Permakultur-Praxislehrgang – die optimale Ausbildung für jeden Volontär

Der Traum vieler junger Menschen, auf der Suche nach Abenteuern fernab von Hörsaal und Büro

Viele Junge Menschen möchten gerne die Welt bereisen und neue Länder und Kulturen hautnah erleben. Den besten Kontakt zur Bevölkerung bekommt man nicht in Touristenhochburgen oder am Strand, sondern direkt bei den Menschen zu Hause bei ihren Familien am Land. Es gibt Agenturen, welche Praktikumsplätze in Schulen oder in Öko-Projekten auf aller Welt, zu überteuerten Konditionen anbieten und am Ende kommt nur wenig beim Projekt selbst an.

Wenn man nicht gerade selbst auf eigene Faust Projekte finden will, wo man Erfahrungen sammeln kann, so bieten sie Plattformen wie WWooF oder Workaway an. Seit einigen Jahren nehmen wir bei uns am Österreichischen Waldgarten-Institut Volontäre über WWooF und seit zwei Jahren auch über Workaway.

Wir nehmen gerne auch junggebliebene Menschen mit Erfahrung, die sich einfach gerne mit anderen Menschen austauschen möchten

Wir können uns unter den Volonteuren einer großen Beliebtheit erfreuen, wir haben laufend Anfragen aus aller Welt und versuchen natürlich auch möglichst vielen jungen Menschen eine Chance zu geben, Erfahrungen fürs Leben zu sammeln. Was wir oft merken ist, dass meist gängzlich, handwerkliches Geschick und die Fähigkeit logische Zusammenhänge zu erkennen fehlen. Unser kommender Permakultur-Praxislehrgang im Frühjahr 2020, ist der optimale Einstieg ins Leben, fern von Hörsälen und Labors. Bei uns lernt man Permakultur mit angreifen, richen, schmecken, hören und sehen.

Bei uns lernst du mit dem zu arbeiten was da ist

Bei uns gibt es die „Basics“ zu einem sinnerfülltem Leben:
Wie ziehe ich Jungpflanzen?
Wie mulche ich?
Wie bekomme ich guten Kompost?
Wie kann ich Pilze selber ziehen?
Wie kann ich mir eine einfache Komposttoilette bauen?
Was kann ich aus der Wiese essen?
Wie kann ich mir selbst mein Brot backen?
Wie lege ich einen Waldgarten an?
Wie gewinne ich mein Saatgut selbst?
Wie kann ich Früchte haltbar machen?
Wie kann ich Hühner selber halten?
Noch mehr Fragen? Wir werden versuchen, sie gemeinsam mit dir zu lösen!

Alles Gärtnert

Alles was du brauchst, um dir dein sinnerfülltes Leben zu schaffen, sind 1 Vision und 2 Hände!

Praxislehrgang in 5 Modulen an.

Jedes Modul beginnt Freitag um 9.00 Uhr und endet am Sonntag um 16.00 Uhr

  1. Modul – 28. Feber bis 1. März 2020
  2. Modul – 20. bis 22. März 2020
  3. Modul – 3. bis 5. April 2020
  4. Modul – 24. bis 26. April 2020
  5. Modul – 8. bis 10. Mai 2020
Baum und Gras konkurieren immer um Nährstoffe, so ist es gut das Gras im Wachstum etwas einzuschränken

Baum und Gras konkurieren immer um Nährstoffe, so ist es gut das Gras im Wachstum etwas einzuschränken

Veranstalter: Österreichisches Waldgarten-Institut, Stadlhof 47, A-4600 Wels
Kursbeitrag: Privatpersonen € 1.250,-

Kursbeitrag für Mitarbeiter von Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Förderungsempfänger, AMS-Maßnahmen udgl. € 1.700,-

Der Kursbeitrag ist bei Anmeldung zu begleichen. Anmeldung mit Foto, aktueller Postanschrift, Lebenslauf und Motivationsschreiben per email

Wir freuen uns auf euch und eine gemeinsame, erfahrungsreiche Zeit!

Sieglinde Gruber, Ernährungsberaterin, Lebens- und Sozialberaterin und Permakultur Praktikerin

Bernhard Gruber, Lebensmitteltechnologe, Bodenpraktiker und Permakutur Aktivist

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Flutkathastrophe bei Projektpartnern in Kenia

So ist uns der Fluss bei Armani Bridge bekannt, er kann aber zu einem reissenden Strom werden, der alles mit sich reisst!

Gerade aktuel wird Kenia von großen Flutkathastrophen heimgesucht. Stark überweidete und erodierte Böden können einfach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Die Wassermassen in einem sonst von Dürre heimgesuchten Landstrich, reissen gerade alles mit sich. Neben zahlreichen Opfern, werden auch Lebensräume auf lange Zeit hin zerstört. Wir hatten in den letzten Jahren die Möglichkeit, das Projekt Armani Bridge der Katholischen Kirche von Sori am Victoria See in Kenia, mehrfach zu besuchen und sahen auch die wunderbaren Fortschritte über die Jahre. Doch jetzt ist die Existenz durch die äußeren Umwelteinflüsse massiv bedroht. Ziel von Armani Bridge ist es mehren Familien ein Geldeinkommen mit dem Verkauf von Forstpflanzen, zur Wiederaufforstung des Südens von Kenia, zu geben.

Der sonst tiefliegende Fluss tritt über seine Ufer hinaus und reisst mit was er erwischt

Das zeigt uns, dass auch wenn wir unseren Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil leisten, wir Permakultur in einem größeren Kontext sehen und umsetzen müssen! Wir müssen über unsere Grundstücksgrenze hinausdenken, denn wenn wir nicht darüber hinausdenken und uns vielleicht sogar abschotten, so wird uns das immer einholen, was draussen geschieht und auch uns und unser Tun bedrohen und vielleicht sogar zerstören!

Die Reste einer wunderbaren Baumschule

Wir müssen zu einer 0-Tolleranz gegenüber umwelstzerstörerischen Aktivitäten übergehen! Boden muss entsiegelt werden. Wir müssen Flächen begrünen und in Mischkulturen Aufforsten, der Natur wieder ihren Platz zugestehen, Landflächen kleinräumig strukturieren, Humusaufbau betreiben, auf die ganze Agrochemiepalette und schwere Maschinen verzichten!

Um den Menschen von Ostafrika ein praktisches Werkzeug wie die Permakultur in die Hand zu geben, haben wir das Buch „Kitabu cha Permaculture“ geschrieben. Wir kennen auch bei uns diese Flutkathastrophen und sie werden sich auch in den nächsten Jahren mehren, so ist es jetzt wichtig, dass wir uns jetzt mit Alternativen beschäftigen. Im Frühjahr 2020 werden wir in Wels wieder einen sehr praxisnahem Permakultur-Selbstversorger-Lehrgang abhalten. Wir starten zeitig im Frühjahr und werden von der Pilzzucht im Hausgarten, über Waldgärten anlegen, bis hin zu Gemüseanbau, Brotbackofenbau und Brotbacken und vieles mehr durchnehmen. Anmeldung ist gerne möglich.

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Mit Permakultur Praxislehrgang starten wir ins Frühjahr 2020

Mit einem sehr praktischen Permakultur Lehrgang starten wir in das neue Jahr 2020 und bieten so Permakultur Interessenten einen sehr guten Einstieg in ein selbstbestimmtes Leben in Fülle. Folgendes Kurzvideo zeigt unseren 30 Jahre alten Essbaren Waldgarten in seinem Winterkleid.

Hier finden Sie alle Details zum Permakultur Praxislehrgang

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Friday for future versus Freitag fürs Futter

Die wahren Veränderungen geschehen am Gartenzaun im Gespräch mit dem Nachbarn

Seit Monaten gibt es europaweit Freitags die Demonstrationen der Schüler für ihre Zukunft. Über Jahrzehnte hin wurde unser einzigartiger Planet ausgebeutet, als könnten wir auf Erde 2.0 übersiedeln. Auch wenn es seit geraumer Zeit unbemannte Marsmissionen gibt, so wird in absehbarer Zukunft kein Ersatzplanet gefunden sein. Was ist der der Plan B der Politiker, der Wirtschaftstreiben, der Banken, …?

Wie ein Zitat sagt, die Zukunft ist nicht die lineare Fortsetzung der Gegenwart

Die Schüler und Jugendlichen gehen auf die Straßen, die Politiker zeigen sich den Schülern gegenüber verständlich, doch nichts passiert, es werden weiterhin Supermärkte mit riesigen Parkplätzen und Wirtschaftsparks errichtet. Gerade Österreich ist Weltmeister im Flächen versiegeln, doch wir müssten das Gegenteil tun! Wir müssten Parkplätze aufreißen, Gemüsebeete anlegen und Bäume pflanzen! Der Handel sagt, dass der Kunde bestimmt was in das Geschäft kommt, doch das ist Śchwachsinn. Nahezu kein Konsument weiss mehr was wann und wo wächst.

Wir können unsere Zukunft mitbestimmen, wenn wir unser Gemüse selbst anbauen und zur Konsumverweigerung übergehen

Es ist an der Zeit die positive Energie der Freitagsdemonstrationen für eine Transformation der Gesellschaft von einer konsumorientierten, hin zu einer lebensbejahenden zu nutzen. Lebensbejahend bedeutet, die Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen, Lebensmittel selbst anzupflanzen, Saatgut zu tauschen, den Fleisch- und Milchproduktekonsum drastisch zu reduzieren, sich an solidarischen Landwirtschaften und Foodcoops zu beteiligen. Unser Konsum ist unser einzig wahres demokratisches Mittel um eine positive Wende herbei zu führen.

Wir müssen wieder die Hände in die Erde bekommen

Wir brauchen keine Experten, keine Statistiker, keine Politiker, um einen Gemüsegarten anzulegen, braucht man 1 Vision und 2 Hände!

 

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5. Dezember ist Krampustag – Die kleine Permakultur-Fibel schenken!

Eine ausführliche Beschreibung mit zahlreichen Fotos ist im Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ zu finden

Liebe Permakultur-Freunde, am 5. Dezember ist Krampustag, wer noch kein passendes Geschenk hat, schenkt am besten „Die kleine Permakultur-Fibel„! In unserer Zeit gibt es nichts subversiveres, als Gemüse selbst anzubauen, denn das entzieht unser Tun der staatlichen Kontrolle und vorallem dem Konsumwahnsinn!

Je nach Entfernung zum Haus kann im Terrassengarten auch intensieves einjähries Gemüse zu finden sein

einjähries Gemüse

Auf die Straßen gehen und Demonstrieren ist wichtig, doch wer A sagt, muss auch B sagen und das bedeutet dass wir unseren Konsum total überdenken müssen! Alles was wir selbst anbauen muss nicht transportiert, mehrfach gereinigt, verpackt udgl. werden. Es wird auch niemand zu einem Ausbeuterlohn bezahlt. Auf der anderen Seite ermöglicht uns eine Konsumverweigerung und teilweise Selbstversorgung, dass wir weniger Zeit damit verbringen müssen, um Geld zu erwirtschaften!

Bernhard Gruber gemeinsam mit seinem Schüler Steven

Der Schlüssel zu allem Leid und allen Ungerechtigkeiten ist, wie wir uns ernähren und wo wir einkaufen. Dabei möchte ich aber auch festhalten, dass Regional NICHT das neue Bio ist! Die Ideen der Permakultur helfen uns FREI zu werden und unseren Geist entwickeln zu lassen! Die kleine Permakultur-Fibel ist nicht im regulären Buchhandel zu finden, ihr bekommt sie direkt bei mir, gerne auf Anfrage mit einer persönlichen Widmung!

Ich möchte euch schon an dieser Stelle einen fröhlichen, subversiven Krampustag wünschen!

Eurer

Bernhard Gruber

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Wir graben uns einen neuen Brunnen

Die Humusschicht ist ausgehoben und im Garten verteilt

Bei unserer alten Hofstelle, dem Weberhäusls oder auch Häusl auf der Welser Heide ist ein Brunnen dabei, welcher mindestens so alt ist wie das Haus selbst, wenn nicht älter. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Wasserader, welche diesen Brunnen anspeiste ihre Position verändert und ist jetzt 2 Meter südwestlich des alten Brunnen zu finden. Das hat wiederum zur Folge, dass nach den sehr trockenen Sommern, der alte Brunnen nicht mehr ausreichend Wasser führt und wir gezwungen waren, uns etwas zu überlegen.

Die Schalung aus Holz ist in der Grube versenkt

Doch das ganze gestaltete sich nicht sehr einfach, unsere Nachbarn verfügen meist über einen Tiefbrunnen, welche gebohrt sind und bis aus Tiefen von über 70 Metern Wasser fördern. Die städtische Wasserversorgung ist zu weit weg, wir bekamen aber ein unverschämtes Angebot. Der ortsansässige Brunnenbauer hielt uns zwar einen sehr interessanten Vortrag über die Geologie der Welser Heide, zeigte aber nicht wirklich Interesse am Bau eines Brunnen, da er auch für die Stadt die Ortswasserleitung errichtet. Auf Grund der Trockenheit im Vergangenen Sommer hatten die Brunnenbauer Hochsaison und irgendwie fehlte mir der richtige Rat ohne Hintergedanken.

Der erste Brunnenring ist Betoniert

Auch fehlte mir eine Entscheidung zwischen einem gebohrten Tiefbrunnen und einem Brunnen der lebendiges Wasser aus den oberen Schichten führt. Nachdem sich der ortsansäßige Brunnenbauer sehr abwertend über die Radiästhesie äußerte und das mehr oder weniger als Scharlatanerie bezeichnete, wollte ich es wissen! Ich erinnert mich eines Freundes, welcher mir schon einmal einen Platz mit der Wünschelrute ausfindig gemacht hatte und da mir dieser Freund nichts verkaufen wollte, zog ich seinen Rat hinzu. Er fand mehrere mögliche Plätze für einen Brunnen. Zur Auswahl stand unter anderem ein Tiefbrunnen mit 6.000 Liter Wasser in der Stunde und ein normaler 2.500 Liter Wasser in der Stunde. Da ich weder vor hatte, eine Wäscherei zu gründen oder Wasser in Flaschen abzufüllen, war ich sogleich von der 2.500 Liter Variante des Brunnens begeistert.

Thema in der Permakultur ist, sich neuen Technologien nicht zu verschließen, doch alte, einfache Technologien nicht zu vergessen!

Die ersten Schichten des sogenannten C-Horizontes schienen schier unüberwindbar

In der Jahresplanung für 2019 wollte ich unser Forschungsprojekt zur Errichtung eines neuen Hausbrunnens im Eigenbau, im Österreichischen Waldgarten-Institut nach der Hochsaison und den wichtigsten Terminen unterbringen und mit dem Graben beginnen. Ich wollte auch noch warten, bis sich geeignete Volontäre zum Brunnenbauprojekt eingefunden haben. Im September war es dann endlich soweit. Wir begannen mit den Grabearbeiten. Nach dem die Humusschicht abgestochen war, gestaltete sich die folgende Schicht äußerst schwierig und wir mussten eine Spitzhacke verwenden, um diese Schicht überwinden zu können.

Wer einen Brunnen selber gräbt, lernt seinen Boden dann so richtig kennen und ist mit ihm dann Du auf Du!

Alter Beton wird zerkleinert, ausgesiebt und wieder verarbeitet

Nach dem wir das erste Maß erreicht hatten, konnten wir die Brunnenschalung einsetzten, in die Waage bringen und den Zwischenraum von Schalung und Erdreich ausbetonieren. Wir mussten für unser Forschungsprojekt lediglich Zement kaufen, es war ja noch genügend alter Beton vorhanden, welchen wir zerstampften und aussiebten. Nach den ersten 4 betonierten Ringen, setzte sich das Erdreich mehr und mehr aus reinem Schotter zusammen, so viel das Graben leichter und wir konnten aus dem Schotter den Sand heraussieben, welchen wir später wieder für unseren Beton verwendeten.

Zweckentfremdetes Werkzeug: Ein Zimmermannshammer

Das beengte Arbeiten war natürlich eine Herausforderung und gestaltete sich anfangs etwas schwierig, doch man gewöhnte sich daran. Am einfachsten geht es knieend auf einer alten Sitzauflage. Als bestes Grabewerkzeug kristallisierte sich ein Zimmermannshammer mit einer Spitze heraus. Das aufgelockerte Material wurde mit einer Maurerkelle in einen Eimer verfrachtet. Waren 4 Eimer befüllt wurden sie über Etage nach oben gefördert. Später verwendeten wir auch einen Flaschenzug. Beim Hochziehen ist es ratsam eine Zwischenetage aus Brettern einzuziehen unter welche man sich mit Bauhelm geschützt verbirgt.

Der Brunnenschacht im Schnitt

Auf einen Meter Höhe betoniert man 3 Brunnenringe, ich habe etwas gesparrt und bin anstatt der 33 cm auf 40 cm gegangen. Durch die konische Form der betonierten Ringe bekommt man Trittstufen auf welchem man nach oben oder unten steigt. Die Schalung habe ich mit einer LKW Plane verkleidet, früher hat man sie angeblich mit Altöl getränkt, damit sie nicht am Beton haften bleibt. Im Zusammenhang mit Trinkwasser wäre ich nicht auf die Idee gekommen, Altöl zu verwenden. Zwischen die vier Schalungselemente schraubt man Abstandbretter mit ein, damit die Schalung einfach gelockert  und 33 cm tiefer wieder eingesetzt werden kann.

Ring für Ring wandert der Brunnenschacht nach unten.

Unter unseren Bodenverhältnissen habe ich an einem Vormittag die Tiefe von 40 cm gegraben, am Nachmittag wurde die Schalung nach unten versetzt und im Anschluss der Brunnenring betoniert. Wir haben immer im Mischverhältnis 1:4 betoniert. 1 Schaufel Zement mit 4 Schaufeln Sand zuerst trocken in einer Scheibtruhe (Schubkarre) gemischt, dann noch einmal 1 Schaufel Zement und 4 Schaufeln Sand dazu gegeben und wieder alles gut mit einem Heindl (Feldhaue) durchmischt. Erst dann wurde Wasser dazu gegeben und wieder gut Durchmischt. Der Mörtel wurde in Kübeln (Eimern) nach unten gelassen und sogleich in den freien Spalt gegossen. Einstweilen der nächste Mörtel bereitet wurde, habe ich mit einer Eisenstange im Mörtel gestochert, um in gut zu verdichten und Hohlräume zu vermeiden. Ich habe dem Mörtel immer eine Mindestaushärtezeit von eineinhalb Tagen gewährt. Ansonsten kann es passieren, dass der Neue Ring beschädigt wird und keine sicheren Trittstufen zurück bleiben.

Eines ist sicher, Brunnen graben ist nichts für schwache Nerven!

Beim ganzen Prozeß war mir wichtig mit Bedacht zu arbeiten, jeder Tritt sollte sitzen und kein Eimer sollte mir entgleiten. Wenn ich merkte, dass mein Körper zu sehr beansprucht war, dann ließ ich die Arbeit auch bleiben. Ideal ist diese Arbeit zum Hörbuch hören. Weiters war mir auch wichtig mit möglichst einfachen Ressourcen und unter möglichst primitiven Bedingungen dieses Forschungsprojekt unseres Vereines, des Österreichischen Waldgarten-Instituts durchzuführen. Ich komme immer wieder in Gegenden auf unserem schönen Planeten, wo man mit dem Arbeiten muss, was vor Ort ist!

So können wir diese uns selbst angeeignete Technik bei unseren Projekteinsätzen und Permakultur Lehrgängen unseren Schülern wieder weitergeben.

Nahezu genau auf 4 Meter, ich konnte es kaum glauben, bin ich auf Wasser gestoßen. Ab gut 3,5 Meter wir der Schotter schon etwas naß, doch in dieser Tiefe sammelte sich dann auch gleich Wasser, wenn ich einen Stein aus seinem Bett nahm. Ab dieser Tiefe gestaltete sich die Weiterarbeit nicht mehr so einfach. Ich versuchte zuerst Wasser in Eimern hochzugeben, doch strömte das Wasser wieder sehr schnell nach. Eine einfache elektrische Gartenpumpe war auch mit der bentigten Pumpleistung schnell überfordert. So musste ich im Trüben fischen! Ich wühlte mit meinem Zimmermannshammer den Untergrund auf und Schöpfte mit einem alten Nudelsieb das Abraummaterial in einen Kübel mit einem Loch. So konnte noch zusätzlich Wasser entweichen und machte das Transportmittel nicht noch schwerer.

In einer etwas mühseling Arbeit schaffte ich noch die 30 cm Wassertiefe, was sich mit meinen Gummistiefeln gut ausging, um das mobile Hauswasserwerk als Übergangslösung einsetzen zu können. Mehr zu unseren verschiedenen Forschungsprojekten und Aktivitäten unter www.waldgarteninstitut.at

Hier noch ein kurzes Video aus dem Brunnen, den ich auch liebevoll als mein Loch in welches ich mich zurück ziehe bezeichne!

 

 

 

 

 

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Im Permakultur Garten alles für den Winter eingepackt

Gartenbeet

Ohne umzugraben kann auch Wiesenfläche mit einer dicken Mulchschicht über den Winter in ein Gartenbeet verwandelt werden

Da Gartenboden immer bedeckt sein will und nie offen der Witterung, ob Sonne oder Regen, ausgesetzt sein soll, ist es wichtig, ihn spätestens nach der Ernte gut abzudecken. Im Boden leben unsere wichtigsten Helfer, neben den Würmern, die Mikroorganismen und die wollen auch über den Winter ausreichend versorgt sein!

Gartenbeete auf Hügeln

Auch Gartenbeete, wie diese Hügelkultur mit verschiedenem ausdauerndem Gemüse und Salaten, kann jetzt noch gut gemulcht werden

Sehr gut eignet sich altes Heu, das man oft gegen Selbstabholung bekommt. Schön locker, leicht wird das organische Material am Gartenboden oder auch auf Hügelbeeten, Kraterbeeten und Hochbeeten ausgebreitet. Durch diesen Luftpolster wird die Energie der letzten Sonnentage im Boden gespeichert und die Mikroorganismen werken ungestört weiter und lassen sich ihr Festmahl schmecken.

Alle im Winter nicht benötigten Gartenbeete werden noch einmal gut eingegossen und dann dick abgemulcht

Bei staunassem Boden kann man die stark reduzierte Mulchschicht im Frühjahr abrechen und auf den Kompost oder in die Wurmfarm geben, dann ein paar Tage erwärmen lassen und wieder gut Mulchen. Viele Permakultur-Praktiker decken das alte Mulchmaterial einfach mit neuem ab und pflanzen direkt ein. Je nach dem, ob man direkt einsät, kann man den Mulch entfernen, oder ob vorgezogene Pflanzen anpflanzt werden, kommen die Setzlinge direkt in frisch gemulchte Beet.

Unser gemulchter Folientunnel

Es lohnt sich aber, immer wieder eigene Erfahrungen zu machen und neues auszuprobieren! Unsere Erfahrungen geben wir auch beim nächsten Permakultur-Praxislehrgang im zeitigen Frühjahr weiter. Besuchen kannst du uns zu einem mindestens einwöchigem Praktikum oder zum Waldgarten-Festival, unserem Tag der offenen Tür.

 

Hier noch einmal ein rascher Durchlauf durch unseren Permakultur-Garten

 

 

 

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Mit Asia Gemüse über den Winter im Permakultur Garten

Wir arbeiten zwar gerade an einem Agroforst in Streifenkultur beziehungsweise an einem Syntropic Agroforst, in welchem wir in Zukunft unser Lagergemüse anbauen möchten, doch versuchen wir auch mit Frischgemüse über den Winter zu kommen. Hierfür eignen sich besonders gut Asia Gemüse und Salate! Im Video unten ein kurzer Einblick in unser Gewächshaus.

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Vertical Gardening im Permakultur Garten

Skizze für einen Vertikalen Garten, einen sogenannten Salatbaum

Als 2004 der Permakultur-Funke von meinem Vater auf mich übersprang, versuchte ich mich auch im Vertical-Gardening, denn damals war meine Experimentierfläche noch gering. Ich baute in Folge die Idee eines vertikalen Garten in einem Kanalrohr etwas aus. Gemeinsam mit Biogärtner Matthias Weber, damaliger Pächter der Demeter-Gemüsegärtnerei am Leisenhof, bauten wir hoch über den Dächern von Linz, inmitten des Linzer Speckgürtels, die ersten vertikalen Gärten. Wir bepflanzten 4 Salatbäume mit verschiedenen Salaten, Gemüse und Kräutern. Erstmalig präsentierten wir dann am Großen Fest der Natur 2009, im Linzer Volksgarten unsere sehr erfolgsversprechenden Versuche und ernteten herbe Kritik.

Vertikaler Garten im Rahmen eines Schulprojektes in der Gartenbaufachschule von Langenlois

Wir ließen aber nicht ab von der Idee und waren dann im Jahr 2010 im Rahmen des Ars Electronica Festivals eingeladen im Rahmen von NANK – Neue Arbeit – Neue Kultur in der Tabakfabrik Linz, auf einer über 20 Meter hohen Fassade eine Fassadenberünung zu installieren, was aber sehr schnell an den finanziellen Mitteln und den Denkmalschutzauflagen scheiterte, so beschlossen wir mit bepflanzten Einkaufswägen einfach unseren möglichen zukünftigen Konsum zu thematisieren – Wie füllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunf?

Aus Kübeln und Petflaschen wird ein einfacher vertikaler Garten in El Salvador gebaut

In den folgenden Jahren hatte ich immer wieder mal die Gelegenheit Vertikale Gärten in verschiedenen Projekten oder auch in Permakultur-Trainings rund um den Globus zu präsentieren. Seit 2010 bin ich aber auch sehr stark mit dem Thema Waldgarten verflochten, welcher auch ein dreidimensionaler, vertikaler Garten in Dauerkultur ist. Der Vorteil hierbei ist nochdazu, die direkte Verbindung zum Boden!

Eine genaue Bauanleitung ist auch in meinem Buch, Die kleine Permakultur-Fibel zu finden.

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Unterwegs im Chiemgau mit Permakultur AktivistIn Karin Frank

Im Sommer 2009 besuchte Karin Frank aus Bernau am Chiemsee bei uns in Wels, den 72h Permakultur-Designzertifikatskurs. Seither ist ihre große Vision, die Umgestaltung der Welt zum Garten.

Sie ist nicht nur eine Visionärin, sondern auch voller Tatendrang und realisierte in den letzten Jahren unzählige Projekte. Ihre Spezialität sind Hügebeete, je mehr, desto besser! Sie legt nicht nur selbst Hand an, sondern ist auch Impulsgeber und Motivator, über die Region Chiemgau hinaus.

Wenn ich in die Gegend komme, besuche ich Karin Frank und ihren Mitstreiter Erwin Kiefer immer wieder gerne und tausche mich mit ihnen aus, so auch dieses Mal, Anfang November 2019. Wir waren wieder voll begeistert von dem was wir sahen!

Wie unermüdlich Karin Frank am Werk ist, seht ihr in den drei kurzen Videos,

Der Gemeinschaftsgarten in Piesenhausen / Marquatstein

Der persönliche Selbstversorgergarten von Karin Frank

Gemeinschaftsgarten an der Autobahn

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