Stundenplan für Permakultur-Kurs 2015 ausgearbeitet

Stundenplan für Permakultur-Designkurs 2015 ausgearbeitet
Module mit praxisgerechtem Lernen

Modul 01 17. bis 19. Februar 2014: Einführung, Bereiche und Geschichte der Permakultur, Ethik der Permakultur, Konzepte im Permakultur-Design Modul 02 17. bis 19. März 2014: Methoden, Muster und Klimafaktoren im Permakultur-Design, Bäume und ihre Funktion Modul 03 14. bis 16. April 2014: Wasser im Permakultur-Design, Aquakultur, Boden und Bodenverbesserung, Erdbewegung und Erdarbeiten, Anlegen von Dämmen und Swales Modul 04 12. bis 14. Mai 2014: Kaltes Klima, Tropen, Trockene Gebiete Modul 05 23. bis 25. Juni 2014: Strategien für alternative Nationen, Projektplanung und Projektpräsentation

Permakultur-Designkurs in Modulen

Wie bereits angekündigt, werde ich ab April, meine Reihe an Permakultur-Designkurs in Modulen fortsetzen. Der Modulkurs bietet den Vorteil, dass Erlerntes sozusagen setzen kann. Es bleibt Zeit zwischen den Modulen, selbst tiefer in die jeweiligen Themenbereiche vorzudringen. Eine durchgehender Zweiwochenkurs, Kursteilnehmer an physische und psychische Grenzen bringen.

Es war seit längerer Zeit, auch der Wunsch einiger Interessierter, nach einem Modulkurs, da meist die Ferienzeit für einige nicht möglich ist. Vor allem für LandwirtInnen war der Sommerkurs unvorteilhaft. Der klare Vorteil eines Modulkurses ist, dass es immer wieder ausreichend Pausen zwischen den Blöcken gibt, in denen man selbst sein Wissen vertiefen kann, gelerntes gleich umsetzt, oder einfach nur etwas Abstand gewinnen kann.

Kurse in fernen Ländern lehren auch mich immer wieder Kreativität und Flexibilität

Kurse in fernen Ländern lehren auch mich immer wieder Kreativität und Flexibilität

Der 72h Permakultur-Designkurs nach dem Curriculum von Bill Mollison, ist ursprünglich als reiner, frontaler Hörsaalkurs für Universitäten ausgerichtet worden. Seit ich Permakultur-Kurse organisiere und auch unterrichte, versuche ich den Weg der Mitte zu gehen, die Grundlagen der Permakultur, unterstützt mit vielen praktischen Übungen. Für den einen oder anderen kann es das erste mal sein, mit einer Sense zu mähen, Bäume oder Sträucher zu pflanzen, oder einen Plan zu zeichnen. Das Wichtigste ist das Tun selbst, in Gemeinschaft viele kleine Erfolge feiern dürfen.

Auch für den Vortragenden gibt es immer wieder neue Herausforderungen, es sind immer wieder andere Ort und neue Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Bedürfnissen. Sehr lehrreich waren für mich Permakultur-Kurse in Tansania und Sri Lanka. Permakultur soll uns auch Kreativität und Improvisation lehren. Ein Stück weit kann man auch Permakultur als Überlebenskonzept sehen.

Konzeptionelle Gruppenarbeit von Tansanischen Kursteilnehmern kreaiv umgesetzt

Konzeptionelle Gruppenarbeit von Tansanischen Kursteilnehmern kreaiv umgesetzt

Gezielt reduziere ich bei bevorstehendem Modulkurs, die technische Unterstützung durch den Laptop. Um so mehr werden wir mit Farbstift, Wasserfarben, Papier und Redestab arbeiten. Ähnlich einem Camp, werden wir uns am Anfang Gedanken über unsere Abfälle machen und zu diesem Zweck, eine Kübeltoilette errichten. Diese Trockentoilette wird mit Holzkohle betrieben. Dazu müssen wir aber erst Holzkohle herstellen. Produkt ist wiederum Terra Preta, welche wir im Laufe der Module für Obstbäume und Beerensträucher verwenden werden.

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Praktische Themen werden unter anderem Obstbaum-Lebensgemeinschaften, Mulchen im Waldgarten und Bauen mit Abfällen sein. Zum Abschluss des Permakultur-Designkurs, soll jeder Teilnehmer sein eigenes, geplantes Projekt präsentieren.

Einen genauen Stundenplan versende ich gerne per email

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Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert

Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert

Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Zeitig im Frühjahr eröffnete Bernhard Gruber die Gartensaison mit einem Terra Preta Workshop in seinem Permakultur-Garten in Eggendorf im Taunkreis. Terra Preta ist ein von Menschenhand geschaffener, auf lange Zeit fruchtbarer Schwarzerdeboden.

Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen

Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen

Terra Preta Interessierte reisten aus ganz Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland an, um sich über dieses Thema fortzubilden und sich mit anderen auszutauschen. Das schwarze Gold vom Amozonas ist nicht nur für tropische Böden geeignet, auch für unsere Gemüsegärten und die Landwirtschaft bietet Terra Preta zahlreiche Vorteile. Terra Preta begünstigt das Milieu im Boden für aerobe Mikroorganismen und Lebewesen wie Regenwurm & Co. Mehr Bodenleben schafft eine bessere Belüftung des Bodens und eine höhere Aufnahmefähigkeit von Niederschlag. Terra Preta Böden verhindert Nährstoffeintrag in unser Grundwasser und ermöglichen höhere Erträge.

Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden

Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden

Terra Preta kann selbst mit feiner Holzkohle hergestellt werde. Holzkohle bietet Platz für zahlreiche Mikroorganismen, welche wiederum Nährstoffe und Wasser an sich binden. Im Kompost zum Beispiel wird Holzkohle zum hochwertigen Langzeitspeicher. Holzkohle kann auch in der Tierhaltung eingesetzt werden und zur hochwertigen Terra Preta verwandelt werden. Holzkohle wirkt sich nicht zuletzt auch positiv auf die Tiergesundheit aus. Bei der Herstellung und Anwendung von Terra Preta ist es wichtig, mit kleinen Versuchen im Garten oder im Stall zu beginnen.

Mit weiteren Workshops wie zum Beispiel einem Permakultur-Kurs in 5 Modulen führt Bernhard Gruber durchs Frühjahr 2015 bis hin zum Brotbackofen-Bauworkshop im Juli. Sein Wissen gibt Bernhard Gruber auch gerne in seinem Buch “Die kleine Permakultur-Fibel” weiter.

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Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Die Schwarzerde des Amazonas, oder auch Terra Preta, ist ein von Menschen gemachter fruchtbarer Boden. Hohe Niederschläge haben über Jahrtausende zur Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden geführt. Die ganze Fruchtbarkeit steckt in den Bäumen der tropischen Regenwälder, entfernt man diese sind die Böden nur kurze Zeit mit Feldfrüchten bewirtschaftbar.

So haben sich vor mehreren tausend Jahren die Bewohner des Amazonas das hohe Speichervermögen von Holzkohle zu Nutze gemacht. Im 16. Jahrhundert wurde von Städten über 100.000 Einwohner berichtet, doch dürften von Konquistatoren eingeschleppte Krankheiten zur Ausrottung dieser Menschen beigetragen haben. Der Urwald holte sich die Flächen zurück und die Berichte gerieten in Vergessenheit, bis Untersuchungen der Böden im 19. Jahrhundert und Forschungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden.

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Es wurden Flächen in der Größe von ein paar Hektar bis hunderten Hektar festgestellt, bei denen der Anteil des pyrogenen Kohlenstoffes bei 10 bis 40% liegt. Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben. Der Holzkohlestaub wurde zugegeben, um unangenehmen Geruch in der tropischen Hitze zu binden.

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Die große poröse Oberfläche von fein gemahlenem Holzkohlenstaub ermöglicht das Ansiedeln von Pilzen und Mikroorganismen und so auch die Bindung von Nährstoffen und Feuchtigkeit. Durch Pyrolyse wird Holz verkohlt und so schwer mikrobiell abbaubar, was dazu führte, dass solche Böden teilweise meterhoch aufgebaut wurden und noch immer fruchtbar sind. So konnte bei zunehmender Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zulegen und mehrere Millionen Menschen ernährt werden.

Holzkohlenstaub ist vielseitig einsetzbar, bei der Kompostierung von organischen Abfällen oder in der Landwirtschaft, als Zusatz zur Einstreu im Kuhstall, in der Güllegrube, in Komposttoiletten und vielen weiteren Anwendungen. Mittlerweile wird auch Terra-Preta industriell hergestellt, um in Zukunft mehr CO2 im Boden speichern zu können.

Ist der Terrassengarten weiter weg vom Haus und komme ich nur jeden zweiten Tag oder seltener hin, beschänkt ich mich auf extensives Gemüse

Terra Preta wird ideal im Gemüsegarten, Waldgarten oder auch in der Landwirtschaft eingesetzt

Terra Preta bedeutet sehr gute Wasser- und Nährstoffaufnahme und Speicherung. Es wird ein ideales Milieu für Makro- und aerobe Mikroorganismen geschaffen infolge kommt es zu einer besseren Bodendurchlüftung. Terra Preta schützt unser Grundwasser vor Nährstoff- und Toxineintrag und schützt das Klima durch Reduzierung von Methan- und Lachgasemissionen. Nicht zuletzt wird der Humusaufbau gefördert und die Erträge im Garten und am Feld erhöht.

Bernhard Gruber, Permakultur-Berater beschäftigt sich seit einigen Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta. Am 27. Februar veranstaltet er einen Workshop zum Thema Terra Preta in seinem Waldgarten in Eggendorf im Traunkreis. Weitere Infos dazu.

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28.2. Treffen: Info-Treffen zum Welser Stadtrandgarten

Kräuter können überall zu finden sein - auf Individualflächen und auch auf Gemeinschaftsflächen

Kräuter können überall zu finden sein – auf Individualflächen und auch auf Gemeinschaftsflächen

Info-Treffen zum Welser Stadtrandgarten

Am 28.2. um 14.00 Uhr gibt es beim Welberhäusl, Stadlhof 2, in 4600 Wels, das 2. Treffen zum Welser Stadtrandgarten. Alle Teilnehmer sollten eine Vorstellung haben, wie groß die Fläche sein soll, die sie bearbeiten wollen.

Angestrebt wird ein großer gemeinsamer Gemüsegarten ohne Agrochemie, wobei jeder sein eigenes Beet je nach Größenbedarf hat. Bezahlt wird pro m², eine ganzjährige Nutzung ist möglich.

Anmeldung ist erforderlich: bernhard.gruber2[et]gmx.net

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Vortrag: Terra-Preta im Permakultur-Garten

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Vortrag: Terra-Preta im Permakultur-Garten

bellaflora Leonding:
16.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Braunau:
17.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Steyr:
18.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Mauthausen:
23.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr
bellaflora Liezen: 24.2.2015 – von 16.00 bis 17.30 Uhr

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil.

Ein wichtiger Aspekt der Permakultur ist der Bodenaufbau, hilfreich dabei ist Terra Preta, auch bekannt als Schwarzerde. Terra Preta ist eine hochfruchtbare Erde welche unter anderem das Bodenleben unterstützt und so zu einer ertragreicheren Ernte verhilft.

Bernhard Gruber gibt einen Einblick in die Permakultur und die richtige Anwendung von Terra Preta im eigenen Gemüsegarten oder Hochbeet.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung für alle Veranstaltungen:
www.bellaflora.at/veranstaltungen

Einen Praxisworkshop gibt es am 27.2. – Einfach selbst Terra Preta herstellen

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14.2. Treffen: Permakultur Wintergespräch in Wels

Ein Gemeinschaftsgarten ist für Jung und Alt

Ein Gemeinschaftsgarten ist für Jung und Alt

Permakultur Wintergespräch in Wels
Info-Nachmittag Welser Stadtrand-Garten
14.2.2015 – 14.00 bis 18.00 Uhr
Permakultur-Projekt Weberhäusl
Stadlhof 2, A-4600 Wels

Im Rahmen der Permakultur-Wintergespräche des Vereins Perma-Norikum, lädt Bernhard Gruber zu einem Informationsnachmittag über den geplanten Gemeinschaftsgarten Stadtrand-Garten Wels, ins Weberhäusl ein. Gemeinschaftsgarten-Interessierte und Akteure aus der Gemeinschaftsgarten-Scene haben die Gelegenheit sich auszutauschen.

Im Rahmen des Permakultur-Wintergesprächs wird das Gemeinschaftsgarten-Projekt vorgestellt

Im Rahmen des Permakultur-Wintergesprächs wird das Gemeinschaftsgarten-Projekt vorgestellt

Zeitplan: 14.00 bis 15.00 Uhr Begrüßung und Vorstellrunde 15.00 bis 16.00 Uhr Besichtigung des Geländes 16.00 bis 17.00 Uhr Ideensammlung
18.00 bis … Uhr gemütlicher Ausklang bei mitgebrachten Speisen, Schmökern in der Vereinsbibliothek, Vernetzung, Informationen zum geplanten Permakultur-Designkurs, Saatguttausch, …

Permakultur-Wintergespräch im Weberhäusl

Permakultur-Wintergespräch im Weberhäusl

Teilnahme ist kostenlos, verbindliche Anmeldung ist erforderlich!

Einladung zum Ausdrucken

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Nach 4 Jahren Pause wieder Permakultur-Kurs in Wels

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

Nach 4 Jahren Pause wieder Permakultur-Kurs in Wels

In den frühen 1990er Jahren begann Hans Hermann Gruber einen Teil der seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Kleinstlandwirtschaft „Weberhäusl“, nach den Prinzipien der Permakultur zu gestalten. Der kleine Bauernhof am Stadtrand von Wels wurde zum biologischen Kleinod in der Agrarindustriewüste der ehemaligen Welser Heide und stellt mittlerweile eines der letzten Biotope für eine große Biodiversität dar.

Die drei Schwestern - eine Gilde oder Pflanzgemeinschaft

Die drei Schwestern – eine Gilde oder Pflanzgemeinschaft

Das Permakultur-Projekt Weberhäusl mit seinem ca. 5.000 m² großen und über 20 Jahre alten Waldgarten war bereits 2007 Austragungsort für einen internationalen Permakultur-Designzertifikatskurs mit dem Austro-Neuseeländer Joe Polaischer. Zu dem Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Ungarn anreisten. In Folge gab es zwei weitere Kurse mit zahlreichen Teilnehmern. Nach 4 Jahren Pause soll es im Sommer 2015 wieder die Gelegenheit geben, vor Ort einen Permakultur-Designzertifikatskurs zu besuchen.

Termin: 9. bis 23. August 2015

Die Anmeldung zu diesem Lehrgang ist bereits jetzt möglich, weitere Details

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Saria Anderson Entwicklungshilfe-Preisträgerin auf Permakultur-Expedition in Eggendorf

Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus Tansania besucht Waldgarten in Eggendorf

Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus Tansania besucht Waldgarten in Eggendorf

Saria Anderson Entwicklungshilfe-Preisträgerin auf Permakultur-Expedition in Eggendorf

Seit nunmehr fünf Jahren gibt es einen Austausch in Sachen Permakultur zwischen Kleinbauern in Tansania und Oberösterreich. Ein Verbindungsglied ist die Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus der Mara-Region am Victoriasee in Tansania.

Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken

Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken

Im Jahr 2009 hatte Waldgärtner Bernhard Gruber aus Neuhofen erstmalig die Gelegenheit, mit Tansania-Experte Franz Hörmanseder Orte fern ab des Tourismus in Tansania zu bereisen. Das gemeinsame Interesse der beiden Oberösterreicher gilt den Waldgärten, die auch am Fuße des Kilimanjaro zu finden sind.

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Reges Bevölkerungswachstum veranlasste vor Jahrhunderten die Menschen am höchsten Berge Afikas, eine permanente Anbaumethode, sogenannte Homegarden bzw. Waldgärten zu entwickeln. Diese Waldgärten zeichneten sich durch eine manigfaltige, ausdauernde Etagenwirtschaft aus und verschafften den Chaggas einen bescheidenen Wohlstand, im Vergleich zur restlichen Bevölkerung eines der ärmsten Lander Ostafrikas.

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Ein durchschnittlicher Waldgarten ist 5.000 bis 10.000 m2 groß, er liefert nahezu alles was seine Bewohner zum Leben brauchen: Lebensmittel, Medizin, Tierfutter, Energie- und Bauholz. Begeister von der Idee startete Bernhard Gruber 2011 mit seinem Waldgarten in Eggendorf und versucht diese Waldgärten in ihren Etagen mit Pflanzen die unser mitteleuropäisches Klima vertragen nachzuahmen. Ausserhalb der Vegetationszeit besucht Bernhard Gruber mit Franz Hörmanseder Waldgärten in Tansania zum Austausch mit der lokalen Bevölkerung.

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Kleine Flächen haben die Möglichkeit, sie naturnahe und doch sehr intensiv mit Dauerkulturen zu bepflanzen. Forschungsziel ist, Waldgärten für unsere Klimazone zu entwickeln, denn wie bereits im Welt-Agrarbericht aus dem Jahr 2009 festgestellt wurde, wird die Hälfte aller Lebensmittel auf Kleinstbauernhöfen unter 2 ha produziert.

Jetzt hatte auch Saria Anderson, die das Verbindungsglied zu verschiedenen Bauern in Tansania herstellt, die Gelegenheit den neu entstandenen Waldgarten von Bernhard Gruber in Eggendof im Traunkreis zu besuchen.

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Abschluss Permakultur Designkurs in Modulen

Gruppenarbeit im Permakultur-Designkurs

Gruppenarbeit im Permakultur-Designkurs

Abschluss Permakultur Designkurs in Modulen

Über einen erfolgreichen Abschluss mit seinen Kursteilnehmern freute sich Bernhard Gruber am Freitag den 7. November am Permakultur-Projekt Wald-Wasser-Garten Einjoch. Es war der zweite Lehrgang in der Kleingruppe. Neben der theoretischen Permakultur lernten die Teilnehmer im laufe der 5 Module viel Praktisches für Haugarten, Gemeinschaftsgarten, Landwirtschaft, Baubiologie, Nachwachsende Rohstoffe, menschenfreundliche Technologie und Kooperation.

Teilnehmer und Team des diesjährigen Permakultur- und ANAMED-Trainings in Umbwe Onana auf gut 2000 m am Kilimajaro

Teilnehmer des Permakultur- und ANAMED-Trainings in Umbwe Onana auf gut 2000 m am Kilimajaro

Bernhard Gruber selbst auf einer kleinen Landwirtschaft am Stadtrand von Wels aufgewachsen, hat sich seit nunmehr über 10 Jahren der Permakultur verschrieben. Seit 2007 organisiert er Permakultur-Lehrgänge und unterrichtet selbst auch Permakultur in Länder wie Tansania, Sri Lanka und El Salvador. Der Vorteil wenn man viel herum kommt ist, dass man von den Teilnehmer immer wieder dazu lernt und dieses Wissen anderen wieder weitergeben kann.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Modulkurses im Herbs 2014

Gruppenfoto der Teilnehmer des Modulkurses im Herbs 2014

Am Stück durchgehende Lehrgänge sind in großen Gruppen ideal, da Gruppen-Prozesse gestartet werden und versuchsweise Gemeinschaft gelebt werden kann. Modulkurse in kleinen, intensiven Gruppen geben die Möglichkeit auf die Bedürfnisse des Einzelnen mehr einzugehen. Den meisten der Kursteilnehmer ist eine praxisorientierte Ausbildung wichtig, um selbst aktiv werden zu können.

Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges

Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges

Wie bei jedem Permakultur-Designkurs waren auch dieses mal die Teilnehmer wieder gefragt, eine Abschlussarbeit bei der das Erlernte über Ethik, Prinzipien und Methodik sichtbar wird, vor allen Teilnehmern zu präsentieren.

Der nächste Permakultur-Designkurs in der Kleingruppe in Modulen findet schon im Frühjahr 2015 statt, Anmeldung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben ist jetzt schon möglich. Es besteht auch die Möglichkeit vor Ort sich im Vorfeld ein Bild zu machen.

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Gemütliche Probebesetzung Bienenhaus

In gemütlicher Runde am Lagerfeuer

In gemütlicher Runde am Lagerfeuer

Gemütliche Probebesetzung Bienenhaus

Am 26. Oktober dem österreichischen Staatsfeiertag gab es wie angekündigt eine Probebesetzung des illegal errichteten Bienenhauses im Permakultur-Projekt Wald-Wasser-Garten Einjoch in Eggendorf im Traunkreis. Wenn gleich es im Vorfeld ein großes mediales Interesse gegeben hat, so blieb die ganze Veranstaltung in kleinem Rahmen.

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Seit zwei Jahren gibt es einen amtlichen Rechtsbescheid zum Abbruch der als Strohballenrundhaus ausgeführten Bienenhütte. Bis dato bewegten weder Unterstützung des Agrarsprecher der Grünen, Nationalratsabgeordneter Wolfgang Pirkelhuber, über 400  Unterstützungserklärungen von Freunden und Interessierten an Bürgermeister und Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, die Behörden zu einem Einlenken.

Einzelne Abschnitte im Garten wurden von Unkraut befreit und gut gemulcht

Einzelne Abschnitte im Garten wurden von Unkraut befreit und gut gemulcht

Um wieder auf die Situation aufmerksam zu machen, rief Bernhard Gruber zur Probebesetzung am 26. Oktober auf. Vorangegangen war ein erneutes Schreiben der Bezirkshauptmannschaft, dass das Bauwerk abgerissen wird, wenn im Vorfeld vom Errichter für den Abbruch bezahlt wird. Es war ein wunderschöner Herbsttag doch dem Aufruf folgten lediglich 15 Freunde und Interessierte.

Nach der Vorstellrunde im Bienenhaus und einer Projektbesichtigung wurde über dem Feuer gekocht und mit Themen wir Terra-Preta, Bank für Gemeinwohl und regionale, biologische  Lebensmittel fortgesetzt

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