Hühnerauslauf in der Permakultur Kleinstlandwirtschaft

Jahrelang hatten wir immer das Problem, dass unsere Hühner die Grenzen ihres Geheges nicht respektierten und im ganzen Garten unterwegs waren und immer wieder kleinere oder größere Schäden anrichteten und überall gut versteckt ihre Legenester anlegten. Auch hatten wir das Problem, dass wir mit dem Hühnerfutter die Tauben eines nahegelegenen Taubenschlages mitfütterten. So entschlossen wir uns für die Hühner einen geschlossenen Hühnerauslauf zu bauen.

Aus Folientunnelbögen und Metallrohren wurde das Grundgerüst aufgebaut, in welches das bestehende von Hühnern beheizte Anzuchtgewächshaus integriert wurde. Dieses Grundgerüst wurde mit eine Maschenzaun überzogen.

Segmentierter Hühnerauslauf Draufsicht

Der Plan ist es im Verteiler / Strohhof Flächenkompostierung zu betreiben, was wir bisher im alten Hühnerauslauf auch schon betrieben haben. Küchenabfälle, Holzkohlestaub und immer frisch geschnittenes Gras und andere organische Abfälle kommen in den Strohhof, wo alles immer von den Hühnern in bewegung gehalten wird. Einzelne Segmente können von der ganzen Koppel abgetrennt und mit Gemüse bepflanzt werden. Ist das Gemüse abgeerntet dürfen die Hühner wieder rein und die Ernteabfälle fressen, Schädlinge vertilgen und den Boden wieder düngen.

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Natürlich versuchen wir auch bestmöglich auf die Bedürfnisse unserer Hühner einzugehen: Hühner sind Waldtiere und stammen aus dem tropischen Regenwald Südostasiens ab – sie brauchen also immer Schutz vor der Sonne und vor möglichen Feinden von Oben. Da soll natürlich der Hühnerauslauf mit Bäumen bepflanzt sein, wo sie Schutz, Schatten und Futter bekommen und auch aufsitzen können.

 

Einfaches Permakultur-Design

Permakultur Design Beispiel Tropen
Permakultur Design Beispiel Tropen

Permakultur-Design versus Permakultur-Planung

  • Permakultur-Design geht über eine Planung hinaus, es wird versucht verschiedenste Faktoren mit einzubeziehen. Unter anderem ist wichtig zu erkennen, dass wir Natur nicht kontrollieren können, wir können nur achtsam eingreifen und versuchen sie zu imitieren. Permakultur-Design ist ein dynamischer Prozess.
Permakultur Design einer einfachen Kochstelle, Design wird mit vorhandenen Kochtöpfen ermittelt
Permakultur Design einer einfachen Kochstelle, Design wird mit vorhandenen Kochtöpfen ermittelt

Ein wichtiges Werkzeug im Permakultur-Design sind verschiedene Designprinzipien die zu Anwendung kommen. Grundlegend ist, dass jedes Element das im Design zum Einsatz kommt, mehrere Funktionen erfüllen muss und wiederum jedes unserer Grundbedürfnisse von mehreren Elementen abgedeckt wird.

Permakultur Design Entwurf eines Mandala Garten im Sand
Permakultur Design Entwurf eines Mandala Garten im Sand

Hilfreich im Permakultur-Design ist auch die Funktions-Analyse eines bestimmten Elementes. Vorrangig wird geschaut, was braucht es, wie verhält es sich, wie sind seine spezifischen Eigenschaften und dann wird durchleuchtet, was habe ich davon.

Gemeinsames Permakultur Design eines Mandala Garten mit Blättern und Gräsern
Gemeinsames Permakultur Design eines Mandala Garten mit Blättern und Gräsern

Das Gelände welches geplant werden soll, ein Hausgarten, eine Landwirtschaft oder ein ganzes Dorf wird in Zonen nach Häufigkeit der Besuche eingeteilt, wo auch die Plazierung verschiedener Elemente berücksichtigt wird.

Permakultur-Design in der Sandkiste mit Blättern, Seinen und Stöcken
Permakultur-Design in der Sandkiste mit Blättern, Seinen und Stöcken

Praxistipp: Wichtig ist ein Ziel oder besser eine Vision auf die man hin arbeitet. Jeder hat vielleicht nicht das Geschick einen halbwegs professionellen Plan zu zeichnen oder nicht die finanziellen Mittel einen zeichnen zu lassen. Die eigenen Ideen lassen sich auch einfach mit Symbolen, Steinen, kleinen Ästen, verschiedenen Blättern udgl. in einer Sandkiste oder auf einem Stück Papier auflegen. Der Vorteil einer Sandkiste ist, dass das Gelände modelliert werden kann. Das Ergebnis kann mit einem Fotoaparat festgehalten.

Bei einem Permakultur-Designkurs erhalten Sie das richtige Werkzeug um den eigenen Garten, einen Gemeinschaftsgarten, einen Bauernhof, oder ein Dorf selbst zu planen.

Aufwertung der Nichtgeld-Tätigkeit mit Zeittausch

Die einfachste Möglichkeit Nichtgeldtätigkeit aufzuwerten, ist ein Talente-Tauschkreis. Nach dem Motto jeder hat ein Talent, etwas was man gut kann und auch gerne tut. Bei einem Talente-Tauschkreis besteht auch ein sehr starker lokaler bzw. regionaler Bezug, es geht auch darum, die Nachbar-schaftshilfe zu beleben. Getauscht werden Dienstleistungen oder Waren gegen ein Guthaben, dieses kann wieder bei anderen Tauschkreis-Teilnehmern eingelöst werden. So können Überschüsse verteilt und Abfälle vermieden werden, es entstehen auch zahlreiche neue Kontakte. Es kommt zu einer regionalen Wertschöpfung ohne Geldfluss, wo Schulden, Zinsen und Spekulation keine Rolle spielen.

Ein Talente-Tauschkreis braucht eine gewisse Größe, so dass es ein breites Feld an Talenten zur Auswahl gibt, es gibt aber auch die Möglichkeit, schon ab zwei Personen zu tauschen. Gerade in den letzten Jahren wurden handwerkliche Tätigkeiten aufgewertet und in einem Talente-Tauschkreis sollte gelten, dass jedem seine Zeit gleich viel wert ist, unabhängig von Herkunft, Bildung, Alter und gesellschaftlichem Stand. Jeder hat nur einmal seine Lebenszeit zur Verfügung und die ist nicht mehr und nicht weniger wert als die des anderen.

Wichtig ist, basisdemokratisch zu arbeiten, es braucht eigentlich nicht einmal eine Gesellschaftsform für einen Talente-Tauschkreis, es kann eine einfache Bürgerinitiative oder eine Arbeitsgruppe sein. So bleibt auch der administrative Arbeitsaufwand gering. Es fallen Tätigkeiten wie Führen einer Teilnehmerliste mit den möglichen Talenten, Führen eines Kontos mit getauschten Talenten, Organisation von Stammtischen und Öffentlichkeitsarbeit an. Diese Tätigkeiten können auch in Zeitguthaben abgegolten werden.

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Mit Permakultur-Designkurs ins Leben einsteigen

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Visuelle Bodenprobe beim Permakultur-Designkurs

Permakultur versteht sich als ein Planungskonzept für zukunftsfähig Lebensräume in Kooperation mit der Natur. Alle bisherigen Kulturen die zu groß oder auch zu klein geworden sind, sind verschwunden, es braucht ein gesundes Maß, denn endloses Wachstum gibt es nicht – nicht einmal die Bäume wachsen in den Himmel!

Ein Permakultur-Designkurs bietet den idealen Einstieg ins Thema Permakultur, die Grundlage diese Lehrgangs ist das Handbuch der Permakultur-Gestaltung von Bill Mollison, dem Begründer der Permakultur. Neben Ethik, Prinzipien und Methodik der Permakultur-Planung werden die Themen Muster, Klima, Wasser, Boden, Erdarbeiten und Bäume behandelt, natürlich dürfen die permakulturellen Ideen für die einzelnen Klimazonen und auch Strategien für alternative Nationen nicht fehlen.

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Alle Klimazonen werden behandelt

Grundsätzlich ist zur Kursteilnahme kein Grundwissen erforderlich, doch der Wille zur Veränderung, das geballte Wissen an Problemstellungen und Lösungsansätzen aus der Permakultur dazu, kann den einen oder anderen schon etwas aus der Bahn werfen. Permakultur ist eben mehr als nur Gemüsegärtnern! Vorallem ist ein Permakultur-Designkurs kein Schnellsiedekurs für Gemüsegärtner – man bekommt das wichtigste Werkzeug um sein eigenen Umfeld im Sinne der Permakultur planen zu können.

Permakultur-Designkurs 2015, in Wels mit Bernhard Gruber
Verschiedene Teichformen werden behandelt

Auch im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche Anbieter von Permakutlur-Designkursen, wie diese Kurse genannt werden ist unwichtig … Permakultur-Designzertifikatskurs – 72h Permakutlur-Designkurs – 84h Permakultur-Designzertifikatskurs, PDC, PDK, … was auch immer – wichtig ist, dass alle Kapitel aus dem Handbuch der Permakultur-Gestaltung (Permaculture – A Designers Manual) ausreichend behandelt werden.

Lerne mehr zum Thema Permakultur und was du zu einem guten Leben brauchst in unserem Permakultur-Designkurs!

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta
Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Die Schwarzerde des Amazonas, oder auch Terra Preta, ist ein von Menschen gemachter fruchtbarer Boden. Hohe Niederschläge haben über Jahrtausende zur Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden geführt. Die ganze Fruchtbarkeit steckt in den Bäumen der tropischen Regenwälder, entfernt man diese sind die Böden nur kurze Zeit mit Feldfrüchten bewirtschaftbar.

So haben sich vor mehreren tausend Jahren die Bewohner des Amazonas das hohe Speichervermögen von Holzkohle zu Nutze gemacht. Im 16. Jahrhundert wurde von Städten über 100.000 Einwohner berichtet, doch dürften von Konquistatoren eingeschleppte Krankheiten zur Ausrottung dieser Menschen beigetragen haben. Der Urwald holte sich die Flächen zurück und die Berichte gerieten in Vergessenheit, bis Untersuchungen der Böden im 19. Jahrhundert und Forschungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden.

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale
Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Es wurden Flächen in der Größe von ein paar Hektar bis hunderten Hektar festgestellt, bei denen der Anteil des pyrogenen Kohlenstoffes bei 10 bis 40% liegt. Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben. Der Holzkohlestaub wurde zugegeben, um unangenehmen Geruch in der tropischen Hitze zu binden.

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden
Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Die große poröse Oberfläche von fein gemahlenem Holzkohlenstaub ermöglicht das Ansiedeln von Pilzen und Mikroorganismen und so auch die Bindung von Nährstoffen und Feuchtigkeit. Durch Pyrolyse wird Holz verkohlt und so schwer mikrobiell abbaubar, was dazu führte, dass solche Böden teilweise meterhoch aufgebaut wurden und noch immer fruchtbar sind. So konnte bei zunehmender Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zulegen und mehrere Millionen Menschen ernährt werden.

Holzkohlenstaub ist vielseitig einsetzbar, bei der Kompostierung von organischen Abfällen oder in der Landwirtschaft, als Zusatz zur Einstreu im Kuhstall, in der Güllegrube, in Komposttoiletten und vielen weiteren Anwendungen. Mittlerweile wird auch Terra-Preta industriell hergestellt, um in Zukunft mehr CO2 im Boden speichern zu können.

Ist der Terrassengarten weiter weg vom Haus und komme ich nur jeden zweiten Tag oder seltener hin, beschänkt ich mich auf extensives Gemüse
Terra Preta wird ideal im Gemüsegarten, Waldgarten oder auch in der Landwirtschaft eingesetzt

Terra Preta bedeutet sehr gute Wasser- und Nährstoffaufnahme und Speicherung. Es wird ein ideales Milieu für Makro- und aerobe Mikroorganismen geschaffen infolge kommt es zu einer besseren Bodendurchlüftung. Terra Preta schützt unser Grundwasser vor Nährstoff- und Toxineintrag und schützt das Klima durch Reduzierung von Methan- und Lachgasemissionen. Nicht zuletzt wird der Humusaufbau gefördert und die Erträge im Garten und am Feld erhöht.

Bernhard Gruber, Permakultur-Berater beschäftigt sich seit einigen Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta.

Gentechnik – Perversion menschlicher Entwicklung

Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme
Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme

Versprechungen, gentechnisch veränderte Pflanzen könnten den Hunger in der Welt beseitigen, sind nicht haltbar. Weder Erträge können auf längere Sicht gesteigert werden, noch ist eine Reduktion von Herbiziden und Pestiziden möglich. Die Realität ist, so Franz-Theo Gottwald, Vorstand der Schweisfurth-Stiftung, dass mehr Pestizide und Herbizide eingesetzt werden müssen. Die Artenvielfalt wird verdrängt und ist massiv gefährdet, da es oft bis über weite Strecken hin zu Einkreuz-ungen kommt.

Im Vergleich zu herkömmlichem Saatgut sind Erträge enttäuschend. Das Gensaatgut ist nicht nur teurer, die Gefahr einer Monopolisierung ist gegeben. Gezielte nicht genehmigte Feldversuche verunreinigen altes, gesundes Saatgut. Zusätzlich kommen genmani-pulierte Organismen durch Tierfuttermittel in unsere Nahrungskette. Es ist beim Kauf von Futtermittel auf kleingedruckte Zusätze wie GVO oder GMO zu achten. Es ist nicht bekannt, wie sich solche Futtermittel auf unser Erbgut auswirken.

Unabhängige französische Forscher kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass der gentechnisch veränderte Mais Mon 863 der Firma Monsanto bei Ratten Nieren- und Leberschäden verursacht. Die Forscher haben die Rohdaten von Monsantos Fütterungsversuchen neu ausgewertet, welche Monsanto geheim halten wollte. Erst eine Klage von Greenpeace sorgte dafür, dass diese Studie öffentlich zugänglich wurde. (Quelle: Blauen-Institut)

Kraterbeet im Permakultur Garten

Je nach Bodentyp hat man die Möglichkeit mit verschiedenen Beetformen zu arbeiten. Staunasse Böden Hoch- oder Hügelbeet, je nach größe des Gartens und der Bewirtschaftung. Hochbeete eignen sich speziell für ältere Menschen oder auch Menschen mit Behinderung. Hochbeete passen natürlich auch sehr gut in den gepflegten Hausgarten. Hügelbeete bieten sich an, wenn auf größerer Fläche extensiv Gemüse produziert werden soll und der Boden sehr nass ist. Eine weitere spannende Beetform ist das Kraterbeet.

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Kraterbeet ist eine Beetform für extreme Situationen, kalte Gegenden, trockene Böden. Sie dienen als Sonnenfalle und haben in der Mitte ein kleines Biotop, die Oberfläche dient zur Reflektion des Sonnenlichts und als Klimapuffer. Der umgebende Hügel kann als Hügelbeet ausgeführt werden – wir haben ihn jedoch als permanenten Hügel ausgeführt. Mehr zu den verschiedenen Beetformen findest du in meinem Buch „Die kleine Permakultur-Fibel„.

Permakultur und Architektur am Beispiel von Flaschenfenstern

Flaschenwand am Strohballenrundhaus
Flaschenwand am Strohballenrundhaus

In der Permakultur ist es ganz natürlich Altbaustoffe oder auch Abfälle unserer Konsumgesellschaft wiederzuverwenden. Bastelt man ein wenig an bestehenden Gebäuden bzw. Bauwerken herum, ist es kein Thema Altbaustoffe oder Abfälle zu verwenden. Bei Neubauten mit Professionisten kann es sich dann schon schwieriger gestalten. Autoreifen sind zum Beispiel in Österreich nicht als Baustoff zugelassen, sie werden auch keine Zulassung bekommen, weil die Zementindustrie sie als Energieträger und Zuschlagstoff braucht. Selbst beim Bau von Strohballenhäusern kann es notwendig sein, im Bauplan den Strohballen schlichtweg als „Dämmstoff“ zu bezeichnen.

Flaschenwand am Strohballenrundhaus
Flaschenwand am Strohballenrundhaus

Auch am Gelände des Österreichischen Waldgarten-Instituts haben verschiedenste Altbaustoffe und auch andere Abfälle wieder Verwendung gefunden. Die Wiederverwendung ist auch großes Thema bei unseren 72h Permakultur-Designkursen.

Einwegflaschen stellen einen schönen Baustoff dar, sie können buntes Licht in den Wohnraum lassen, sie können wie ebenso Holzscheite in einer Cordwood-Wand anstatt Ziegelsteinen verwendet werden. Glasflaschen lassen sich mit Mörtel aufmauern oder sie werden in einem Rahmen als Flaschenfenster eingebaut. Flaschen können im Ganzen verwendet werden, schöne Glasbausteine werden aus den Flaschenböden hergestellt in dem mit einer elektrischen Fliesenschneidemaschine mit Diamantscheibe der Flaschenboden abgetrennt wird. Zwei gleich große Flaschenböden werden mit einem Klebeband aneinander gefügt.permakultur architektur Flaschenfenster

In verschiedenen Versuchen mit Lehm-Sand oder auch Lehm-Sand-Stroh Mischungen haben wir in den letzten Jahren herum experimentiert. Was immer zu beachten ist, ist die Feuchtigkeit beim Lehmmörtel. Feuchter Lehmmörtel kann einen Schwund beim Trocknen von über 2% aufweisen. Mehr zum Thema Permakultur und Architektur im Buch „Die kleine Permakultur-Fibel„.

 

Peak Oil – Peak Everything

SchrottautoPeak Oil bedeutet, dass wir das globale Erdölförder-maximum erreicht haben, oder auch die Hälfte des förderbaren Erdöls gefördert ist. Ab diesem Scheide-weg können wir die Fördermenge nicht mehr erhöhen, doch der Verbrauch steigt weiterhin exponentiell an, somit kommt der Zeitpunkt ohne Erdöl unaufhaltsam näher. In Österreich erreichten wir den Peak Oil bereits im Jahr 1955 und in Deutschland 1967. Ab diesem Zeitpunkt steigt auch der Energieeinsatz zur Förderung eklatant an, bis wir es uns nicht mehr leisten können, die Reste zu fördern. Weitere wichtige Rohstoffe gehen auch zur Neige – So spricht man von Peak Everything.

Lediglich ein Anteil von 10% unseres Energiebedarfes kommt aus erneuer-baren, nachwachsenden Energiequellen. 90% unseres Energieverbrauchs wird durch endliche Quellen wie Steinkohle, Erdgas, Erdöl und atomare Energie bestritten. Diese Energieformen werden uns in Kürze nicht mehr im nötigen Ausmaß zur Verfü-gung stehen, der Kampf um die Reserven ist bereits vor Jahren losgebrochen.

Bei all unserem Tun ist es wichtig, den Energieeinsatz zu hinterfragen, doch dürfen wir uns dadurch auch nicht lähmen und uns die Lebensfreude nehmen lassen. Wobei ich auch betonen möchte, dass Lebensfreude nicht vom Konsum abhängig ist. Uns gehen endliche Energieträger aus, gut – wir werden uns eine Lösung einfallen lassen. Als einen zukünftigen Rohstoff und Energieträger werden wir vielleicht Hanf, eine Jahrtausende alte Kulturpflanze neu entdecken und ihr Öl und ihre Fasern wieder wertschätzen lernen. Unsere Zukunft liegt nicht in der Raumfahrt, sie liegt in einer natürlichen Bodenkultur, oder auch in einer neuen Gartenkultur, da auch unsere Lebens-mittelproduktion in konventioneller, wie auch in biologischer Landwirtschaft am Erdöltropf hängt.

Wie du zu einer positiven Veränderung beitragen kannst, lernst du bei einem Permakultur-Designkurs!

Mandala-Garten – ein praktisches Permakultur Element

Permakultur beschränkt sich nicht nur auf Garten oder Landwirtschaft. Dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele  auch ein Lebensstil. Permakultur steht für ein ressourcenschonendes Arbeiten im Einklang mit den natürlichen Abläufen und für einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf mit hohem Selbstversorgungsgrad.  Viele Elemente aus der Permakultur nutzen nicht nur dem Menschen, sie bieten auch einen wertvollen Lebensraum für Fauna und Flora, z. B.  Teiche, Trockensteinmauern, Wildfruchthecken u. v. m.

Ein Mandala Garten vereint in sich verschiedene Permakultur Elemente, wie auch sonst liegt der Schwerpunkt bei Mehrjährigen Früchten
Ein Mandala Garten vereint in sich verschiedene Permakultur Elemente, wie auch sonst liegt der Schwerpunkt bei Mehrjährigen Früchten

Nach dem Vorbild der Natur entwofen wir Schritt für Schritt ein kreisrunder Garten mit Schlüssellochpfaden angelegt. Dabei kommen verschiedene Naturmaterialien zum Einsatz, wie sie auf jedem Hof vorkommen, wie Natursteine, Holz, Weidengeflecht,….
Den Mittelpunkt des Mitteleuropäischen Mandalas bildet eine kleine Kräuterschnecke. Ein Wegsystem mit Schlüssellöchern führt durch das Mandala. Beete werden mit Steinen oder geflochtenen Weidenrabatten abgegrenzt. Außen wird eine kleine Hecke aus Beerensträuchern gepflanzt, welche das extensive Gemüse schützt. In jedem Segment werden auch Bohnentipis als Rankhilfe errichtet.

Vom Schlüssellochpfad aus werden die Beete bepflanzt und beerntet, so ist darauf zu achten, das die Pflanzen die täglich oder mehrfach wöchentlich geerntet werden in den vorderen Reihen stehen. Knollengewächse wie Kartoff, die auf einmal abgeerntet werden können auch schon außer Reichweite stehen. Der äußere Ring ist mit Beerensträuchern wie Heidelbeere, Moosbeere, Preiselbeere, Jostabeere, Apfelbeere, Stachelbeere, Johannisbeere und Gojibeere bepflanzt.