Peak Oil – Peak Everything

SchrottautoPeak Oil bedeutet, dass wir das globale Erdölförder-maximum erreicht haben, oder auch die Hälfte des förderbaren Erdöls gefördert ist. Ab diesem Scheide-weg können wir die Fördermenge nicht mehr erhöhen, doch der Verbrauch steigt weiterhin exponentiell an, somit kommt der Zeitpunkt ohne Erdöl unaufhaltsam näher. In Österreich erreichten wir den Peak Oil bereits im Jahr 1955 und in Deutschland 1967. Ab diesem Zeitpunkt steigt auch der Energieeinsatz zur Förderung eklatant an, bis wir es uns nicht mehr leisten können, die Reste zu fördern. Weitere wichtige Rohstoffe gehen auch zur Neige – So spricht man von Peak Everything.

Lediglich ein Anteil von 10% unseres Energiebedarfes kommt aus erneuer-baren, nachwachsenden Energiequellen. 90% unseres Energieverbrauchs wird durch endliche Quellen wie Steinkohle, Erdgas, Erdöl und atomare Energie bestritten. Diese Energieformen werden uns in Kürze nicht mehr im nötigen Ausmaß zur Verfü-gung stehen, der Kampf um die Reserven ist bereits vor Jahren losgebrochen.

Bei all unserem Tun ist es wichtig, den Energieeinsatz zu hinterfragen, doch dürfen wir uns dadurch auch nicht lähmen und uns die Lebensfreude nehmen lassen. Wobei ich auch betonen möchte, dass Lebensfreude nicht vom Konsum abhängig ist. Uns gehen endliche Energieträger aus, gut – wir werden uns eine Lösung einfallen lassen. Als einen zukünftigen Rohstoff und Energieträger werden wir vielleicht Hanf, eine Jahrtausende alte Kulturpflanze neu entdecken und ihr Öl und ihre Fasern wieder wertschätzen lernen. Unsere Zukunft liegt nicht in der Raumfahrt, sie liegt in einer natürlichen Bodenkultur, oder auch in einer neuen Gartenkultur, da auch unsere Lebens-mittelproduktion in konventioneller, wie auch in biologischer Landwirtschaft am Erdöltropf hängt.

Wie du zu einer positiven Veränderung beitragen kannst, lernst du bei einem Permakultur-Designkurs!

Mandala-Garten – ein praktisches Permakultur Element

Permakultur beschränkt sich nicht nur auf Garten oder Landwirtschaft. Dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele  auch ein Lebensstil. Permakultur steht für ein ressourcenschonendes Arbeiten im Einklang mit den natürlichen Abläufen und für einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf mit hohem Selbstversorgungsgrad.  Viele Elemente aus der Permakultur nutzen nicht nur dem Menschen, sie bieten auch einen wertvollen Lebensraum für Fauna und Flora, z. B.  Teiche, Trockensteinmauern, Wildfruchthecken u. v. m.

Ein Mandala Garten vereint in sich verschiedene Permakultur Elemente, wie auch sonst liegt der Schwerpunkt bei Mehrjährigen Früchten
Ein Mandala Garten vereint in sich verschiedene Permakultur Elemente, wie auch sonst liegt der Schwerpunkt bei Mehrjährigen Früchten

Nach dem Vorbild der Natur entwofen wir Schritt für Schritt ein kreisrunder Garten mit Schlüssellochpfaden angelegt. Dabei kommen verschiedene Naturmaterialien zum Einsatz, wie sie auf jedem Hof vorkommen, wie Natursteine, Holz, Weidengeflecht,….
Den Mittelpunkt des Mitteleuropäischen Mandalas bildet eine kleine Kräuterschnecke. Ein Wegsystem mit Schlüssellöchern führt durch das Mandala. Beete werden mit Steinen oder geflochtenen Weidenrabatten abgegrenzt. Außen wird eine kleine Hecke aus Beerensträuchern gepflanzt, welche das extensive Gemüse schützt. In jedem Segment werden auch Bohnentipis als Rankhilfe errichtet.

Vom Schlüssellochpfad aus werden die Beete bepflanzt und beerntet, so ist darauf zu achten, das die Pflanzen die täglich oder mehrfach wöchentlich geerntet werden in den vorderen Reihen stehen. Knollengewächse wie Kartoff, die auf einmal abgeerntet werden können auch schon außer Reichweite stehen. Der äußere Ring ist mit Beerensträuchern wie Heidelbeere, Moosbeere, Preiselbeere, Jostabeere, Apfelbeere, Stachelbeere, Johannisbeere und Gojibeere bepflanzt.

Die 5 Säulen der Permakultur

Die fünf Säulen der Permakultur

Die 5 Säulen der PermakulturPermakultur ein Designkonzept für einen nachhaltigen Lebensstil wird oft auch als ganzheitlich oder holistisch bezeichnet, viele Menschen können jedoch mit dieser Begrifflichkeit nichts anfangen. Schon lange bevor ich mein Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ geschrieben habe, hab ich die Überlegung angestellt wie man Permakultur zusammenfassen könnte. Und dass möglichst einfach und übersichtlich. So bin ich auf die 5 Säulen der Permakultur gekommen.

Was braucht ein zukunftsfähiges Leben?

Wir brauchen Nahrung – eigentlich noch mehr Vermittler zum Leben!

Wir brauchen Energie um diese Nahrung herzustellen und zuzubereiten!

Wir brauchen Schutz, wo wir ruhen, uns niederlassen, uns versammeln, unsere Vorräte und Werkzeuge horten und uns kulturell ausdrücken können!

Wir brauchen das richtige Wissen und passende Technologien um unsere Lebensmittel zu gewinnen, unsere Energie zu gewinnen, zu speichern und unseren Schutz zu errichten und je nach bedarf die richtige Technik um miteinander zu komunizieren.

Wir brauchen Kooperation – das Leben ist nicht auf Konkurenz aufgebaut, seit jeher war der Mensch auf Kooperation angewiesen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGrundvoraussetzung für die fünf Säulen

Ich setze natürlich voraus, dass wir liebevollen bzw. freundschaflichen Umgang miteinander pflegen. Wir haben saubere Luft zum Atmen und frisches, sauberes Wasser in ausreichender Menge zum Trinken, Kochen, Waschen, Pflanzen. Wir haben guten Erdboden in welchem unsere Lebensmittel wachsen und gedeihen. Wir haben die Kraft der Sonne, welche uns, Pflanzen und Tiere gedeihen lässt.

Die 5 Säulen der Permakultur konkret

5 Saeulen NahrungErnährung: sauberes Wasser frei zugänglich für alle Lebewesen, gentechnikfreies Saatgut, Viehfutter und Lebensmittel, Erhaltung der über Jahrtausende entstandenen Artenvielfalt – Pflanzen wie Tiere, kein Patent auf Leben / Saatgut, Speicherung ungenutzter bzw. überschüssiger Energie in Form von Fleisch, auf kleinen Flächen intensiv (zum Beispiel in Mischkultur) – auf großen Flächen extensiv, Schwerpunkt mehrjährige Früchte oder extensive Weidetiere wie Hochlandrinder.

5 Saeulen EnergieEnergie: Energieverbrauch reduzieren – anstatt immer mehr Energie gewinnen zu müssen. Eine dezentralisierte Energieversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen – solare Energie – Windenergie – Kleinwasserkraftwerke – geothermale Quellen. Energiegewinnung darf nie im Widerspruch mit Lebensmittelproduktion stehen.

5 Saeulen SchutzArchitektur: Passivsolares Design mit vorhandenen Ressourcen angepasst an die Umwelt, Funktionalität geht vor Ästhetik, Wiederverwertung von Abfall, Oberflächenversiegelung vermeiden, Bedacht auf Energieeinsatz.

5 Saeulen Technologie BildungTechnologie und Bildung: menschenfreundliche Werkzeuge weiterentwickeln, altes funktionales Handwerk erhalten, neue einfach gestrickte Technologien entwickeln, keine Selbstversklavung, jedoch Energieeinsatz berücksichtigen.

5 Saeulen KooperationKooperation: Grundsätzlich sind natürliche Systeme auf Kooperation aufgebaut, wir brauchen in Zukunft Individualismus und keinen Egoismus. Genossen-schaften und keine Aktiengesellschaften.

Energiegewinnen aus Stockausschlägen

Benjes-Hecken
Biobauer Franz Edlmayr vor seiner Benjes-Hecke

Neben den meisten typischen Heckenpflanzen wie Schlehdorn, Weißdorn, Holunder, Haselnuss, eignen sich auch verschiedene Laubbäume wie Weide, Pappel, Erle, Buche, Esche, Eiche oder Linde, sie alle paar Jahre auf den Stock zu setzen.

Auf den Stock setzen bedeutet, einen Baum oder Strauch knapp über dem Boden zu fällen und nach ein paar Jahren die Stockaus-schläge zu ernten. Um eine Windschutzhecke zwischen den Feldreihen zu verjüngen, sollten punktuell immer wieder einzelne Pflanzen auf den Stock gesetzt werden. Der dadurch entstandene Holzschnitt ist als Ertrag eines Feldes zu sehen und trägt zur Energiegewinnung bei.

Einfach Holzkohle herstellen mit dem Worldstove

World Stove
Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Der original Worldstove ist ein patentierter Ofen zum Kochen und gleichzeitigem Herstellen von Holzkohle. Er wurde speziell für Entwicklungsländer entworfen und zum Nachbau für nichtkommerzielle Zwecke freigegeben. Er kann auch ganz einfach im Eigenbau nachgebaut werden. Am einfachsten verwendet man zwei verschieden große Blechdosen, die ineinander gesteckt werden. Die äußere Dose wird seitlich unten mit Löchern versehen, die innere Dose seitlich oben. Mit ein paar möglichen Startschwierigkeiten am Anfang kann man sich so seinen Kaffee kochen und dabei Kohle herstellen.

Der Hydraulische Widder – eine einfache Wasserhebevorrichtung

Hydraulischer WidderDer Hydraulische Widder wurde von den Gebrüdern Mont-golfier aus Frankreich 1797 patentiert, sie gelten auch als die Erfinder des Heißluftballons. Er erfreute sich bis zur Einführung der Elektrizität großer Beliebtheit. In einigen Regionen Österreichs und anderen Ländern wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts Hydraulische Widder zur Förderung von Quell- und Bachwasser eingesetzt. Schweinestall, Kuhstall, Pferdestall und weitere Punkte am Hof wurden so mit frischem, fließendem Wasser versorgt.

Der Hydraulische Widder ist kein Perpetuum Mobile, funktioniert aber nach einem einfachen Prinzip. Mit Hilfe eines Gefälles von mindestens 1 m und 2/3 Wasserverlust, kann 1/3 Wassermenge ohne Fremdenergie transportiert werden. Je nach Dimension und Gefälle können Höhen bis zu 300 m überwunden werden. Gebäude und Teiche oberhalb der Quelle gelegen, können so in Zusammenarbeit von zwei Ventilen Wasser hoch fördern.

Von der Quelle über die so genannte Triebleitung strömt Wasser in das geöffnete Druckventil und verlässt den Widder durch ein Schlagventil. Nimmt die Fluß-geschwindigkeit des Wassers zu, schließt das Stoßventil, so erhöht sich der Druck in der Triebleitung, welcher wiederum durch das Förderventil in den Ausdehnungsbehälter entweicht. Der Druck gleicht sich aus, Förderventil schließt, Stoßventil öffnet sich, der nächste Arbeitstakt beginnt. Auf diese Weise wird ein Teil des Wassers zum Antrieb genutzt, was voraussetzt, dass Wasser abfließen kann.

Lerne mehr zum Thema Permakultur und was du zu einem guten Leben brauchst in unserem Permakultur-Designkurs!

Staffelung in Zeit und Raum

Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme
Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme

Getreidefelder haben den Vorteil, dass sie maschinell leicht zu bearbeiten sind. Es gibt auch verschiedene, den Boden weniger belastende Techniken. Bei der Mulchsaat zum Beispiel wird auf den Pflug gänzlich verzichtet, gerne aber die oberste Schicht des Saatbeetes gelockert. Der Boden wird durchlüftet und erwärmt sich schneller. Pflanzenreste von Zwischenfrüchten oder Stroh bedecken das Saatbeet und schützen vor Erosion und Verschlämmung.

Eine weitere Möglichkeit im Biolandbau ist, mit Untersaaten zu arbeiten. Untersaaten wie verschiedene Kleearten und Luzerne sind eine wichtige Gründüngung, Unkraut-bekämpfung, Verdunstungs- und Erosionsschutz, wobei der Arbeitszeitaufwand nicht steigt, da die Saat mit der Hauptfrucht erfolgt. Zeitgleich können auch zwei Hauptfrüchte wie Dinkel und Leindotter angebaut und geerntet werden.

Agroforst Permakultur
Agroforst ist eine Kombination aus Land- und Forstwirtschaft

Zukunftsweisende Agroforste sind eine Kombination aus einjährigen Feldfrüchten und Baumkulturen. Forschungsergebnisse berichten von Mehrerträgen bis zu 30 %. Getreidefelder werden mit Laubholz oder auch Stickstoff bindenden Bäumen im durchzogen. In Ländern des Südens ist diese Anbauform seit einigen Jahrzehnten als „Alley cropping“ bekannt und wird speziell zur Erosionsbekämpfung durch Pflanzung der Baumreihen auf Geländekontur angewendet.

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Das Gemeine Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

StockschwammerlDas Gemeine Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) ist ein Pilz, der sich leicht auf beimpften Holzstämmen auch im Hausgarten ziehen lässt.

Zirka 20 cm tief wird der beimpfte 50 cm lange Stamm in Wuchsrichtung, nach einer Durchwachszeit von einigen Monaten an einer schattigen Stelle im Garten eingegraben.

Je nach Härte des verwendeten Laubholzes, kann es bis zur ersten Ernte ein bis zwei Jahre dauern. Das Stockschwämmchen ist weit verbreitet und wird gerne für Suppen verwendet.

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Mit Kursteilnahme am Permakultur-Designkurs, Waldgarten-Institut unterstützen

Permakultur-Designkurs nach dem Curriculum von Bill Mollison
Permakultur-Designkurs nach dem Curriculum von Bill Mollison

Mit Kursteilnahme am Permakultur-Designkurs, Österreichisches Waldgarten-Institut unterstützen

Mit der Teilnahme an unserem Permakultur-Designkurs können Interessierte die Weiterführung des über 25 Jahre alten Waldgarten von Hans Hermann Gruber und die Errichtung des Österreichischen Waldgarten-Institutes unterstützen.

Es wird versucht, Permakultur-Designkurse dort abzuhalten, wo auch Permakultur schon gelebt wird und begreifbar ist
Permakultur Weberhäusl mit seinem 25 Jahre alten Waldgarten soll zum Waldgarteninstitut werden

Geplant ist die Erhöhung der Biodiversität im Waldgarten

Der Waldgarten in Wels verfügt bereits über eine sehr hohe Artenvielfalt, doch werden immer wieder Pflanzen bekannt, welche für unsere Breiten gut geeignet sind. Durch Alterung, fortschreitende Trockenheit und andere Herausforderungen kommt es immer wieder zu Ausfällen, welche ergänzt werden möchten.

Grundriss des geplanten Waldgarten-Institut
Grundriss des geplanten Waldgarten-Institut

Neuerrichtung des über 400 Jahre alten Hofgebäudes

Das ehemalige Wohn- und Wirtschaftsgebäude, ist auf Grund der desolaten Bausubstanz nicht mehr zu erhalten. Altbaustoffe sollen für die Wiederverwendung geborgen werden, geplant ist die Errichtung eines modernen Strohballenhauses mit verschiedenen Möglichkeiten. Es soll von Wohn- und Lebensmöglichkeiten bis hin zu Coworkingspace mit Büro, Werkstatt, Seminarraum und Verarbeitungsräumen alles geben.

Das geplante Waldgarten-Institut
Das geplante Waldgarten-Institut

Subtropischer Waldgarten im Gewächshaus

Natürlich soll das Österreichische Waldgarten-Institut auch seinen Platz im neu gebauten Strohballenhaus finden. An das Strohballenhaus angebaut, soll ein Gewächshaus werden, wo ein kleiner Subtropischer Waldgarten entsteht. Mit diesem Gewächshaus entsteht ein Brückenschlag, von Hermann Grubers Waldgarten zu den Waldgärten der Tropen und Subtropen, wo sie eigentlich herkommen.

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Gutscheine sammeln für Permakultur-Designkurs im Sommer 2019

Wer gerne einmal eine Permakultur Ausbildung machen möchte, der hat nächstes Jahr wieder die Gelegenheit. Im Sommer 2019 gibt es im Österreichischen Waldgarten-Institut einen zweiwöchigen Permakultur-Designkurs mit einem reichhaltigen Programm. Für diesen Permakultur-Designkurs gibt es die Möglichkeit Gutscheine zu schenken, oder sich von seinen Freunden und Verwandten schenken zu lassen. Die Gutscheine gibt es ab einem Nennwert von euro 100,-. Die Lieferzeit für den Gutschein beträgt ca. 2 Wochen.
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Alle Details zum Lehrgang

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