntag 20.5. Workshoptag
Montag 20.5. Workshoptag
Dienstag 21.5. Abreisetag

Nach dem gemeinsamen Frühstück und der Morgenrunde starten wir in den ersten Workshop-Block. Nach dem Mittagessen und einer Pause zum Austausch, folgt der zweite Workshop-Block. Nach dem Abendblock mit Vortrag folgt der Ausklang am Lagerfeuer oder Jamsession im Weberhäusl.

Es kann eine begrenzte Anzahl an Workshops angeboten werden, auf Basis Wertschätzungsbeitrag durch die Teilnehmer abzüglich Beitrag an den Verein. (Richtwert euro 20,- bei Studenten/Mindestsicherung)
… schlage uns deinen passenden Workshop vor!

… weitere Infos und Anmeldung

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Vor 10 Jahren ist Joe Polaischer von uns gegangen

Digital StillCameraVor 10 Jahren, am 14. Februar 2008 ist mein persönlicher Mentor – Joe Polaischer in den Armen seiner Frau Trish gestorben. Im Sommer 2007 durften wir mit ihm, bei unserem 72h Permakultur-Zertifikatskus am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ in Wels, eine wunderbare Zeit verbringen. Er schied damals völlig unerwartet auf Grund eines Gehirntumor von uns.

Joe Polaischer wurde ende der 40er Jahre geboren und wuchs auf einem Bauernhof in der West-Steiermark auf. Seinen Zugang zur Permakultur fand er in Entwicklungsländern rund um die Welt, wo er mit den Menschen lebte und viel Zeit verbrachte. Im Jahr 1984 besuchte er seinen ersten Permkultur-Designkurs und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vertreter dieser Lebens- und Arbeitsweise, die weltweit immer mehr Aufmerksamkeit findet. Von Anfang an ein Rebell, kämpfte er unaufhaltsam für die Umwelt, betrieb eine biodynamische Landwirtschaft, schrieb Artikel und unterrichtet in Neuseeland, Japan und Europa.

permaculture Joe polaischer_001Die ersten Schritte zu Joes Landwirtschaft, der Rainbow Valley Farm Matakana / Neuseeland erfolgten im Jahr 1988, als er mit seiner Frau Trish Allen so genanntes Rubishland, durch intensive Landwirtschaft ausgelaugter, erodierter Boden, erwarb. Zunächst lebten sie ohne Strom und Telefon in einem Wohnwagen. Aus einem Meer von Stechginster entstanden schließlich wieder fruchtbare Gärten, Teichsysteme, Gebäude, ein ganz neues Ökosystem!

Er pflanzte auf seiner Farm über 13.000 Bäume, davon 800 Obst- und Nussbäume. In dieser essbaren Landschaft gab es zahlreiche Tiere, die zu diesem Zusammenspiel beitrugen: Kühe zur Milch-, Joghurt- und Käseproduktion, Schafe für Wolle …lebende Rasenmäher… und Kunekune-Schweine, die helfen, den Boden umzugraben, um neue Pflanzengemeinschaften aufbauen zu können.

Joes Ziel war es, die Einheit des ganzheitlichen Systems und des ganzheitlichen Lebens auf der Rainbow Valley Farm als sein Lebensprinzip weiter zu geben. Im Sommer 2007 wurde Joe am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ von Margit Wolfsberger, WUK-Radio, über sein Leben als Permakultur-Pionier interviewt.…anhören

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81,38 m2 Freie Wohnung im Österreichischen Waldgarten-Institut

81,38 m2 Freie Wohnung im Österreichischen Waldgarten-Institut

Ab Anfang/Mitte März 2018 wird im derzeitigen Haupthaus des Österreichischen Waldgarten-Institut im ersten Stock ein Wohnbereich mit ca. 81,38 m2, zzgl. 7 m2 Loggia frei. Das Gebäude ist gedämmt und wird über eine neue Zentralheizung mit Pelet und Solar beheizt. Das Trinkwasser kommt aus dem hauseigenem Brunnen.

Raumaufteilung: Schlafzimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer, Küche, Garderobe mit Wc, Badezimmer, Flur.

Auf Basis Mitgliedschaft + Nutzungsgebühr (warm ohne Strom)
Jahresmitgliedschaft Österreichisches Waldgarten-Institut: euro 25,- / Person, Nutzungsgebühr monatlich euro 770,-, Kaution euro 2.000,-
Gegen zusätzliche Nutzungsgebühr können Seminar Räumlichkeiten und Gartenflächen für Gemüseanbau, Kleintierhaltung udgl. mitbenützt werden.

Der Verein Österreichisches Waldgarten-Institut bietet ambitionierten und engagierten Mitgliedern, welche sorgsam mit Mensch, Natur und zur Verfügung gestellten Einrichtungen umgehen, nicht nur einen Wohn- sondern auch einen Lebensbereich. Permakultur-Grundlagenwissen wird vorausgesetzt.

Ihren Lebenslauf mit Motivationsschreiben, richten Sie bitte an:
Österreichisches Waldgarten-Institut
Stadlhof 47
A-4600 Wels

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Rückblick Permakultur- und ANAMED Training am Victoria See in Kenia

Seit 2009 bereist Bernhard Gruber die Ostafrikanischen Länder Sudan, Tansania und Kenia und hält bei verschiedenen Projektpartnern Permakultur-Trainings mit der lokalen Bevölkerung – vorwiegend Kleinbauern und Fischer die von der Subsitenzlandwirtschaft leben.

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt auf sehr trockenen Gebiete am Victoria See, im Nordwesten Tansanias und im Südwesten Kenias verlagert. Gerade jetzt im Jänner wurden in Zusammenarbeit mit Dr. Feleshi, dem Vorsitzenden von ANAMED Tanzania, zwei Naturheilkunde-Trainings, gefolgt von zwei Permakultur-Trainings abgehalten. Organisiert wurde diese Hilfe zur Selbsthilfe durch das Projekt „Books for Trees“ der Gartenbaufachschule in Schönbrunn mit welcher Bernhard Gruber seit einigen Jahren zusammenarbeitet.

Traditionell leben am Victoria See Fischer, doch in den letzten Jahrzehnten wurde der See in der größe der Schweiz durch die Anrainerstaaten stark überfischt. Abholzung zur Brennholzbeschaffung, Überweidung und starke Erosion in der Regenzeit, gefolgt von Dürreperioden nicht zuletzt auch verursacht durch den Klimawandel treiben die Bevölkerung in extreme Armut und Hoffnungslosigkeit.

In der Permakultur liegt der Schwerpunkt bei einer ausdauernden Bodenkultur, wie zum Beispiel Waldgärten in mehreren Etagen aufgebaut. Das Blätterdach schützt nicht nur den Boden, der Boden hat auch die Chance sich durch eine hohe Biodiversität zu regenerieren. Weidetiere werden zu einem großen Teil mit Laub gefüttert.

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Das Terra Preta – Ei

Terra Preta eiIm Themenbereich der Terra Preta, der Schwarzerde vom Amazonas gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Standpunkte die vertreten werden: Entstehung durch aerobe Kompostierung oder anaerobe Fermentierung – ich sehe das ganze sehr pragmatisch und würde fragen, warum sollte diese ehemalige Hochkultur eine Wissenschaft aus dem Ganzen gemacht haben?!

Wahrscheinlich haben die Bewohner dieser Gebiete schnell erkannt, dass unter tropischer Hitze Holzkohlenstaub den Geruch und die Feuchtigkeit der Exkremente und aller andere organischen Abfälle gut zu binden vermag und eine wunderbare Nährstoffreiche Erde auf den eigentlich armen tropischen Böden entsteht.

Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben.

Angeblich hatten diese Töpfe die Form eines Eies, an der von der Sonne erhitzten Außenseite verdunstete Flüssigkeit, was wiederum den Energiefluss im Inneren des Eies anregte. Das soll dazu geführt haben, dass auf diese Art kompostierte oder auch fermentierte, auf Felder ausgebrachte Terra-Preta sich zusätzlich mit Kohlenstoff aus der Luft anreichert, was zum Wachsen der Böden führte.

Diese Theorie ist natürlich äusserst spekulativ, doch warum glauben wir immer nur alles was wir mit Händen begreifen und mit unseren Augen sehen können? Viele Entdeckungen der Menschheit beruhen auf Vermutung und Intuition. Vergleiche die phantastischen Erfindungen von Viktor Schauberger!

Es gibt Vermutungen, wonach volle Terra Preta – Töpfe mit Bäumen bepflanzt und von diesen mit Wurzelkraft gesprengt wurden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ganz einfach zerbrochene Tontöpfe in den Gärten und Feldern entsorgt wurden.

Verschiedene Möglichkeiten um Holzkohle selbst im Hausgarten herzustellen.

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Goldrausch in Ostafrika – falscher Hoffnungsträger am schwarzen Kontinent!

Unter widrigsten Bedingungen wird Gold gewaschen in Ostafrika

Seit ein paar Jahren gibt es im Westen Kenias, in der Region um den Viktoria See einen wahren Goldrausch. Goldgewinnung in einem der ärmsten und innstabilsten Länder Ostafrikas ist nichts Neues, schon in der Kolonialzeit wurden unter widrigsten Bedingungen Gold und andere Edelmetalle gefördert.

In den vielen kleinen Goldgräberdörfern hat sich von der Technik her nur wenig geändert. Laute Dieselaggregate treiben noch lautere Gesteinsmühlen an, die das Gestein zertrümmern welches unter Tage in einem weitverzweigten Stollennetz gefördert wird.

Zur Ausrüstung eines Bergarbeiters zählen Gummistiefel als Schutz gegen das scharfe Gestein und eine mit Fahrradschlauch am Kopf befestigte Taschenlampe. So ausgerüstet verschwinden sie mit Hammer und Meißel in einem senkrecht abfallenden Schacht. Ohne Belüftung und bei großer Hitze arbeiten hunderte Menschen in einem verzweigten Tunnelsystem und kehren mit Erz im Gewebebeutel nach oben zurück.

Erschöpft, dehydriert, mit geschwollenen und geröteten Augen blicken sie uns entgegen. Oben angekommen, wird der Sack weitergereicht – eine kurze Pause in einem Bretterverschlag, dann geht es wieder runter.

Die zahlreichen Gesteinsmühlen durchziehen das ganze Dorf, dazwischen spielende Kinder bei ohrenbetäubendem Lärm! Von der Gesteinsmühle wird das Gesteinsmehl zur Wäscherei gebracht, wo feiner Goldstaub von den Restmineralien getrennt wird. Mit Hilfe von Quecksilber wird der Goldstaub gebunden.

Dieser Arbeitsprozess ist Frauenarbeit. Junge Mütter, schwangere Frauen und Alte arbeiten in ihren Alltagskleidern mit bloßen Händen und ohne Schutz im Quecksilberbad. Kinder laufen dazwischen herum oder werden sogar auch gestillt. Wurden kleine Mengen Gold, weniger als ein Gramm zu einem Kügelchen gebunden, wird dieses weitergereicht und durch Erhitzen von Quecksilber getrennt.

Das Erhitzen geschieht in einem kleinen mit Kohle befeuerten offenen Ofen. Das Quecksilber verdampft und reines Gold bleibt zurück. In diesem Zustand wird das Gold an die Händler weiter gereicht, von hier nimmt es dann seinen Weg nach Nairobi und in die weite Welt.

Die Kenianische Regierung selbst sieht das Gold als den Wohlstandsbringer für Kenia, so wird nichts gegen den Wildwuchs und die katastrophalen Gesundheits-, Sozial- und Umweltschutz-bedingungen unternommen. Aus dem ganzen Land strömen Menschen in die Region. Die HIV Rate vor Ort und auch im ganzen Land wird nachhaltig dadurch beeinflusst. Prostitution, Alkohol- und Drogenmissbrauch nehmen rapide zu und anstatt einen Beruf zu erlernen, wollen Jugendliche schnellen Reichtum. Teilweise herrscht auch unter den einfachen Landarbeitern Arbeitskräftemangel, da sie anstatt eines Hungerlohns ihr schnelles Glück versuchen!

Ich selbst hatte die Gelegenheit eine dieser unzähligen Goldgräbersiedlungen zu besuchen. Dieser Bericht beruht auf Erzählungen Beteiligter und dem was ich selbst gesehen habe. Wir konnten uns frei bewegen, uns hat jeder erzählt was wir wissen wollten, wir durften alles und jeden filmen und fotografieren. Es war ein Exkursionsziel im Rahmen unseres Permakultur-Trainings und mir hat es selbst auch sehr zu denken gegeben, da ja auch jeder einzelne von uns mitverantwortlich ist. Es ist das Gold, das wir als Schmuck tragen oder in welches wir spekulativ investieren, aber auch unser täglicher Konsum mit welchem wir diese Zustände fördern.

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