bio T-Shirt Waldgarten-Botschafter

WaldgartenbotschafterLiebe Waldgarten- und Permakultur-Freunde!

Für unseren Besuch am 4. Agroforst Weltkongress in Montpellier in Südfrankreich 2019, haben wir T-Shirts mit dem Aufdruck Foodforest Ambassdor – sprich Waldgarten-Botschafter anfertigen lassen.

Da wir sehr auffällig mit den super T-Shirts waren und auch viele Teilnehmer ein T-Shirt erwerben wollten, haben wir jetzt verschiedene Designs auf einen Web-Shop hochgeladen, wo man sich Bio-T-Shirts mit unserem Emblem bestellen kann!

Hier kommt ihr zu diesem Web-Shop und unseren Damen und Herren Leibchen!

Saria Anderson Entwicklungshilfe-Preisträgerin auf Permakultur-Expedition in Eggendorf

Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus Tansania besucht Waldgarten in Eggendorf
Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus Tansania besucht Waldgarten in Eggendorf

Saria Anderson Entwicklungshilfe-Preisträgerin auf Permakultur-Expedition in Eggendorf

Seit nunmehr fünf Jahren gibt es einen Austausch in Sachen Permakultur zwischen Kleinbauern in Tansania und Oberösterreich. Ein Verbindungsglied ist die Oskar-Romero-Preisträgerin Saria Anderson aus der Mara-Region am Victoriasee in Tansania.

Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken
Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken

Im Jahr 2009 hatte Waldgärtner Bernhard Gruber aus Neuhofen erstmalig die Gelegenheit, mit Tansania-Experte Franz Hörmanseder Orte fern ab des Tourismus in Tansania zu bereisen. Das gemeinsame Interesse der beiden Oberösterreicher gilt den Waldgärten, die auch am Fuße des Kilimanjaro zu finden sind.

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung
Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Reges Bevölkerungswachstum veranlasste vor Jahrhunderten die Menschen am höchsten Berge Afikas, eine permanente Anbaumethode, sogenannte Homegarden bzw. Waldgärten zu entwickeln. Diese Waldgärten zeichneten sich durch eine manigfaltige, ausdauernde Etagenwirtschaft aus und verschafften den Chaggas einen bescheidenen Wohlstand, im Vergleich zur restlichen Bevölkerung eines der ärmsten Lander Ostafrikas.

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem
Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Ein durchschnittlicher Waldgarten ist 5.000 bis 10.000 m2 groß, er liefert nahezu alles was seine Bewohner zum Leben brauchen: Lebensmittel, Medizin, Tierfutter, Energie- und Bauholz. Begeister von der Idee startete Bernhard Gruber 2011 mit seinem Waldgarten in Eggendorf und versucht diese Waldgärten in ihren Etagen mit Pflanzen die unser mitteleuropäisches Klima vertragen nachzuahmen. Ausserhalb der Vegetationszeit besucht Bernhard Gruber mit Franz Hörmanseder Waldgärten in Tansania zum Austausch mit der lokalen Bevölkerung.

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt
Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Kleine Flächen haben die Möglichkeit, sie naturnahe und doch sehr intensiv mit Dauerkulturen zu bepflanzen. Forschungsziel ist, Waldgärten für unsere Klimazone zu entwickeln, denn wie bereits im Welt-Agrarbericht aus dem Jahr 2009 festgestellt wurde, wird die Hälfte aller Lebensmittel auf Kleinstbauernhöfen unter 2 ha produziert.

Jetzt hatte auch Saria Anderson, die das Verbindungsglied zu verschiedenen Bauern in Tansania herstellt, die Gelegenheit den neu entstandenen Waldgarten von Bernhard Gruber in Eggendof im Traunkreis zu besuchen.

Waldgärten sind hochproduktive dreidimensionale Systeme, die alles was der Mensch zum Leben braucht bereit stellen

Kulturlandschaft neu denken – Eine Vision fern der Agroindustrie und Wachstumswahnsinn

Kulturlandschaft neu denken – Eine Vision fern der Agroindustrie und Wachstumswahnsinn
von Bernhard Gruber, Waldgärtner

Rund um uns herum befindet sich keine, oder sehr wenig Naturlandschaft. Es ist Kulturlandschaft der Agroindustrie, auch bei uns in Österreich ist es gerade jetzt Thema, das Landwirte unter 100 ha mit konventioneller Bewirtschaftung nicht mehr überleben können. Das rührt daher, dass sich Landwirte und ihre Familien selbst nicht mehr mit den nötigen Lebensmitteln versorgen bzw. das was sie produzieren selbst NICHT essen wollen. Weiters kommt dazu, dass sie sehr einseitige zweidimensionale Systeme mit hohem Energieeinsatz bewirtschaften. Wobei eigentlich nicht von Wirtschaftlichkeit gesprochen werden kann, da im konventionellen Landbau durchschnittlich gesehen mit 10 Teilen Energie 1 Teil Energie produziert wird. Das ist als muss man 10 Saatkartoffel in den Boden legen, um einen Kartoffel zu ernten.

Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme
Die Agroindustrie bewirtschaftet mit hohem Aufwand unproduktive, zweidimensionale Systeme

Gerade Menschen die sich mit Alternativen beschäftigen, haben sich nicht nur mit Anfeindungen herum zu schlagen, sondern auch mit den Umwelteinflüssen von Außen her durch Wasser- und Windeintrag von überschüssigen Düngemitteln, Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden, Feinstaubbelastung, Hormoneinträge wie Halmverkürzer für Getreide und noch viel schwerwiegender Saatgutverunreinigung. Dann kommt auch noch dazu, dass natürlich Wirbeltiere und Insekten auch nicht dumm sind und verstärkt in unsere „Oasen“ eindringen und uns auch oft nahe an die Verzweiflung und Erschöpfung heran treiben.

Waldgärten sind hochproduktive dreidimensionale Systeme, die alles was der Mensch zum Leben braucht bereit stellen
Waldgärten sind hochproduktive dreidimensionale Systeme, die alles was der Mensch zum Leben braucht bereit stellen

Das Substrat, da von Boden oft nicht mehr gesprochen werden kann, außerhalb unserer Oasen wurde Jahrzehnte lang ausgeblutet. Die uns umgebende Kulturlandschaft wurde von Biotopen wie Hecken, Gräben, Sümpfen, Teichen, Steinwällen, Findlingen gereinigt. Gleich dem sieht auch ein Großteil unserer Wälder aus. Wo wir jetzt stehen, das sehen wir jetzt ganz klar, kann es einfach nicht mehr so weiter gehen, da es schon sehr bald mit unseren Ressourcen zu Ende geht. Wir müssen Kulturlandschaft wieder neu denken und neu gestalten. Wir müssen Landschaft wieder kleiner strukturieren, die Geschwindigkeit aus Wasser, Wind und Wegen nehmen. Wir müssen dazu übergehen dreidimensionale Systeme wie Waldgärten und Teichlandschaften zu gestalten und auch wieder der Natur Platz für Urwälder geben. Artenvielfalt in Tier- und Pflanzenwelt, unser eigenes Saatgut, Lebensmittelanbau bei und mit den Menschen ist unsere Versicherung in eine zufriedene und gerechte Zukunft.

Was du tun kannst:
Erkenne die Grenzen deines persönlichen Wachstums
Erhöhe deine NICHT-Geld-Tätigkeit
Nutze wenn auch nur kleine Flächen für Gemüse und Kräuter
Kompostiere alle deine organischen Abfälle
Gehe sparsam mit Wasser um
Schließe dich ebenso Interessierten an

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten
Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Bernhard Gruber, aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof, am Stadtrand von Wels / Oberösterreich, ist ausgebildeter Lebensmitteltechnologe, Konstrukteur und Werbedesigner. Nach der Erkenntnis dass der Sinn des Lebens nicht darin liegen kann, dass man auf eine Pensionierung hin arbeitet verließ er die Wirtschaft und gestaltet jetzt seinen 5.700 m² großen Waldgarten. Er hält Impulsreferate und Lehrgänge zum Themenbereich Permakultur und unterstützt andere mit Rat und Tat, ihre Visionen zu verwirklichen.

Mehr zum Thema Permakultur:
www.permakultur.biz
www.perma-norikum.net
www.permakultur.net
www.permakultur.de
www.permakultur.ch