Bemerkenswert

Crowdfunding für unser Waldgarten-Institut startet – mach auch Du mit!

Liebe Permakultur&Waldgarten-Freunde!

Nun ist es soweit, wir haben die Baubewilligung für unser Waldgarten-Institut und der Baustart in wenigen Wochen steht fest!

Mit dem Neubau ersetzen wir unser altes Hofgebäude, um einerseits professionell am Thema Waldgarten arbeiten zu können, aber auch Lebens- und Arbeitsraum für andere Menschen schaffen möchten, die sich in unserem Verein Österreichisches Waldgarten-Institut wiederfinden.

Wir starten jetzt mit Dir in unser Gegenleistungs-Crowdfunding, abgewickelt von der Genossenschaft für Gemeinwohl, die uns nach Prüfung für unser Vorhaben das Gemeinwohl-Siegel verliehen hat!

Wir bieten Dir super Gegenleistungen, von Waren- und Dienstleisungs-Gutscheinen bis hin zu Lehrgangsplätzen beim Permakultur&Waldgarten-Praxislehrgang und Permakultur-Planungslehrgang.

Hier geht es zu unserem Crowdfunding

Das Crowdfunding findet in Kooperation mit der Genossenschaft für Gemeinwohl statt.

Auf dieser derzeit noch nicht öffentlichen Internetseite …
– erhältst Du jetzt schon ausführliche Informationen rund unser Bauvorhaben
– kannst Du Dir bis Ende September VOR der öffentlichen Bewerbung durch die Genossenschaft für Gemeinwohl Deine Waren- oder Dienstleistungs-Gutscheine sichern

Für unseren Neubau haben wir in den letzten Jahren eine gute Rücklage gebildet, wir suchen aber auch noch Gönner und private Darlehensgeber, welche unser langjähriges Engagement für eine enkeltaugliche Zukunft mittragen möchten. Essbare Waldgärten sind die Lösung für den Hunger der Menschen, können aber auch Sinnfindung unserer übersättigten Industriegesellschaft sein. Durch aktiven Humusaufbau und eine Dauerkultur mit Bäumen, Sträuchern und Stauden in Etagenwirtschaft sind essbare Waldgärten unsere Klima-Chance Nr. 1!

Du könntest Dir vorstellen, unser Öko-Bau-Vorhaben mit einer Spende an den gemeinnützigen Verein (wenn gewünscht gegen Spendenquittung) oder durch ein privates Darlehen zwischen
€ 5.000 und € 25.000 zu unterstützen?
Super – dann melde dich bitte gerne bei mir unter Tel. Nr. +43 650 76 314 28 oder Email

Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung!

Dein

Bernhard Gruber
Präsident Österreichisches Waldgarten-Institut
Stadlhof 47, A-4600 Wels, Austria
Mobil: +43 650 76 314 28
www.waldgarteninstitut.at

bio T-Shirt Waldgarten-Botschafter

WaldgartenbotschafterLiebe Waldgarten- und Permakultur-Freunde!

Für unseren Besuch am 4. Agroforst Weltkongress in Montpellier in Südfrankreich 2019, haben wir T-Shirts mit dem Aufdruck Foodforest Ambassdor – sprich Waldgarten-Botschafter anfertigen lassen.

Da wir sehr auffällig mit den super T-Shirts waren und auch viele Teilnehmer ein T-Shirt erwerben wollten, haben wir jetzt verschiedene Designs auf einen Web-Shop hochgeladen, wo man sich Bio-T-Shirts mit unserem Emblem bestellen kann!

Hier kommt ihr zu diesem Web-Shop und unseren Damen und Herren Leibchen!

Permakultur-Praxislehrgang – die optimale Ausbildung für jeden Volontär

Der Traum vieler junger Menschen, auf der Suche nach Abenteuern fernab von Hörsaal und Büro

Viele Junge Menschen möchten gerne die Welt bereisen und neue Länder und Kulturen hautnah erleben. Den besten Kontakt zur Bevölkerung bekommt man nicht in Touristenhochburgen oder am Strand, sondern direkt bei den Menschen zu Hause bei ihren Familien am Land. Es gibt Agenturen, welche Praktikumsplätze in Schulen oder in Öko-Projekten auf aller Welt, zu überteuerten Konditionen anbieten und am Ende kommt nur wenig beim Projekt selbst an.

Wenn man nicht gerade selbst auf eigene Faust Projekte finden will, wo man Erfahrungen sammeln kann, so bieten sie Plattformen wie WWooF oder Workaway an. Seit einigen Jahren nehmen wir bei uns am Österreichischen Waldgarten-Institut Volontäre über WWooF und seit zwei Jahren auch über Workaway. Weiterlesen „Permakultur-Praxislehrgang – die optimale Ausbildung für jeden Volontär“

Wir graben uns einen neuen Brunnen nacht altbewährter Technik

Die Humusschicht ist ausgehoben und im Garten verteilt

Bei unserer alten Hofstelle, dem Weberhäusls oder auch Häusl auf der Welser Heide ist ein Brunnen dabei, welcher mindestens so alt ist wie das Haus selbst, wenn nicht älter. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Wasserader, welche diesen Brunnen anspeiste ihre Position verändert und ist jetzt 2 Meter südwestlich des alten Brunnen zu finden. Das hat wiederum zur Folge, dass nach den sehr trockenen Sommern, der alte Brunnen nicht mehr ausreichend Wasser führt und wir gezwungen waren, uns etwas zu überlegen.

Die Schalung aus Holz ist in der Grube versenkt

Doch das ganze gestaltete sich nicht sehr einfach, unsere Nachbarn verfügen meist über einen Tiefbrunnen, welche gebohrt sind und bis aus Tiefen von über 70 Metern Wasser fördern. Die städtische Wasserversorgung ist zu weit weg, wir bekamen aber ein unverschämtes Angebot. Der ortsansässige Brunnenbauer hielt uns zwar einen sehr interessanten Vortrag über die Geologie der Welser Heide, zeigte aber nicht wirklich Interesse am Bau eines Brunnen, da er auch für die Stadt die Ortswasserleitung errichtet. Auf Grund der Trockenheit im Vergangenen Sommer hatten die Brunnenbauer Hochsaison und irgendwie fehlte mir der richtige Rat ohne Hintergedanken. Weiterlesen „Wir graben uns einen neuen Brunnen nacht altbewährter Technik“

Firmprojekt: Eßbares Labyrinth

Der Entwurf für ein essbares Labyrinth
Der einfache Entwurf für ein essbares Labyrinth im Pfarrgarten

Firmprojekt Eßbares Labyrinth – Frühjahr 2013

Im Rahmen der Firmvorbereitung in Neuhofen an der Krems hatten Jugendliche die Gelegenheit, in Projektgruppen den Kindergarten, das Altenheim und ein Pflegeheim für Menschen mit geistiger Behinderung zu Besuchen und sich mit den jeweiligen Bedingungen vor Ort ein vertraut zu machen. Erstmalig gab es im Frühjahr 2013 die Gelegenheit, sich als junger Mensch an einem Gartenprojekt auf einem ungenutzten Wiesenstück im Pfarrgarten zu beteiligen, Geschick und Teamfähigkeit zu zeigen.


Das essbare Labyrinth vor der alten Neuhofener Pfarrkirche
Das essbare Labyrinth vor der alten Neuhofener Pfarrkirche

Grundsätzliche Anforderung: etwas Schönes, pflegeleicht, eßbar, meditativ

1. Treffen, 22. März: Besprechung mit Firmlingen über die Idee, Gestaltungsmöglichkeiten, Organisation, Abschreiten des Geländes vor Ort

2. Treffen, 29. März: Aktivtag – wir gehen ans Eingemachte, Gelände wird ausgemessen, Halbkreise markiert, Weg wird ausgestochen, mit Fotos wird dokumentiert

Bernhard Gruber leitete gemeinsam mit Roland Heinzl die Projektgruppe "Pfarrgarten" in Neuhofen
Bernhard Gruber leitete gemeinsam mit Roland Heinzl die Projektgruppe „Pfarrgarten“ in Neuhofen

3. Treffen, 5. April: Weg wird mit Hackschnitzel befüllt, aufgeschüttete Hügel werden mit eßbaren ausdauernden Pflanzen wie Bärlauch, Erdbeeren, Krenn, Ribisel, Taglilien, Kräutern, … bepflanzt

4. Treffen, 12. Apri: weiter bepflanzen, Erde wird mit Heu gemulcht, Gruppenfoto zum Abschluss des Projekts

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Zu Besuch bei den Homegardens der Chagga am Mt. Kilimanjaro

Mount Kilimanjaro mit Homegarden Vordergrund
Mount Kilimanjaro mit Homegarden im Vordergrund

Lieber Besucher meiner Homepage, ich war vom 23. November bis 8. Dezember  auf einer Projektreise in Tansania, um Permakultur-Projekte am Lake Viktoria und die Homegarden der Chagga am Mount Kilimanjaro zu besuchen.

Ein grundsätzliches Bestreben der Natur ist die Rückkehr zum Wald. Ein gut organisierter Wald kann uns alles Bieten was wir zum Leben brauchen: frisches sauberes Wasser, Nahrung, Medizin, Futter für Tiere, Baustoffe und Energie. Beinahe auf allen Kontinenten sind Völker bekannt, welche nach den Beispielen der Natur ihre Gärten organisiert hatten. So auch die Homegarden der Chagga am Kilimanjaro in Tansania, welche seit einigen Jahrzehnten in ihrer Existenz sehr bedroht sind und immer mehr verdrängt werden. Die Ideen der Permakultur bieten den Menschen neue Möglichkeiten.

Hier gehts weiter zum Bericht

Projekt-Team „MiakWadang“ besucht oberösterreischische Permakultur-Projekte

Miak Wadang ist ein ganzheitliches, nachhaltiges Entwicklungsprojekt für Dörfer im Bezirk Melut in der oberen Nil-Provinz des Süd-Sudans. Über 25 Jahre Bürgerkrieg, 2,5 Mio Tote, 3,5 Mio Vertriebene sind zu beklagen, jetzt geht es darum in dieser eigentlich sehr fruchtbaren Region eine neue Infrastruktur aufzubauen. Zielsetzung ist die Umsetzung der von den Vereinten Nationen beschlossenen Milleniumsentwicklungsziele:

  • Extreme Armut und Hunger beseitigen
  • Grundschulbildung für alle Kinder gewährleisten
  • Gleichstellung der Frauen fördern
  • Kindersterblichkeit senken
  • Gesundheit der Mütter verbessern
  • HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
  • Ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten
  • Globale Partnerschaft für Entwicklung aufbauen

Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Mary Akuot Ruun und Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Dr. Herbert Bronnenmayer, Projektleiter in Österreich; Stefan Mayrhofer, Biobauer Bad Zell
Vlnr.: Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Mary Akuot Ruun und Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Dr. Herbert Bronnenmayer, Projektleiter in Österreich; Stefan Mayrhofer, Biobauer Bad Zell

Seit 30 Jahren bestehen durch Dr. Herbert Bronnenmayer, welcher von 1978 bis 1983 einen Basisgesundheitsdienst um Melut aufgebaut hat, Kontakte in die Region. Nach dem Friedensschluss ist es jetzt wieder möglich das Gebiet zu besuchen, so wurde im April letzten Jahres das Projekt „Miak Wadang“ mit dem Projektleiter von einst, Dr. Haruun Ruun, dem jetzigen Minister für humanitäre Angelegenheiten des Sudan, neu initiiert. Zu diesem Zweck wurde auch der Verein „MiakWadang“ mit Obmann Herbert Bronnenmayer gegründet. (www.miakwadang.at)

Für einige Tage befanden sich die Projekt-Leiter vom Sudan, die Frau des Ministers, Mary Akuot Ruun und der Sohn, Lual Ruun in Österreich um Kontakte zu knüpfen, für ihre Sache zu werben und Informationen einzuholen. So besuchten sie gemeinsam mit dem österreichischen Projekt-Team am Freitag, dem 19. September 2008, auch drei oberösterreichische Permakultur-Projekte. Zusammengestellt und durch den Tag geführt wurde die Tour von Bernhard Gruber einem oberösterreichischen Permakultur-Designer.

Am Vormittag startete die Rund am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels. HansAlexander Hader, Spes-Akademie; Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Johannes Meinhart, Regionalmanagement Oberösterreich; Erika und Hans Hermann Gruber; Mary Akuot Ruun Projektleiterin im Sudan; Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Katharina Weiss, Spes-Akademie

Vlnr.: Alexander Hader, Spes-Akademie; Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Johannes Meinhart, Regionalmanagement Oberösterreich; Erika und Hans Hermann Gruber; Mary Akuot Ruun Projektleiterin im Sudan; Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Katharina Haider, Spes-Akademie

Hermann Gruber versucht seit Anfang der 1990er Jahre nach dem Vorbild von Bill Mollison und Robert Hart einen Waldgarten zu etablieren. Neben einer großen Vielfalt an Pflanzen findet man verschiedenste Elemente aus der Permakultur: Sonnenfallen, Hügelbeete, Hochbeete, ein kleines Lastragendes Strohballenhaus, Kräuterspirale, ein von Hühnern beheiztes Anzuchtgewächshaus, Komposttoiletten und vieles mehr. Hier befindet sich auch der Vereinssitz von Perma-Norikum, einem Verein zur Verbreitung der Permakultur. (www.perma-norikum.net) Im Sommer 2007 wurde hier ein Permakultur-Zertifikatskurs mit Joe Polaischer abgehalten, ein weiterer Zertifikatskurs ist für den Sommer 2009 geplant.

Nächste Station war der Mischkultur-Betrieb der Familie Langerhorst in Waizenkirchen. Margarete und Jakobus arbeiten auf ihrem Land seit den frühen 1970er Jahren und sind weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Sie haben es geschafft, ein für sie perfektes System aus Kleinklimazonen, Mischkulturanbau auf kleinen Flächen, Kompostwirtschaft und regionaler Vermarktung aufzubauen. Es wird versucht, möglichst Boden schonend, ohne die Erde zu wenden zu arbeiten und eine reiche Humusschicht aufzubauen, so haben auch Schädlinge wie Schnecken keine Chance. Neben biologischem Gemüse werden auch zahlreiche dauerhafte Früchte wie Beerenobst, Obst und Nüsse geerntet.

Mary Akuot Ruun, Projektleiterin im Sudan und Bernhard Gruber, Permakultur-Desinger
Mary Akuot Ruun, Projektleiterin im Sudan und Bernhard Gruber, Permakultur-Desinger

Letzter Programmpunkt auf dieser Permakultur-Besichtigungstour war der Biohof von Stefan Mayrhofer in Bad Zell. Angeleitet von Ideen Sepp Holzers, stellt Stefan seinen 4 ha Milchwirtschaftsbetrieb auf biologische Freilandschweine und Hochlandrinder um. Dazu errichtete er ein Koppelsystem mit Erdställen aus Lärchenholz, welche auch zwischendurch als Lagerräume verwendet werden können. Bei jedem Erdstall gibt es eine Tränke mit gefasstem, frischem Quellwasser. Nun gilt es auch noch das ehemalige Weideland mit Hecken zu säumen, um geeignete Kleinklimazonen zu schaffen, Obstbäume und Beerensträucher zu pflanzen und der eine oder andere mit Quellwasser gespeiste Naturteich soll errichtet werden.

Alles in allem konnte der Projekt-Gruppe um Dr. Bronnenmayer und die Familie Ruun ein informatives, vielfältiges Programm geboten werden. Natürlich ist klar, dass man Ideen von hier nicht 1:1 in Afrika umsetzen kann, doch Denkanstöße und neue Sichtweisen konnten sicher auf den Weg mitgegeben werden. Zudem gibt es auch schon in den verschiedensten Regionen weltweit und auch in Afrika erfolgreiche Permakultur-Projekte. Die Permakultur versteht sich nicht nur als ein ganzheitliches Planungssystem, es stehen auch die drei Punkte: Sorge für die Erde, sorge für die Menschen, teile gerecht und schränke dich ein, der Ethik im Mittelpunkt.