Tansanische Naturheilkunde Koryphäe im Sommer zu Besuch in Wels

Tansanische Naturheilkunde Koryphäe im Sommer zu Besuch in Wels

Dr. Peter Feleshi wird erstmalig in Wels ein Naturheilkunde-Tropen Seminar abhalten

Der tansanische Allgemeinmediziener und Naturheilkunde-Tropen-Experte Dr. Peter Feleshi ist im Juli zu Gast im Österreichischen Waldgarten-Institut in Wels. Seit 2011 besteht eine rege Zusammenarbeit zwischen Bernhard Gruber, Leiter des Österreichischen Waldgarten-Insituts und Dr. Feleshi, Vorsitzender von ANAMED Tansania bei verschiedenen Projekten am Kilimanjaro, am Rande der Serengheti und am Victoriasee, wo gemeinsam Kleinbauern mit Permakultur und Tropenheilkunde Hilfe zur Selbsthilfe geboten wird.

ANAMED bedeutet Aktion Natürliche Medizin in den Tropen. Kernpunkt ist die Förderung einer eigenverantwortlichen, selbstbefähigten, nachhaltigen und allen zugänglichen Gesundheits- und Nahrungsvorsorge mit Hilfe der in über 30 Jahren gewonnenen naturmedizinischen Erkenntnisse in den Tropen. Dr. Peter Feleshi kümmert sich mit seinen Trainings nicht nur um die Gesundheit von Kleinbauern, sondern auch um Randgruppen wie HIV-Infizierte oder auch Albinos, welche am Rande der Gesellschaft stehen.

Erstmalig wir Dr. Feleshi für Interessierte in Wels ein Training abhalten, er wendet sich an alle die ihren Horizont in Sachen Naturheilkunde-Tropen erweitern möchten und auch an kulturellem Austausch interessiert sind, oder an Fernreisende welche einen längeren Aufenthalt in den Tropen geplant haben. Schwerpunkt des Seminars ist die Produktion von sonst oft unerreichbar oder teuren Arzneimitteln in den Tropen, Vermeidung von Krankheiten und Wissenschaftliche Arbeit zugunsten vieler anstatt einzelner.

Biobauern von La Palma unterstützen Permakultur-Projektarbeit in Tansania

Im Laufe der Jahre haben sich an verschiedenen Orten Freundschaften ergeben
Im Laufe der Jahre haben sich an verschiedenen Orten Freundschaften ergeben

Seit 2009 ist der Oberösterreichische Permakultur-Berater Bernhard Gruber aus Neuhofen an der Krems immer wieder im nördlichen Tansania unterwegs. Im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche Freundschaften mit lokalen Bauern und Permakultur-Interessierten ergeben.

Permakultur versteht sich als ein Planungskonzept für zukunftsfähige Lebensräume
Permakultur versteht sich als ein Planungskonzept für zukunftsfähige Lebensräume

Permakultur versteht sich als ein Gestaltungskonzept für zukunftsfähige Lebensräume im Einklang mit der Natur. Hauptaugenmerk liegt bei der Verwendung lokaler Ressourcen, Erhöhung der Biodiversität, Wassermanagement, Wiederherstellung der Bodenfruchtbartkeit dem Biolandbau entsprechend, Saatgutsouveränität und vielen anderen Dingen.

Dr. Peter Felesi wurde engagiert um ein ANAMED Naturheilkundetraining in Chumwi abzuhalten
Dr. Peter Felesi wurde engagiert um ein ANAMED Naturheilkundetraining in Chumwi abzuhalten

Vergangenes Jahr hat sich zufällig eine Kooperation mit der Biolandbaubewegung aus La Palma ergeben. Mit ihrer Unterstützung konnte in dem kleinen Dorf Chumwi, direkt am Victoria See ein ANAMED-Naturheilkundetraining in Zusammenarbeit mit Dr. Peter Feleshi, einem tansanischen Allgemeinmediziner, der sich der Naturheilkunde verschrieben hat, abgehalten werden.

550 Fruchtbäume wurden gekauft, an Kursteilnehmer und Schule weitergegeben
550 Fruchtbäume wurden gekauft, an Kursteilnehmer und Schule weitergegeben

Im Anschluss hielt Bernhard Gruber ein Permakultur-Training für die Kleinbauern des Dorfes. Über 550 Fruchtbäume wie Mango, Papaya, Moringa, Orangen, Limetten und Kokosnuss wurden in der 2 Stunden entfernten Stadt gekauft und auf holpriger Piste ins Dorf transportiert.

Die Kursteilnehmer des ANAMED- und Permakultur-Trainings in Chumwi
Die Kursteilnehmer des ANAMED- und Permakultur-Trainings in Chumwi

Die Bäume wurden an die Kursteilnehmer übergeben und ein Teil davon wurde in der lokalen Schule gemeinsam gepflanzt. Natürlich gäbe es noch viele weitere Aktivitäten hier zu unterstützen, zum Beispiel platzt die Schule aus allen Nähten, eine Klasse wird bereits im Freien im Schatten der Bäume unterrichtet oder auch der Bau der katholischen Kirche ist ins Stocken gekommen, da die Geldmittel ausgegangen sind.

Gemeinsam wurde unter anderem ein Wasserretensionsgraben angelegt
Gemeinsam wurde unter anderem ein Wasserretensionsgraben angelegt

Unser Fokus liegt in der Grundversorgung mit gesunden Lebensmittel und vielleicht finden sich ja auch noch mögliche weitere Unterstützer, welche sich der Schule oder der Kirche annehmen möchten, so Bernhard Gruber.

Frauen mit Brennholz im Hochland von Usambara, im Nordosten Tansanias
Frauen mit Brennholz im Hochland von Usambara, im Nordosten Tansanias

Weitere Reiseziele lagen dieses mal in Moshi, am Fuße des Kilimanjaro, wo die Aussenanlage eines Heimes für Kinder mit Behinderung geplant wurde, der Besuch der Usambara Hochebene im Nordosten Tansanias und Abschließend ein Brotbackofen-Bauworkshop im Permakultur-Institut auf der Gewürzinsel Sansibar. Begleitet von seinem Sohn Julian, wurden in 3 Wochen über 3000 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück gelegt.

Brotbackofen Bauworkshop im Permaculture Institute Zanzibar
Brotbackofen Bauworkshop im Permaculture Institute Zanzibar

Es war teilweise auch eine sehr beschwerliche Reise fern ab der Touristenpfade doch durften wir wieder selbst auch viel von den Menschen Tansanias lernen und viele schöne Momente mit ihnen erleben. Denn auch wir hier in Europa werden uns Alternativen für unsere Zukunft überlegen müssen um ihren Herausforderungen begegnen zu können.


Bilder von Chumwi am Victoria See


Diese Diashow benötigt JavaScript.

 


Bilder vom Usambara Hochland


Diese Diashow benötigt JavaScript.


Bilder von Sansibar


Diese Diashow benötigt JavaScript.

Saria Anderson Entwicklungshilfe-Preisträgerin auf Permakultur-Expedition in Eggendorf

Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus Tansania besucht Waldgarten in Eggendorf
Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus Tansania besucht Waldgarten in Eggendorf

Saria Anderson Entwicklungshilfe-Preisträgerin auf Permakultur-Expedition in Eggendorf

Seit nunmehr fünf Jahren gibt es einen Austausch in Sachen Permakultur zwischen Kleinbauern in Tansania und Oberösterreich. Ein Verbindungsglied ist die Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus der Mara-Region am Victoriasee in Tansania.

Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken
Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken

Im Jahr 2009 hatte Waldgärtner Bernhard Gruber aus Neuhofen erstmalig die Gelegenheit, mit Tansania-Experte Franz Hörmanseder Orte fern ab des Tourismus in Tansania zu bereisen. Das gemeinsame Interesse der beiden Oberösterreicher gilt den Waldgärten, die auch am Fuße des Kilimanjaro zu finden sind.

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung
Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Reges Bevölkerungswachstum veranlasste vor Jahrhunderten die Menschen am höchsten Berge Afikas, eine permanente Anbaumethode, sogenannte Homegarden bzw. Waldgärten zu entwickeln. Diese Waldgärten zeichneten sich durch eine manigfaltige, ausdauernde Etagenwirtschaft aus und verschafften den Chaggas einen bescheidenen Wohlstand, im Vergleich zur restlichen Bevölkerung eines der ärmsten Lander Ostafrikas.

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem
Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Ein durchschnittlicher Waldgarten ist 5.000 bis 10.000 m2 groß, er liefert nahezu alles was seine Bewohner zum Leben brauchen: Lebensmittel, Medizin, Tierfutter, Energie- und Bauholz. Begeister von der Idee startete Bernhard Gruber 2011 mit seinem Waldgarten in Eggendorf und versucht diese Waldgärten in ihren Etagen mit Pflanzen die unser mitteleuropäisches Klima vertragen nachzuahmen. Ausserhalb der Vegetationszeit besucht Bernhard Gruber mit Franz Hörmanseder Waldgärten in Tansania zum Austausch mit der lokalen Bevölkerung.

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt
Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Kleine Flächen haben die Möglichkeit, sie naturnahe und doch sehr intensiv mit Dauerkulturen zu bepflanzen. Forschungsziel ist, Waldgärten für unsere Klimazone zu entwickeln, denn wie bereits im Welt-Agrarbericht aus dem Jahr 2009 festgestellt wurde, wird die Hälfte aller Lebensmittel auf Kleinstbauernhöfen unter 2 ha produziert.

Jetzt hatte auch Saria Anderson, die das Verbindungsglied zu verschiedenen Bauern in Tansania herstellt, die Gelegenheit den neu entstandenen Waldgarten von Bernhard Gruber in Eggendof im Traunkreis zu besuchen.

Erste Führung durch die Homegarden am Kilimanjaro

Auf Grund eines Berichtes über die Homegarden der Chagga am Fuße des Kilimanjaro nahm die Leiterin der Volkshochschule Bad Sobernheim (nahe Frankfurt am Main), Frau Simone Kehl betreffend einer möglichen Exkursion im Rahmen einer Studienreise durch Tansania mit mir Kontakt auf. Wie es der Zufall wollte viel der Exkursionstermin auf den ersten Kurstag unseres Permakultur-Designzertifikatskurs. Da Aloyce Massawe auch Kursteilnehmer war und gerade der erste Tag im Kurs sehr wichtig ist sprang ich für ihn ein. Da ich ja schon ein paar Vorträge über die Homegarden der Chagga gehalten hatte, viel es mir natürlich nicht schwer die Studienreisenden zwei Stunden durch das Gelände von Aloyce Massawes und Baltazar Munishis Farm zu führen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wer gerne ein Arbeitspraktikum oder einfach nur seinen Urlaub auf einer kleinen Farm am Fuß des Kilimanjaro verbringen möchte, kann gerne von mir weitere Informationen und den Kontakt bekommen.

Vortrag: Homegardens der Chagga am Kilimanjaro

Mount Kilimanjaro mit Homegarden Vordergrund
Homegarden der Familie Masawe in Umbwe Onana

Gerne halte ich für Schulen, Institutionen, Vereine und Interessengemeinschaften einen Vortrag über eine Projektreise zu den Homegarden der Chagga am Kilimanjaro.

Inhalt: Kurzer Überblick über Tansania, Homegarden der Chagga, weiterer Reiseverlauf

Kosten: auf Anfrage, Übernachtung und Verpflegung hat der Veranstalter zu tragen

Möglicher Veranstaltungstitel und Bewerbungstext:

Homegardens der Chagga am Kilimanjaro

Ein grundsätzliches Bestreben der Natur ist die Rückkehr zum Wald. Ein gut organisierter Wald kann uns alles Bieten was wir zum Leben brauchen: frisches sauberes Wasser, Nahrung, Medizin, Futter für Tiere, Baustoffe und Energie. So auch die Homegarden der Chagga am Kilimanjaro in Tansania, welche seit einigen Jahrzehnten ihrer Existenz bedroht sind und immer mehr verdrängt werden.

Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken

Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber besuchte mit dem Tansania-Experten Franz Hörmannseder in einer Studienreise einige dieser Waldgartensysteme am Kilimanjaro. Ihre gemeinsame Reise führte sie auch zu zwei Permakultur-Projekten an den Viktoria See.

In seinem Vortrag stellt Bernhard Gruber mit ansprechenden Bildern die Homegarden des Chagga Volkes vor und berichtet von den Permakultur-Projekten am Viktoria See. Er berichtet auch, wie man mit einfachen Ideen der Permakultur bestmögliche Resultate erzielt und geht gerne auf Ihre Fragen ein.