Grundinformation

Permakultur bedeutet Verantwortung für sich und die Zukunft seiner Kinder zu übernehmen!

Permakultur bedeutet Verantwortung für sich und die Zukunft seiner Kinder zu übernehmen!

Die Permakultur – ursprünglich ein Planungskonzept

Der Begriff Permakultur wurde von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren kreiert. Ursprünglich bezog er sich auf ein Planungskonzept für eine permanente Landwirtschaft, doch stellt Mollison fest, dass das Thema Ernährung uns alle betrifft. So steht die Permakultur jetzt für die Selbstversorgung von Stadt und Land. Jeder von uns ist dafür verantwortlich einen Teil seiner Nahrung selbst zu produzieren, es darf nicht die ganze Verantwortung der Lebensmittelproduktion auf Landwirte und Gärtnereien abgeschoben werden! Den Teil, welchen man nicht durch Eigenproduktion decken kann, ergänzt man gezielt regional-biologisch, saisonal und fair.
Da sich die Permakultur als ein ganzheitliches Planungskonzept sieht, werden Details wie Pflanzgemeinschaften, den so genannten Gilden, bis hin zu gemeinschaftlichen Vertriebsstrukturen und der Architektur durchdacht. Komplementärwährungen und Tauschsysteme spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Es werden verschiedene Konzepte für artgerechte Tierhaltung angewendet. Getreideanbau erfogt in Abwechslung von Intensivbändern zu Extensivbändern der Kontur der Landschaft folgend. Unter den Intensivbändern versteht man einjährige Früchte, eben wie Dinkel, Gerste, Mais und andere. Extensivbänder können Baumreihen bestehend aus Stickstoffbindern und Bodenverbesserer oder auch Reihen bestehend aus Obstbäumen und Beerensträuchern, also ein Fruchthecke.

Die Ethik – ein zentraler Punkt der Permakultur

Die Permakultur versteht sich als Planungskonzept für dauerhafte Lebensräume, alles was dauerhaft sein soll, braucht geschlossene Kreisläufe. Allem Denken, Planen und Handeln geht die Ethik der Permakultur voraus: Sorge für die Erde – sorge für die Menschen – teile gerecht und schränke dich ein. Grundsätzlich gilt es unnötige Dinge zu unterlassen, jedes Element soll mehrere Funktionen erfüllen, Wegstrecken verkürzen, gesparte Energie ist gewonnene Energie, Arbeiten wo es Sinn macht, die Vielfalt nutzen, eine Ernte einfahren. Das ursprüngliche Planungssystem wurd für viele Menschen rund um den Globus, zu einem Inbegriff für einen nachhaltigen, ökologischen und sozialen Lebensstil.

Die Sorge um die Erde umfasst wiederaufbauende und bewahrende Tätigkeit

Die Sorge um die Erde umfasst wiederaufbauende und bewahrende Tätigkeit

Gezielt Arbeit unterlassen und regulierend eingreifen

Ein wichtiger Schritt in der Permakultur ist das durchdachte „Nichtstun“. Bekannt wurde diese These durch den im Sommer 08 verstorbenen Japaner Masanobu Fukuoka, seine jahrzehntelange Erfahrung im Biologischen Landbau wurden in zahlreiche Standardwerke der Permakultur aufgenommen. Grundsätzlich geht es darum, Dinge zu unterlassen, welche nicht notwendig sind, oder auch durch die Natur reguliert werden. Der bekannteste Vertreter in Österreich ist Kaspanaze Simma, ehemaliger Landtagsabgeordneter in Vorarlberg und Biobauer. Als Fundament sieht er die Schöpfung, die Natur und die eigenen Fähigkeiten, die Zusammenhänge der Natur zu erkennen. Darauf folgt das Erbe, welches uns die Vorfahren hinterlassen haben, wie guter Boden, Gebäude, Infrastruktur und altes Wissen. Als dritten und sehr wichtigen Teil, sieht er „Nicht-Geld-Tätigkeiten“, wie das Führen des Haushaltes. Je höher diese drei Anteile sind, umso geringer muss die Erwerbsarbeit in der Wirtschaft sein, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Mehr Lust auf Permakultur? … dann einfach weiter lesen und begeistern lassen!

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