Stundenplan ausgearbeitet

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten
Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Nach einem turbolenten Frühjahr hab ich es endlich geschafft, mir über den Ablauf des 72h Permakultur-Designzertifikatskurses am Permakultur-Projekt Weberhäusl in Wels / OÖ gedanken zu machen – der Stundenplan ist fertig!

Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber
Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber

Meine Permakultur-Designzertifikatskurse sind in der deutschsprachigen Permakultur-Scene als sehr praxisorientiert bekannt und so möchte ich natürlich auch bei diesem wieder ein reichhaltiges Programm bieten. Neben den theoretischen Themenbereichen aus dem Buch „Permaculture – A Designers Manual“ von Bill Mollison möchte ich auch wieder eine praktische Elemente wie Komposttoilette, Wurmfarm oder Solartrockner bauen.

Gekocht wird über dem Feuer
Gekocht wird über dem Feuer

Es soll auch einen „wilden“ Tag – so wie die Teilnehmer der Permakultur-Designkurse in Modulen es kennen – im Permakultur-Projekt Wald-Wasser-Garten Einjoch in Eggendorf im Traunkreis geben. An diesem Tag wird über dem Feuer gekocht was wir im Waldgarten finden! … essen kann man viel – doch wer tuts dann wirklich?!

Jeder Kursteilnehmer plant im Rahmen des Permakultur-Designzertifikatskurses sein eigenes Projekt und präsentiert es zum Abschluss öffentlich vor den anderen Kursteilnehmern und Interessierten.

Wer sich noch spontan zur Teilnahme entschließt, sendet mir bitte umgehend seinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben an bernhard.gruber2@gmx.net
Alle weiteren Details zum Permakultur-Designzertifikatskurs
Stundenplan Permakultur-Designkurs Sommer 2015

Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert
Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert

Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Zeitig im Frühjahr eröffnete Bernhard Gruber die Gartensaison mit einem Terra Preta Workshop in seinem Permakultur-Garten in Eggendorf im Taunkreis. Terra Preta ist ein von Menschenhand geschaffener, auf lange Zeit fruchtbarer Schwarzerdeboden.

Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen
Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen

Terra Preta Interessierte reisten aus ganz Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland an, um sich über dieses Thema fortzubilden und sich mit anderen auszutauschen. Das schwarze Gold vom Amozonas ist nicht nur für tropische Böden geeignet, auch für unsere Gemüsegärten und die Landwirtschaft bietet Terra Preta zahlreiche Vorteile. Terra Preta begünstigt das Milieu im Boden für aerobe Mikroorganismen und Lebewesen wie Regenwurm & Co. Mehr Bodenleben schafft eine bessere Belüftung des Bodens und eine höhere Aufnahmefähigkeit von Niederschlag. Terra Preta Böden verhindert Nährstoffeintrag in unser Grundwasser und ermöglichen höhere Erträge.

Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden
Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden

Terra Preta kann selbst mit feiner Holzkohle hergestellt werde. Holzkohle bietet Platz für zahlreiche Mikroorganismen, welche wiederum Nährstoffe und Wasser an sich binden. Im Kompost zum Beispiel wird Holzkohle zum hochwertigen Langzeitspeicher. Holzkohle kann auch in der Tierhaltung eingesetzt werden und zur hochwertigen Terra Preta verwandelt werden. Holzkohle wirkt sich nicht zuletzt auch positiv auf die Tiergesundheit aus. Bei der Herstellung und Anwendung von Terra Preta ist es wichtig, mit kleinen Versuchen im Garten oder im Stall zu beginnen.

Mit weiteren Workshops wie zum Beispiel einem Permakultur-Kurs in 5 Modulen führt Bernhard Gruber durchs Frühjahr 2015 bis hin zum Brotbackofen-Bauworkshop im Juli. Sein Wissen gibt Bernhard Gruber auch gerne in seinem Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ weiter.

Auto zum Gewächshaus umfunktioniert

Green up my Car

Statt „Pimp up your ride“ – „Green up my car“

Auto zum Gewächshaus umfunktioniert
Auto zum Gewächshaus umfunktioniert

Gemeinsam mit dem Verein ISI, arbeitslosen Jugendlichen aus der Region um die Landesgartenschau, Schülern der Polytechnischen Lehrgänge Haid und Traun und dem Verein Vehikel wird an einem Projekt zum Thema Arbeit, Umwelt und Natur gewerkt

Der Grundgedanke:

Mit Jugendlichen aus dem Großraum Linz-Land werden Autos zu großen Pflanzbehältern umfunktioniert. Diese Vehikel werden sehr zentral während der OÖ Landesgartenschau, Sinfonie in Grün, Ansfelden 2011 von April bis Oktober ausgestellt. Der ganze Prozess des gemeinsamen Schaffens wird auch thematisch aufgearbeitet, was mache ich wirklich wirklich gerne, wie weit kann ich meine Zukunft selbst gestalten. Das ganze Projekt wird auch mit einem Filmteam begleitet und dokumentiert.

Alles Nötige veringern, alles Unnötige vermeiden, alles Mögliche reparieren, alles Mögliche wiederverwenden - Recycling ist der letzte Ausweg!
Alles Nötige veringern, alles Unnötige vermeiden, alles Mögliche reparieren, alles Mögliche wiederverwenden – Recycling ist der letzte Ausweg!

Was steckt dahinter:

Wir wollen mehr konsumieren, wir wollen mobiler sein, wir wollen schneller sein, wir wollen besser wohnen, wir wollen mehr verdienen und wir wollen alles gleich! Genau an diese Grenzen stoßen wir gerade, nicht nur die Energie in Form von Erdöl ist am versiegen, nahezu alle wichtigen Ressourcen sind zur Neige gegangen oder stark verschmutzt. Wir leben auf Kosten von Menschen anderer Erdteile und unserer zukünftigen Generationen, unser Leben wird von internationalen Großkonzernen bestimmt. Auch wenn wir uns alles leisten können, so macht es uns nicht glücklicher. Und irgendwo in jedem von uns steckt die Suche nach Anerkennung, Freundschaft, Liebe und auch Unabhängigkeit, alles was ein selbbestimmtes Leben braucht.

Green up my car - Team: Projektkoordinator David Popela mit Alex und Dominic und Jugendarbeiter im Echo
Green up my car – Team: Projektkoordinator David Popela mit Alex und Dominic und Jugendarbeiter im Echo

Doch wie kommen wir zu dieser Erkenntnis? Wie können wir Jugendlichen, die unsere Zukunft repräsentieren etwas auf ihren weiteren Lebensweg mitgeben? Mit dem Projekt „Green up my car“ soll der Versuch gemacht werden einen Anknüpfungpunkt zu finden. Was tue ich wirklich wirklich gerne, wie soll mein zukünftiges Leben aussehen.

Beteiligte konkret:

Projektträger: Verein I.S.I., Linz
Projektkoordinator: David Popela, Jugend.Kultur.Box shelter
Thematische Projektbegleitung und Projekt-Idee: Bernhard Gruber, Permakultur-Berater
Projektgruppen:
Jugendtreff echo
Polytechnische Schule Traun
Polytechnische Schule Haid
Vehikel – Verein zur Förderung der beruflichen Integration arbeitsloser Jugendlicher, Leonding
Weiters: Handwerker, Grafitikünstler, Musiker, Filmemacher, Gärtner

Das Projekt "Green up my Car" wird auf der OÖ Landesgartenschau 2011, Sinphony in Grün ausgestellt

Projektschritte:

  1. Schritt: Projektstart war Anfang Dezember, alle Beteiligten waren in das Jugendzentrum Echo in Haid eingeladen. Die Projektidee wurde arbeitslosen Jugendlichen, Lehrlingen und Schülern von Bernhard Gruber, Permakultur-Berater und David Popela, Projektkoordinator, vorgestellt.

  2. Schritt: Jänner / Feber: Organisieren der Autos, entfernen aller verschmutzenden und unnötigen Teile, bzw. Umbau auf Pflanzbehälter wie Hochbeete, Vertikale Gärten, Gewächshaus, … mit arbeitslosen Jugendlichen in Autowerkstatt angeleitet durch
    Automechaniker. Thematische Aufarbeitung und Videoproduktion.

  3. Schritt: März: Feinschliff: Sprayen der Autos mit arbeitslosen Jugendlichen in Werkstatt angeleitet durch Spray-Künstler bzw. Lackierer. Thematische Aufarbeitung, Musikproduktion und Videoproduktion.

  4. Schritt: April / Mai: Inbetriebnahme der Autos: Bepflanzen der Autos im Rahmen der OÖ Landesgartenschau mit arbeitslosen Jugendlichen, Passanten und Kindern unter Anleitung eines Gemüse-Gärtners, begleitet von Bernhard Gruber und David Popela.

Auftaktveranstaltung mit Jugendlichen im Jugendzentrum Echo in Haid
Auftaktveranstaltung mit Jugendlichen im Jugendzentrum Echo in Haid
  1. Schritt: Mai: Inbetriebnahme-Fest: Alle Beteiligten

  2. Schritt: Mai: 1/2 Tag Reflexion Thema Arbeit mit Referenten zum Thema Arbeit

  3. Schritt: Mai bis Oktober: Nachbetreuung vor Ort, durch Jugendliche, Bernhard Gruber, und Praktikanten der OÖ Landesgartenschau

Zusätzliches:
Als zusätzliches Produkt entsteht ein Film, der die Arbeit reflektiert. Einbindung der arbeitslosen Jugendlichen, filmen, interviewen, schneiden. Filmteam begleitet den Prozess, die Jugendlichen und alle Beteiligten. Filmmusik wird von lokaler Hiphop Band erstellt.

Durchlaufene Arbeitsprozesse:
Autowerkstatt, Elektrowerkstatt, Sprayen, Lackieren, Pflanzen, Filmen, Filmschnitt, Musikproduktion, Nachbetreuung

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Rückblick Workshop Urbane Permakultur

Rückblick Workshop Urbane Permakultur

Baum und Gras konkurieren immer um Nährstoffe, so ist es gut das Gras im Wachstum etwas einzuschränken
Baum und Gras konkurieren immer um Nährstoffe, so ist es gut das Gras im Wachstum etwas einzuschränken

Im Workshop Urbane Permakultur im Ökozentrum von Klosterneustift, am 13. und 14. Mai 2011, wurden ein paar einfache Elemente für Balkon oder Terrasse erarbeitet. Der Großteil wurde aus Abfällen gebaut und mit Gemüse, Kräutern und Salaten bepflanzt.

Einfache Möglichkeiten in der Stadt

Eine einfache Salatampelt, gebaut aus Kanistern wird mit Kräutern bepflanzt
Eine einfache Salatampelt, gebaut aus Kanistern wird mit Kräutern bepflanzt

In der Permakultur findet man immer Wege, sich teilweise selbst zu versorgen: Fensterbank, Balkon, Terrasse, Dachgarten, Hinterhof. Eine weitere sehr gute Idee, die seit Anfang der frühen 70er Jahre um sich greift, ist Guerrilla-Gardening, Anbau auf angeeigneten Flächen, freie Grundstücke, öffentliche Plätze und Parks, Straßenränder, werden von Gemeinschaften bepflanzt und auch beerntet.

Regenfallrohr wird mit einem kleinen vertikalen Erdbeergarten aufgewertet
Regenfallrohr wird mit einem kleinen vertikalen Erdbeergarten aufgewertet

Grundsätzlich gibt es zwei Idealsysteme in der Permakultur, der Waldgarten, dem Regenwald mit seinen einzelnen Stockwerken nachempfunden und der Teich. Beide sind 3-Dimensionale Systeme im Vergleich zu herkömmlichen Getreidefeldern. So wäre ein erster Schritt zu einer dauerhaften Versorgung der Städte, Zier-Bäume und -Sträucher durch fruchttragende zu ersetzen und die leeren, vertikalen Fassaden mit Spalierbäumen und Rankgewächsen wie Wein, Kiwi, Schisandra, Kürbis, Kajote und anderen zu begrünen.

In Afrika, wo fruchtbare Erde in den Townships oft rar ist, werden vertikale Gärten in Säcken angelegt
In Afrika, wo fruchtbare Erde in den Townships oft rar ist, werden vertikale Gärten in Säcken angelegt

Wo es keine Möglichkeit gibt, Pflanzen in den Boden zu setzen, arbeitet man mit verschiedensten Behältern: Töpfen, Tonnen, Kisten, Wannen, Salatampel, Salatbaum, Kartoffelreifensilo, … Oft ist man auch auf Grund beschränkter finanzieller Mittel gezwungen mit Abfall zu arbeiten und warum soll man nicht auch zahlreiche Dinge einfach wieder verwerten! Die meisten Gemüsearten sind kein Problem in Töpfen zu ziehen, Ausnahme ist Wurzelgemüse. Auch Salate sind Problemlos. So fängt man am besten bei den Küchenkräutern an, denen eine Fensterbank genügt. Kresse liefert schnell etwas Grün fürs Butterbrot. Salate lassen sich auch in Blumentöpfen ziehen, wobei man nicht den ganzen Salatkopf abernten sollte, sondern immer nur die Blätter die man ach wirklich bei einer Mahlzeit verzehrt.

Ein vertikaler Garten in Form eines Salatbaums wird aus einem Polokalrohr gebaut, befüllt und bepflanzt
Ein vertikaler Garten in Form eines Salatbaums wird aus einem Polokalrohr gebaut, befüllt und bepflanzt

Weiter geht das Gartenexperiment mit Tomaten in größeren Blumentöpfen, Eimern oder aufgeschnittenen Kanistern, zu beachten ist, dass Tomaten sehr Krautfäule anfällig sind und gerne unter einem Dach wachsen. Bei starker Sonneneinstrahlung können selbst die Blätter und auch Früchte einen Sonnenbrand bekommen, was braune Flecken verursacht. Tomaten brauchen eine Rankhilfe und müssen aufgebunden werden. Oft reicht eine Schnur von der Decke herab entlang der man die Pflanze hochwickelt.

Wie füllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunft? - sicher mit mehr selbst angebautem Gemüse, Salaten und Kräutern
Wie füllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunft? - sicher mit mehr selbst angebautem Gemüse, Salaten und Kräutern

Generell sollte man auf die Wasserversorgung der Pflanzen nicht vergessen, auch eine Entwässerung sollte im Topf gegeben sein, sonnst leiden die Pflanzen oft auch sehr stark an Staunässe. Bevor sie Wasser vom Salatwaschen oder vom Ausspülen der Kaffeekanne in den Ausguss schütten, gießen sie es doch zu den Pflanzen, so leisten sie schon einen kleinen Beitrag Wasser zu sparen! Gießen kann man sich auch oft sparen, wenn man auch die Pflanzen in den Töpfen gut mulcht. Ideal dafür ist angetrockneter Rasenschnitt, der nicht klumpt und nicht zu stinken beginnt. Zur idealen Bewässerung im Topf, Eimer oder Kanister verwendet man eine Kunststoffflasche bei der man den Boden entfernt und die Flasche mit dem Hals in die Erde neben die Pflanze steckt. Diesen so entstandenen Trichter füllt man bei Bedarf mit Wasser.
Für größere Balkone und Terrassen gibt es auch spezielle Säulenobstbäume auch als Ballarinas bekannt. In dieser Zuchtform gibt es Kirsche, Apfel, Birne und Pflaume, wobei der Stamm direkt die Fruchttriebe ausbildet. Auch verschiedenes Beerenobst ist für den Balkon oder die Terrasse in ausreichend großen Trögen geeignet: Johannisbeere, Apfelbeere, Maibeere und Heidelbeere im sauren Milieu. Für Erdbeeren reicht schon oft ein Blumentopf.

repair – sind wir noch zu retten

repair – sind wir noch zu retten?
Für NANK-Format „Neue Arbeit Neue Kultur“, war Bernhard Gruber eingeladen, im Rahmen des ARS ELECTRONICA FESTIVALS 2010 – repair – sind wir noch zu retten? sich an der Ausstellung zu beteiligen.

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Die Zeit des Warnens ist vorüber, denn wir stecken schon mitten drinnen: In der Klimakrise, der Überwachungsgesellschaft, dem Bankrott der Finanzwirtschaft … Der Point of no Return ist überschritten und die Dramatik der Auswirkungen ist klar erkennbar. Unerklärlich daher unsere Lethargie, zumal Ideen, Werkzeuge und Techniken für den Kurswechsel vorhanden sind. Wir müssen einfach nur handeln. Die Ärmel hochkrempeln und in Angriff nehmen, woran sowieso kein Weg vorbeiführt. Wir müssen uns ändern und mit Aufräumen und Reparatur beginnen.

Philosoph Frithjof Bergmann und Bernhard Gruber mit einem bepflanzten Einkaufswagen
Philosoph Frithjof Bergmann und Bernhard Gruber mit einem bepflanzten Einkaufswagen

Für NANK-Format „Neue Arbeit Neue Kultur“ nach Frithjof Bergmann bepflanzte Bernhard Gruber gemeinsam mit dem Bio-Gärtner Matthias Weber aus Linz fünf Einkaufswägen. Mobile Vertikale Gärten bepflanzt mit biologischem einjährigen Gemüse, Salate, Küchenkräuter und auch kleineren Beerensträuchern. Besonders geachtet wurde auf Bio-Jungpflanzen, Saatgut und auch Pflanzerde. Es sollte damit zum Nachdenken angeregt werden: Wie befüllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunft. Wollen wir weiterhin nur ausbeuten und nichts zurück geben, nur nehmen und nicht danach fragen wo unsere Lebensmittel her kommen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden.

Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren, wie wollen wir in Zukunft unsere Einkaufswägen füllen?
Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren, wie wollen wir in Zukunft unsere Einkaufswägen füllen?

Bernhard Gruber sieht eine große Teilmenge von Permakultur und Neue Arbeit: Alles was wir selbst an unserer Ernährung abdecken können, brauchen wir nicht zu kaufen, alles was wir nicht kaufen müssen, müssen wir nicht mit Wirtschaftsarbeit erarbeiten, so bleibt wiederum mehr Zeit für Arbeit in einer Gemeinschaft, Soziales, Kulturelles, Zeit zum Feiern. Es kommt auch noch hinzu, dass der Energieaufwand bei Selbstversorgung sinkt. Es kommt zu weniger Verschmutzung und Abfall. Wo kein Abfall, da keine Not!

Bio-Gärtner Matthias Weber mit bepflanztem Einkaufswagen
Bio-Gärtner Matthias Weber mit bepflanztem Einkaufswagen

2010 ging das Ars Electronica Festival, das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft auf die Suche nach Auswegen und wendet sich an die Pioniere unserer Zeit. Keine Abenteurer, die einfach drauflos segeln. Sondern Visionäre, die mit hohem Fachwissen, sehr viel Kreativität und Idealismus an einer alternativen Zukunft arbeiten. repair lautet der Titel eines Festivals, das sich diesen Wegbereitern anschließt und die kollektive Nachahmung empfiehlt …

Bepflanzte Einkaufswagen waren Blickfang bei NANK- Format, Themenbereich des Ars Electronica Festival 2010
Bepflanzte Einkaufswagen waren Blickfang bei NANK- Format, Themenbereich des Ars Electronica Festival 2010

Das Format „Neue Arbeit Neue Kultur“ war eine Mischung aus Messe und Performance. Wie kann man mit einer Bandbreite an Technologien selbst Produkte herstellen? Das Experiment zielte darauf ab, Arbeit auf eine völlig neue Art zu denken und mit einer befreiten Haltung neu zu erleben. Dazu spannte das NANK-Format einen Bogen: Die „Community Production“ zeigte Technologien zu den Themen Energy/Production/Housing/Mobility/Work/Food und Health. Im offenen Verhandlungsraum „Presence“ wurden über Konzepte zu Neuer Arbeit, Gegenwart und Zugehörigkeit nachgedacht.

Rückblick repair – sind wir noch zu retten?

Rückblick repair – sind wir noch zu retten?
Für NANK-Format „Neue Arbeit Neue Kultur“, war Bernhard Gruber eingeladen, im Rahmen des ARS ELECTRONICA FESTIVALS 2010 – repair – sind wir noch zu retten? sich an der Ausstellung zu beteiligen.

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Die Zeit des Warnens ist vorüber, denn wir stecken schon mitten drinnen: In der Klimakrise, der Überwachungsgesellschaft, dem Bankrott der Finanzwirtschaft … Der Point of no Return ist überschritten und die Dramatik der Auswirkungen ist klar erkennbar. Unerklärlich daher unsere Lethargie, zumal Ideen, Werkzeuge und Techniken für den Kurswechsel vorhanden sind. Wir müssen einfach nur handeln. Die Ärmel hochkrempeln und in Angriff nehmen, woran sowieso kein Weg vorbeiführt. Wir müssen uns ändern und mit Aufräumen und Reparatur beginnen.

Philosoph Frithjof Bergmann und Bernhard Gruber mit einem bepflanzten Einkaufswagen
Philosoph Frithjof Bergmann und Bernhard Gruber mit einem bepflanzten Einkaufswagen

Für NANK-Format „Neue Arbeit Neue Kultur“ nach Frithjof Bergmann bepflanzte Bernhard Gruber gemeinsam mit dem Bio-Gärtner Matthias Weber aus Linz fünf Einkaufswägen. Mobile Vertikale Gärten bepflanzt mit biologischem einjährigen Gemüse, Salate, Küchenkräuter und auch kleineren Beerensträuchern. Besonders geachtet wurde auf Bio-Jungpflanzen, Saatgut und auch Pflanzerde. Es sollte damit zum Nachdenken angeregt werden: Wie befüllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunft. Wollen wir weiterhin nur ausbeuten und nichts zurück geben, nur nehmen und nicht danach fragen wo unsere Lebensmittel her kommen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden.

Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren, wie wollen wir in Zukunft unsere Einkaufswägen füllen?
Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren, wie wollen wir in Zukunft unsere Einkaufswägen füllen?

Bernhard Gruber sieht eine große Teilmenge von Permakultur und Neue Arbeit: Alles was wir selbst an unserer Ernährung abdecken können, brauchen wir nicht zu kaufen, alles was wir nicht kaufen müssen, müssen wir nicht mit Wirtschaftsarbeit erarbeiten, so bleibt wiederum mehr Zeit für Arbeit in einer Gemeinschaft, Soziales, Kulturelles, Zeit zum Feiern. Es kommt auch noch hinzu, dass der Energieaufwand bei Selbstversorgung sinkt. Es kommt zu weniger Verschmutzung und Abfall. Wo kein Abfall, da keine Not!

Bio-Gärtner Matthias Weber mit bepflanztem Einkaufswagen
Bio-Gärtner Matthias Weber mit bepflanztem Einkaufswagen

2010 ging das Ars Electronica Festival, das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft auf die Suche nach Auswegen und wendet sich an die Pioniere unserer Zeit. Keine Abenteurer, die einfach drauflos segeln. Sondern Visionäre, die mit hohem Fachwissen, sehr viel Kreativität und Idealismus an einer alternativen Zukunft arbeiten. repair lautet der Titel eines Festivals, das sich diesen Wegbereitern anschließt und die kollektive Nachahmung empfiehlt …

Bepflanzte Einkaufswagen waren Blickfang bei NANK- Format, Themenbereich des Ars Electronica Festival 2010
Bepflanzte Einkaufswagen waren Blickfang bei NANK- Format, Themenbereich des Ars Electronica Festival 2010

Das Format „Neue Arbeit Neue Kultur“ war eine Mischung aus Messe und Performance. Wie kann man mit einer Bandbreite an Technologien selbst Produkte herstellen? Das Experiment zielte darauf ab, Arbeit auf eine völlig neue Art zu denken und mit einer befreiten Haltung neu zu erleben. Dazu spannte das NANK-Format einen Bogen: Die „Community Production“ zeigte Technologien zu den Themen Energy/Production/Housing/Mobility/Work/Food und Health. Im offenen Verhandlungsraum „Presence“ wurden über Konzepte zu Neuer Arbeit, Gegenwart und Zugehörigkeit nachgedacht.

Projektteilnahme Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!

Projektwochen „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!“ in Langenlois

Bernhard Gruber wurde vom Verein vidc eingeladen, sich künstlerisch an den Projektwochen im Rahmen „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!“ zu beteiligen. Gemeinsam mit der Gartenbaufachschule in Langenlois wurden einfache Brotbacköfen nach afrikanischem Vorbild gebaut. Auch ein Vertikaler Garten wurde gemeinsam nach dem Vorbild Südafrikanischer Gemeinschaftsgartenprojekte errichtet.

Im Kindergarten von Langenlois, errichtete Bernhard Gruber in Zusammenarbeit mit der Maurerberufsschule ein Rundhaus nach dem Vorbild der Dinka im Südsudan. Diese traditionelle Bauform ist in der oberen Nilregion nach wie vor zu finden. Berhard Gruber hatte bei seiner Projektreise unter anderem die Gelegenheit in einem solchen Haus zu wohnen.

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Die Austrian Development Agency (ADA) gemeinsam mit dem Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (vidc) und der Afrika Vernetzungsplattform, einer Allianz von afrikanischen Communities in Österreich, richtete noch vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 mit „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!“ die volle Aufmerksamkeit auf Afrika.

Vorbild für den Workshop mit der Gartenbaufachschule in Langenlois, ein Brotbackofen wie wir ihn aus früheren Zeiten kennen, im Sudan nach wie vor im Einsatz
Vorbild für den Workshop mit der Gartenbaufachschule in Langenlois, ein Brotbackofen wie wir ihn aus früheren Zeiten kennen, im Sudan nach wie vor im Einsatz

Die Initiative umfasste eine umfangreiche Veranstaltungs- und Aktionsreihe in ganz Österreich. Sie zeigte bis zum Ende der Fußball-WM die Vielfalt des afrikanischen Kontinents und leistete einen Beitrag dazu, das gängige Afrika-Bild zu hinterfragen und zu erweitern. „Südafrika wird als erstes afrikanisches WM-Gastgeberland im Zentrum des sportlichen und populären Interesses stehen. Mit Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! wurde die Gelegenheit genutzt, die sich durch dieses Großereignis bot. Ke Nako, ein Begriff aus der Sotho-Sprache, bedeutet „Es ist Zeit“ – und das war für die Veranstalter und alle Beteiligten ein wichtiges Stichwort: Auch in Österreich ist es höchste Zeit, den Blick auf Afrika zu überdenken.

Vertikaler Gärten findet man in verschiedentsten Formen in Gemeinschaftsgartenprojekten und auch in Privatgärten in Afrika
Vertikaler Gärten findet man in verschiedentsten Formen in Gemeinschaftsgartenprojekten und auch in Privatgärten in Afrika

Welches Bild haben wir im Kopf, wenn wir an Afrika denken? Noch immer wird Afrika als Kontinent der Krisen und Katastrophen gesehen. Kaum ein anderer Begriff wurde in den vergangenen Jahrzehnten so sehr zum Synonym für grenzenloses Elend wie „Afrika“. Negative Stereotypen dominieren in der Öffentlichkeit, und Afrikanerinnen und Afrikaner werden bestenfalls in der Opferrolle wahrgenommen. Wichtiges Ziel dieser von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Initiative ist es daher, positive und differenzierte Seiten Afrikas zu zeigen – und vor allem das Bild in unseren Köpfen zu hinterfragen und zu erweitern.

Rundhaus der Dinka im Südsudan. Lehmhäuser haben eine durchschnittliche Temperaturschankung von 4°C im Gegensatz zu Betonwänden von 14°C
Rundhaus der Dinka im Südsudan. Lehmhäuser haben eine durchschnittliche Temperaturschankung von 4°C im Gegensatz zu Betonwänden von 14°C

Das Programm von Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! umfasste österreichweite Aktionen und Veranstaltungen von Bildungs-, Kultur- und zivilgesellschaftlichen Organisationen und reicht von Aktionen für Schulen über Diskurse und Dialogangebote bis hin zu Konzerten, Medienprojekten, Musikprogrammen und künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum. „Das vidc versteht sich bei dieser großangelegten Initiative als Kontakt- und Koordinationsstelle.

Rückblick Solidarische Ökonomie Kongress

Bernhard Gruber, Verein Perma-Norikum und Ing. Gerald Bauer, Permakultur Austria
Bernhard Gruber, Verein Perma-Norikum und Ing. Gerald Bauer, Permakultur Austria

Erfolgreich ist der internationale Kongress „Solidarische Ökonomie“ mit über 800 TeilnehmerInnen zu Ende gegangen. Dieser hat in Wien vom 20. – 22.2.2009 an der Universität für Bodenkultur stattgefunden. In über 120 Programmangeboten (mit workshops, Diskussionen, etc.) wurden Projekte, Unternehmen und Initiativen solidarischen Wirtschaftens vorgestellt, diskutiert und vernetzt. Ziel des Kongresses war es, eine Wirtschaft zu thematisieren, die auf gegenseitiger Unterstützung statt Konkurrenz beruht und die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Entstanden ist der Kongress in einem offenen, partizipativen Prozess. Organisiert wurde er von Personen aus den verschiedenen sozialen Bewegungen. (Quelle: http://www.solidarische-oekonomie.at/)

Bernhard Gruber bei seinem Vortrag über Urbane Permakultur
Bernhard Gruber bei seinem Vortrag über Urbane Permakultur

Auch Bernhard Gruber leistete einen Beitrag mit zwei Vorträgen zum Themenkreis der Permakultur: „Alternativen zur Krise: Mit Permakultur und Subsistenz ein Leben in Fülle“ und „Bodenlos überleben in der Stadt mit Permakultur“. Beide Vorträge waren von sehr großem Interesse gekennzeichnet und regten zur Diskussion an.

Alternativen zur Krise: Mit Permakultur und Subsistenz ein Leben in Fülle

Lange Zeit wurde Permakultur in unseren Breiten zu einer reinen Wirtschaftsmethode in der Landwirtschaft verstümmelt. Die Permakultur bietet jedoch sehr gute, ökologisch tragfähige und ökonomisch nachhaltige Denkansätze für alle Lebensbereiche. Grundlegend gilt, wieder Experte/in über das eigene Leben zu werden und so auch selbstverantwortlich einen Teil zu seiner Ernährung selbst beizutragen.

Mehr als 70 interessierte Zuhörer bei "Bodenlos überleben in der Stadt"
Mehr als 70 interessierte Zuhörer bei "Bodenlos überleben in der Stadt"

Ziele sind: Ressourcen schonen, aktiver Naturschutz, hoher Selbstversorgungsgrad, Selbsteinschränkung, gerechtes Teilen, Regionalökonomien, alternative Währungssysteme, NEIN zu Atomkraft, NEIN zu Gentechnik, regionale-bio-saisonale-faire Ernährung, schließen unterbrochener Kreisläufe, Verwendung nachwachsender Rohstoffe, …

Bodenlos überleben in der Stadt mit Permakultur

Folgt der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise, werden die Großstädte mit einer Bevölkerung über 10.000 Einwohner mit Versorgungsengpässen zu kämpfen haben. Wir sollten die derzeitige Krise nutzen und schauen, wo wir in unserem Umfeld etwas ändern können. Es gibt nahezu keine fruchttragenden Bäume mehr, immer mehr Boden wird versiegelt oder verbaut und so für Menschen schwer nutzbar gemacht. An diesem Punkt liefert die Permakultur sehr gute Möglichkeiten, Anbaufläche mit Hilfe von Vertikalen Gärten zu gewinnen.