Mandala-Garten – ein praktisches Permakultur Element

Permakultur beschränkt sich nicht nur auf Garten oder Landwirtschaft. Dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele  auch ein Lebensstil. Permakultur steht für ein ressourcenschonendes Arbeiten im Einklang mit den natürlichen Abläufen und für einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf mit hohem Selbstversorgungsgrad.  Viele Elemente aus der Permakultur nutzen nicht nur dem Menschen, sie bieten auch einen wertvollen Lebensraum für Fauna und Flora, z. B.  Teiche, Trockensteinmauern, Wildfruchthecken u. v. m.

Ein Mandala Garten vereint in sich verschiedene Permakultur Elemente, wie auch sonst liegt der Schwerpunkt bei Mehrjährigen Früchten
Ein Mandala Garten vereint in sich verschiedene Permakultur Elemente, wie auch sonst liegt der Schwerpunkt bei Mehrjährigen Früchten

Nach dem Vorbild der Natur entwofen wir Schritt für Schritt ein kreisrunder Garten mit Schlüssellochpfaden angelegt. Dabei kommen verschiedene Naturmaterialien zum Einsatz, wie sie auf jedem Hof vorkommen, wie Natursteine, Holz, Weidengeflecht,….
Den Mittelpunkt des Mitteleuropäischen Mandalas bildet eine kleine Kräuterschnecke. Ein Wegsystem mit Schlüssellöchern führt durch das Mandala. Beete werden mit Steinen oder geflochtenen Weidenrabatten abgegrenzt. Außen wird eine kleine Hecke aus Beerensträuchern gepflanzt, welche das extensive Gemüse schützt. In jedem Segment werden auch Bohnentipis als Rankhilfe errichtet.

Vom Schlüssellochpfad aus werden die Beete bepflanzt und beerntet, so ist darauf zu achten, das die Pflanzen die täglich oder mehrfach wöchentlich geerntet werden in den vorderen Reihen stehen. Knollengewächse wie Kartoff, die auf einmal abgeerntet werden können auch schon außer Reichweite stehen. Der äußere Ring ist mit Beerensträuchern wie Heidelbeere, Moosbeere, Preiselbeere, Jostabeere, Apfelbeere, Stachelbeere, Johannisbeere und Gojibeere bepflanzt.

Die 5 Säulen der Permakultur

Die fünf Säulen der Permakultur

Die 5 Säulen der PermakulturPermakultur ein Designkonzept für einen nachhaltigen Lebensstil wird oft auch als ganzheitlich oder holistisch bezeichnet, viele Menschen können jedoch mit dieser Begrifflichkeit nichts anfangen. Schon lange bevor ich mein Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ geschrieben habe, hab ich die Überlegung angestellt wie man Permakultur zusammenfassen könnte. Und dass möglichst einfach und übersichtlich. So bin ich auf die 5 Säulen der Permakultur gekommen.

Was braucht ein zukunftsfähiges Leben?

Wir brauchen Nahrung – eigentlich noch mehr Vermittler zum Leben!

Wir brauchen Energie um diese Nahrung herzustellen und zuzubereiten!

Wir brauchen Schutz, wo wir ruhen, uns niederlassen, uns versammeln, unsere Vorräte und Werkzeuge horten und uns kulturell ausdrücken können!

Wir brauchen das richtige Wissen und passende Technologien um unsere Lebensmittel zu gewinnen, unsere Energie zu gewinnen, zu speichern und unseren Schutz zu errichten und je nach bedarf die richtige Technik um miteinander zu komunizieren.

Wir brauchen Kooperation – das Leben ist nicht auf Konkurenz aufgebaut, seit jeher war der Mensch auf Kooperation angewiesen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGrundvoraussetzung für die fünf Säulen

Ich setze natürlich voraus, dass wir liebevollen bzw. freundschaflichen Umgang miteinander pflegen. Wir haben saubere Luft zum Atmen und frisches, sauberes Wasser in ausreichender Menge zum Trinken, Kochen, Waschen, Pflanzen. Wir haben guten Erdboden in welchem unsere Lebensmittel wachsen und gedeihen. Wir haben die Kraft der Sonne, welche uns, Pflanzen und Tiere gedeihen lässt.

Die 5 Säulen der Permakultur konkret

5 Saeulen NahrungErnährung: sauberes Wasser frei zugänglich für alle Lebewesen, gentechnikfreies Saatgut, Viehfutter und Lebensmittel, Erhaltung der über Jahrtausende entstandenen Artenvielfalt – Pflanzen wie Tiere, kein Patent auf Leben / Saatgut, Speicherung ungenutzter bzw. überschüssiger Energie in Form von Fleisch, auf kleinen Flächen intensiv (zum Beispiel in Mischkultur) – auf großen Flächen extensiv, Schwerpunkt mehrjährige Früchte oder extensive Weidetiere wie Hochlandrinder.

5 Saeulen EnergieEnergie: Energieverbrauch reduzieren – anstatt immer mehr Energie gewinnen zu müssen. Eine dezentralisierte Energieversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen – solare Energie – Windenergie – Kleinwasserkraftwerke – geothermale Quellen. Energiegewinnung darf nie im Widerspruch mit Lebensmittelproduktion stehen.

5 Saeulen SchutzArchitektur: Passivsolares Design mit vorhandenen Ressourcen angepasst an die Umwelt, Funktionalität geht vor Ästhetik, Wiederverwertung von Abfall, Oberflächenversiegelung vermeiden, Bedacht auf Energieeinsatz.

5 Saeulen Technologie BildungTechnologie und Bildung: menschenfreundliche Werkzeuge weiterentwickeln, altes funktionales Handwerk erhalten, neue einfach gestrickte Technologien entwickeln, keine Selbstversklavung, jedoch Energieeinsatz berücksichtigen.

5 Saeulen KooperationKooperation: Grundsätzlich sind natürliche Systeme auf Kooperation aufgebaut, wir brauchen in Zukunft Individualismus und keinen Egoismus. Genossen-schaften und keine Aktiengesellschaften.

There are still articles needed for Permaculture booklet in kiswahili

Permaculture Booklet for East Africa

Permakulture booklet for East Africa

In 2009 I had the first chance to travel through Tanzania with my friend Franz Hörmanseder, who was working there for 3 year, 20 years ago in Musomaregion. Our aim was to see the homegardens (edible foodforests) of the Chagga people. In Moshi we met Aloyce Massawe, a famous farmer and a beekeeper specialised on stingles honeybees. We told him at his home about permaculture, we gave on his land some practical examples an he whants to know more about. This was all how it got started.

Dr. Peter Feleshi at his visit at the Austrian Foodforest Institute

In the following years we started to work together also with ANAMED – Action in natural Medicin. Dr. Peter Feleshi became an important friend to us. We arranged 4 Trainings together with him in the following years and worked always on the topic of Permaculture.

Dr. Peter Feleshi

At the visit of Dr. Peter Feleshi, in the summer of 2017 in Austria, we started together to work on a Permaculture booklet in kiswahili for the east African people. Now we did almost the fundation, but still are articles needed for the booklet!

The articles in kiswahili can be about making kompost, making liquid fertilizer, making an A-Frame and working with it, gowing mushrooms, … writen in your words with your experience! If you want to write an article in kiswahili, pleas get in touch with us!

There is also the possibility to do a financial support !

Donation Account Austrian Foodforest Institute:
IBAN: AT97 2032 6000 0003 4785
BIC/SWIFT: SPNKAT21

Permakultur-Buch für Ost-Afrika

Permakultur Buch für Ostafrika

Permakultur-Buch für Ost-Afrika

Im Jahr 2009 hatte ich das erste mal die Gelegenheit Tansania zu bereisen, irgendwie hat mich das Land mit seinen Menschen nicht mehr losgelassen. Wir haben uns mit einigen Freunden auf den Weg der kleinen Schritte in Richtung Permakultur gemacht.  Permakultur als Planungskonzept für einen zukunftsfähigen Lebensstil bietet auch für Afrika ideale angepasste Lösungen.

Dr. Peter Feleshi zu Besuch im Österreichischen Waldgarten-Institut

Beim Besuch unseres Projektpartners Dr. Peter Feleshi im Juli bei uns im Österreichischen Waldgarten-Institut, haben wir uns kurzfristig entschlossen ein Permakultur-Buch für Ostafrika zu schaffen. Enthalten sollen Ethik, Prinzipien und Methodik der Permakultur sein. Wichtig ist ein Permakultur-Buch in einer ostafrikanischen Sprach mit welcher sich die Menschen identifizieren können. Swahili wird in Tansania, Kenja und zahlreichen weiteren Ländern Ostafrikas von rund 80 Mio. Menschen gesprochen.

Dr. Peter Feleshi

In zwei Wochen intensiever Arbeit haben wir einen Grundstock für ein leicht verständlich geschriebes mit zahlreichen Abbildungen und Skizzen bebildertes Buch geschaffen. Ziel ist es Kleinbauern Alternativen fernab von Agrochemie und Erdöl zu bieten. Geplant ist, dass zumindest für jedes gedruckte Buch auch ein Baum in Ostafrika gepflanzt wird. Erscheinen soll das Buch voraussichtlich im Sommer 2018.

Wir freuen uns über jegliche finanzielle Unterstützung!

Spendenkonto Verein Österreichisches Waldgarten-Insitut:
Kennwort Permakultur-Buch Swahili
IBAN: AT97 2032 6000 0003 4785
BIC/SWIFT: SPNKAT21

Nach 4 Jahren Pause wieder Permakultur-Kurs in Wels

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels
Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

Nach 4 Jahren Pause wieder Permakultur-Designzertifikatskurs in Wels

In den frühen 1990er Jahren begann Hans Hermann Gruber einen Teil der seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Kleinstlandwirtschaft „Weberhäusl“, nach den Prinzipien der Permakultur zu gestalten. Der kleine Bauernhof am Stadtrand von Wels wurde zum biologischen Kleinod in der Agrarindustriewüste der ehemaligen Welser Heide und stellt mittlerweile eines der letzten Biotope für eine große Biodiversität dar.

Die drei Schwestern - eine Gilde oder Pflanzgemeinschaft
Die drei Schwestern – eine Gilde oder Pflanzgemeinschaft

Das Permakultur-Projekt Weberhäusl mit seinem ca. 5.000 m² großen und über 20 Jahre alten Waldgarten war bereits 2007 Austragungsort für einen internationalen Permakultur-Designzertifikatskurs mit dem Austro-Neuseeländer Joe Polaischer. Zu dem Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Ungarn anreisten. In Folge gab es zwei weitere Kurse mit zahlreichen Teilnehmern. Nach 4 Jahren Pause soll es im Sommer 2015 wieder die Gelegenheit geben, vor Ort einen Permakultur-Designzertifikatskurs zu besuchen.

Termin: 9. bis 23. August 2015

Die Anmeldung zu diesem Lehrgang ist bereits jetzt möglich, weitere Details

Abschluss Permakultur Designkurs in Modulen

Gruppenarbeit im Permakultur-Designkurs
Gruppenarbeit im Permakultur-Designkurs

Abschluss Permakultur Designkurs in Modulen

Über einen erfolgreichen Abschluss mit seinen Kursteilnehmern freute sich Bernhard Gruber am Freitag den 7. November am Permakultur-Projekt Wald-Wasser-Garten Einjoch. Es war der zweite Lehrgang in der Kleingruppe. Neben der theoretischen Permakultur lernten die Teilnehmer im laufe der 5 Module viel Praktisches für Haugarten, Gemeinschaftsgarten, Landwirtschaft, Baubiologie, Nachwachsende Rohstoffe, menschenfreundliche Technologie und Kooperation.

Teilnehmer und Team des diesjährigen Permakultur- und ANAMED-Trainings in Umbwe Onana auf gut 2000 m am Kilimajaro
Teilnehmer des Permakultur- und ANAMED-Trainings in Umbwe Onana auf gut 2000 m am Kilimajaro

Bernhard Gruber selbst auf einer kleinen Landwirtschaft am Stadtrand von Wels aufgewachsen, hat sich seit nunmehr über 10 Jahren der Permakultur verschrieben. Seit 2007 organisiert er Permakultur-Lehrgänge und unterrichtet selbst auch Permakultur in Länder wie Tansania, Sri Lanka und El Salvador. Der Vorteil wenn man viel herum kommt ist, dass man von den Teilnehmer immer wieder dazu lernt und dieses Wissen anderen wieder weitergeben kann.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Modulkurses im Herbs 2014
Gruppenfoto der Teilnehmer des Modulkurses im Herbs 2014

Am Stück durchgehende Lehrgänge sind in großen Gruppen ideal, da Gruppen-Prozesse gestartet werden und versuchsweise Gemeinschaft gelebt werden kann. Modulkurse in kleinen, intensiven Gruppen geben die Möglichkeit auf die Bedürfnisse des Einzelnen mehr einzugehen. Den meisten der Kursteilnehmer ist eine praxisorientierte Ausbildung wichtig, um selbst aktiv werden zu können.

Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges
Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges

Wie bei jedem Permakultur-Designkurs waren auch dieses mal die Teilnehmer wieder gefragt, eine Abschlussarbeit bei der das Erlernte über Ethik, Prinzipien und Methodik sichtbar wird, vor allen Teilnehmern zu präsentieren.

Der nächste Permakultur-Designkurs in der Kleingruppe in Modulen findet schon im Frühjahr 2015 statt, Anmeldung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben ist jetzt schon möglich. Es besteht auch die Möglichkeit vor Ort sich im Vorfeld ein Bild zu machen.

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