Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta
Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Die Schwarzerde des Amazonas, oder auch Terra Preta, ist ein von Menschen gemachter fruchtbarer Boden. Hohe Niederschläge haben über Jahrtausende zur Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden geführt. Die ganze Fruchtbarkeit steckt in den Bäumen der tropischen Regenwälder, entfernt man diese sind die Böden nur kurze Zeit mit Feldfrüchten bewirtschaftbar.

So haben sich vor mehreren tausend Jahren die Bewohner des Amazonas das hohe Speichervermögen von Holzkohle zu Nutze gemacht. Im 16. Jahrhundert wurde von Städten über 100.000 Einwohner berichtet, doch dürften von Konquistatoren eingeschleppte Krankheiten zur Ausrottung dieser Menschen beigetragen haben. Der Urwald holte sich die Flächen zurück und die Berichte gerieten in Vergessenheit, bis Untersuchungen der Böden im 19. Jahrhundert und Forschungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden.

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale
Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Es wurden Flächen in der Größe von ein paar Hektar bis hunderten Hektar festgestellt, bei denen der Anteil des pyrogenen Kohlenstoffes bei 10 bis 40% liegt. Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben. Der Holzkohlestaub wurde zugegeben, um unangenehmen Geruch in der tropischen Hitze zu binden.

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden
Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Die große poröse Oberfläche von fein gemahlenem Holzkohlenstaub ermöglicht das Ansiedeln von Pilzen und Mikroorganismen und so auch die Bindung von Nährstoffen und Feuchtigkeit. Durch Pyrolyse wird Holz verkohlt und so schwer mikrobiell abbaubar, was dazu führte, dass solche Böden teilweise meterhoch aufgebaut wurden und noch immer fruchtbar sind. So konnte bei zunehmender Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zulegen und mehrere Millionen Menschen ernährt werden.

Holzkohlenstaub ist vielseitig einsetzbar, bei der Kompostierung von organischen Abfällen oder in der Landwirtschaft, als Zusatz zur Einstreu im Kuhstall, in der Güllegrube, in Komposttoiletten und vielen weiteren Anwendungen. Mittlerweile wird auch Terra-Preta industriell hergestellt, um in Zukunft mehr CO2 im Boden speichern zu können.

Ist der Terrassengarten weiter weg vom Haus und komme ich nur jeden zweiten Tag oder seltener hin, beschänkt ich mich auf extensives Gemüse
Terra Preta wird ideal im Gemüsegarten, Waldgarten oder auch in der Landwirtschaft eingesetzt

Terra Preta bedeutet sehr gute Wasser- und Nährstoffaufnahme und Speicherung. Es wird ein ideales Milieu für Makro- und aerobe Mikroorganismen geschaffen infolge kommt es zu einer besseren Bodendurchlüftung. Terra Preta schützt unser Grundwasser vor Nährstoff- und Toxineintrag und schützt das Klima durch Reduzierung von Methan- und Lachgasemissionen. Nicht zuletzt wird der Humusaufbau gefördert und die Erträge im Garten und am Feld erhöht.

Bernhard Gruber, Permakultur-Berater beschäftigt sich seit einigen Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta.

Stundenplan ausgearbeitet

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten
Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Nach einem turbolenten Frühjahr hab ich es endlich geschafft, mir über den Ablauf des 72h Permakultur-Designzertifikatskurses am Permakultur-Projekt Weberhäusl in Wels / OÖ gedanken zu machen – der Stundenplan ist fertig!

Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber
Exkursion im Waldgarten von Hans Hermann Gruber

Meine Permakultur-Designzertifikatskurse sind in der deutschsprachigen Permakultur-Scene als sehr praxisorientiert bekannt und so möchte ich natürlich auch bei diesem wieder ein reichhaltiges Programm bieten. Neben den theoretischen Themenbereichen aus dem Buch „Permaculture – A Designers Manual“ von Bill Mollison möchte ich auch wieder eine praktische Elemente wie Komposttoilette, Wurmfarm oder Solartrockner bauen.

Gekocht wird über dem Feuer
Gekocht wird über dem Feuer

Es soll auch einen „wilden“ Tag – so wie die Teilnehmer der Permakultur-Designkurse in Modulen es kennen – im Permakultur-Projekt Wald-Wasser-Garten Einjoch in Eggendorf im Traunkreis geben. An diesem Tag wird über dem Feuer gekocht was wir im Waldgarten finden! … essen kann man viel – doch wer tuts dann wirklich?!

Jeder Kursteilnehmer plant im Rahmen des Permakultur-Designzertifikatskurses sein eigenes Projekt und präsentiert es zum Abschluss öffentlich vor den anderen Kursteilnehmern und Interessierten.

Wer sich noch spontan zur Teilnahme entschließt, sendet mir bitte umgehend seinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben an bernhard.gruber2@gmx.net
Alle weiteren Details zum Permakultur-Designzertifikatskurs
Stundenplan Permakultur-Designkurs Sommer 2015

Exkursion zum Baumflüsterer im 3 Modul des Permakultur-Designkurses

Bei Ernst Junger im Gewächshaus
Bei Ernst Junger im Gewächshaus

Exkursion zum Baumflüsterer im 3 Modul des Permakultur-Designkurses

Vergangene Tage fand das 3. Modul des Permakultur-Designkurses in Modulen statt. Neben zahlreicher Praxis gab es auch wieder eine Exkursion zu Baumflüsterer Ernst Junger in Dorf an der Pram und zum Strohballenhaus von Franz Hörmanseder in Geboltskirchen.

Geländekontur vermessen mit dem A-Frame
Geländekontur vermessen mit dem A-Frame

Ernst Junger, selbst auch Absolvent eines Permakultur-Designkurse, bewirtschaftet seine Flächen seit Jahren biologisch und ist bekannt für die Vielfalt seiner alten Obstsorten. In Zukunft kann man auch Ernteanteile an Obst und verschiedenen anderen Früchten erwerben.

Die Kursteilnehmer hatten am Nachmittag noch die Gelegenheit, dem Profi beim Bäumeveredeln über die Schulter zu schauen. Es gab natürlich auch noch die Möglichkeit, ausgewählte Pflanzenraritäten zu erwerben.

In der eßbaren Permakultur-Landschaft von Franz Hörmanseder
In der eßbaren Permakultur-Landschaft von Franz Hörmanseder

Auf dem Weg zurück wurde noch Tansania-Experte Franz Hörmanseder in seinem Strohballenrundhaus besucht, in dem er voll zufrieden seit über einem Jahr wohnt. Sein Energiebedarf beträgt 4 Festmeter Holz pro Jahr, da er auch die Energie der Sonne nutzt. Sein Ökohaus steht in Mitten einer eßbaren Permakultur-Landschaft, bewässert wird über mehrere Swales.

Passend zu den Themen Wasser und Boden wurde praktisch mit einem selbst gebauten A-Fram am Hang vermesse und einfache visuelle Bodenproben für den Hausgebrauch durchgeführt.

Die nächste mögliche Teilnahme an einem Permakultur-Designkurs ist im Sommer, vom 9. bis 23. August in Wels, dieses mal in einem Stück – zwei Wochen durchgehend.

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Zweites Modul im Zeichen von Methodik im Permakultur-Design

Zweites Modul im Zeichen von Methodik im Permakultur-Design

Planen und Gestalten nach Mustern der Natur, ein einfaches Permakultur-Design mit Stock und Stein
Planen und Gestalten nach Mustern der Natur, ein einfaches Permakultur-Design mit Stock und Stein

Die vergangenen Tage, vom 20. bis 22. April fand am Permakultur-Projekt „Einjoch“ in Eggendorf im Traunkreis das zweite Modul des Permakultur-Designkurses in der Kleingruppe statt. Themen waren Permakultur-Prinzipien und Methodik im Permakultur-Design, des Einfluss des Klimas und Bäume im Permakultur-Design, wie auch Planen und Gestalten nach Mustern der Natur.

Die neue horizontale Wurmfarm
Die neue horizontale Wurmfarm

Gemeinsam wurde aus einer alten Badewanne, Palettenholz und anderen Abfällen eine horizontale Wurmfarm gebaut. In der Wurmfarm werden nicht nur Organische Abfälle von den Würmern zu hochwertiger Erde umgewandelt, es wird auch Wurmtee produziert, der verdünnt als Bio-Dünger verwendet werden kann. In der Wurmfarm vermehren sich die Würmer auch sehr gerne und können dann zum Beimpfen des Kompostes, als Hühnerfutter oder auch als Fischfutter verwendet werden.

Die drei Schwestern - Mais / Bohne / Kürbis werden gepflanzt
Die drei Schwestern – Mais / Bohne / Kürbis werden gepflanzt

Am Mandala-Garten wurden weitere Flächen vorbereitet, gemulcht und mit extensiven Gemüse wie mit ewigem Kohl und Winterheckenzwiebel bepflanzt. Auf einer weiter entfernten Fläche wurden Feldfrüchte wie Mais, Bohne und Kürbis – die sogenannten drei Schwestern angebaut: Der Mais gibt der Bohne die Rankhilfe, die Bohne unterstützt Mais und Kürbis mit Stickstoff. Der Kürbis wiederum schützt den Boden vor zu starker Austrocknung oder auch Erosion.

Das von Hühnern beheizte Gewächshaus im Permakltur-Projekt Weberhäusl am Stadtrand von Wels
Das von Hühnern beheizte Gewächshaus im Permakltur-Projekt Weberhäusl am Stadtrand von Wels

Am Dienstag Abend wurde gemeinsam ein Vortrag von Michael Machatscheck, dem Autor des Buches „Nahrhafte Landschaft“ und einiger weiterer interessanten Bücher, zum Thema eßbare Bäume, in der Gärtnerei Schützenhofer in Rohr im Kremstal besucht. Zuvor gab es noch die Gelegenheit den schönen und gut beschilderten Kräutergarten zu besichtigen. Das zweite Modul fand seinen Ausklang mit einem Besuch des Waldgarten von Hans Hermann Gruber, der über 20 Jahre alt ist und ein Kleinod in der Agrar- und Industriewüste der ehemaligen Welser Heidelandschaft darstellt.

Den nächsten Permakultur-Designkurs für Interessierte gibts im Sommer 2015

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Permakultur-Designkurs in Modulen gestartet

Vergangene Woche startete am 8. April das erste Modul vom Permakultur-Designkurs in der Kleingruppe. Gestartet wurde mit Einführung ins Thema Permakultur, der Geschichte, was ist Permakultur, die fünf Säulen der Permakultur, Ethik und Permakultur-Prinzipien und Methoden im Permakultur-Design.

Wie gewohnt ging es natürlich auch gleich sehr praktisch los, Kursteilnehmer bauten eine einfache Komposttoilette, Absenker von Johannisbeere, Stachelbeere und Japanischer Weinbeere wurden gemacht, der Mandalagarten wurd neu eingesät.

Im Sommer 2015 gibt es einen durchgehenden, zweiwöchigen Permakultur-Designkurs, Anmeldung ist bereits jetzt möglich!

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Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert
Verschiedene Öfen zur Holzkohle Herstellung wurde ausprobiert

Gartensaison mit Terra-Preta-Workshop eröffnet

Zeitig im Frühjahr eröffnete Bernhard Gruber die Gartensaison mit einem Terra Preta Workshop in seinem Permakultur-Garten in Eggendorf im Taunkreis. Terra Preta ist ein von Menschenhand geschaffener, auf lange Zeit fruchtbarer Schwarzerdeboden.

Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen
Leicht adaptiert, kann auch ein altes Ölfass zum Herstellen von Holzkohle dienen

Terra Preta Interessierte reisten aus ganz Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland an, um sich über dieses Thema fortzubilden und sich mit anderen auszutauschen. Das schwarze Gold vom Amozonas ist nicht nur für tropische Böden geeignet, auch für unsere Gemüsegärten und die Landwirtschaft bietet Terra Preta zahlreiche Vorteile. Terra Preta begünstigt das Milieu im Boden für aerobe Mikroorganismen und Lebewesen wie Regenwurm & Co. Mehr Bodenleben schafft eine bessere Belüftung des Bodens und eine höhere Aufnahmefähigkeit von Niederschlag. Terra Preta Böden verhindert Nährstoffeintrag in unser Grundwasser und ermöglichen höhere Erträge.

Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden
Größere Mengen zur Holzkohleherstellung können auch in einer Feuerschale oder einem Erdloch hergestellt werden

Terra Preta kann selbst mit feiner Holzkohle hergestellt werde. Holzkohle bietet Platz für zahlreiche Mikroorganismen, welche wiederum Nährstoffe und Wasser an sich binden. Im Kompost zum Beispiel wird Holzkohle zum hochwertigen Langzeitspeicher. Holzkohle kann auch in der Tierhaltung eingesetzt werden und zur hochwertigen Terra Preta verwandelt werden. Holzkohle wirkt sich nicht zuletzt auch positiv auf die Tiergesundheit aus. Bei der Herstellung und Anwendung von Terra Preta ist es wichtig, mit kleinen Versuchen im Garten oder im Stall zu beginnen.

Mit weiteren Workshops wie zum Beispiel einem Permakultur-Kurs in 5 Modulen führt Bernhard Gruber durchs Frühjahr 2015 bis hin zum Brotbackofen-Bauworkshop im Juli. Sein Wissen gibt Bernhard Gruber auch gerne in seinem Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ weiter.

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta
Selbst der Regenwurm liebt Terra Preta

Terra Preta – das schwarze Gold vom Amazonas

Die Schwarzerde des Amazonas, oder auch Terra Preta, ist ein von Menschen gemachter fruchtbarer Boden. Hohe Niederschläge haben über Jahrtausende zur Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden geführt. Die ganze Fruchtbarkeit steckt in den Bäumen der tropischen Regenwälder, entfernt man diese sind die Böden nur kurze Zeit mit Feldfrüchten bewirtschaftbar.

So haben sich vor mehreren tausend Jahren die Bewohner des Amazonas das hohe Speichervermögen von Holzkohle zu Nutze gemacht. Im 16. Jahrhundert wurde von Städten über 100.000 Einwohner berichtet, doch dürften von Konquistatoren eingeschleppte Krankheiten zur Ausrottung dieser Menschen beigetragen haben. Der Urwald holte sich die Flächen zurück und die Berichte gerieten in Vergessenheit, bis Untersuchungen der Böden im 19. Jahrhundert und Forschungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden.

Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale
Holzkohle für Terra Preta hergestellt in einer Feuerschale

Es wurden Flächen in der Größe von ein paar Hektar bis hunderten Hektar festgestellt, bei denen der Anteil des pyrogenen Kohlenstoffes bei 10 bis 40% liegt. Auf Grund zahlreicher Tonscherbenfunde gibt es unter anderem die Theorie, dass Ackerbau betreibende Einwohner wie die Tupi-Indianer, alle organischen Abfälle wie Speisereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Knochen, Muscheln und auch Exkremente gemeinsam mit Holzkohlenstaub in großen Tontöpfen mit Deckel verkompostiert haben. Der Holzkohlestaub wurde zugegeben, um unangenehmen Geruch in der tropischen Hitze zu binden.

Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden
Im World-Stove entsteht Holzkohle beim Kochen als Abfall. Diese kann zur Herstellung von Terra-Preta verwendet werden

Die große poröse Oberfläche von fein gemahlenem Holzkohlenstaub ermöglicht das Ansiedeln von Pilzen und Mikroorganismen und so auch die Bindung von Nährstoffen und Feuchtigkeit. Durch Pyrolyse wird Holz verkohlt und so schwer mikrobiell abbaubar, was dazu führte, dass solche Böden teilweise meterhoch aufgebaut wurden und noch immer fruchtbar sind. So konnte bei zunehmender Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zulegen und mehrere Millionen Menschen ernährt werden.

Holzkohlenstaub ist vielseitig einsetzbar, bei der Kompostierung von organischen Abfällen oder in der Landwirtschaft, als Zusatz zur Einstreu im Kuhstall, in der Güllegrube, in Komposttoiletten und vielen weiteren Anwendungen. Mittlerweile wird auch Terra-Preta industriell hergestellt, um in Zukunft mehr CO2 im Boden speichern zu können.

Ist der Terrassengarten weiter weg vom Haus und komme ich nur jeden zweiten Tag oder seltener hin, beschänkt ich mich auf extensives Gemüse
Terra Preta wird ideal im Gemüsegarten, Waldgarten oder auch in der Landwirtschaft eingesetzt

Terra Preta bedeutet sehr gute Wasser- und Nährstoffaufnahme und Speicherung. Es wird ein ideales Milieu für Makro- und aerobe Mikroorganismen geschaffen infolge kommt es zu einer besseren Bodendurchlüftung. Terra Preta schützt unser Grundwasser vor Nährstoff- und Toxineintrag und schützt das Klima durch Reduzierung von Methan- und Lachgasemissionen. Nicht zuletzt wird der Humusaufbau gefördert und die Erträge im Garten und am Feld erhöht.

Bernhard Gruber, Permakultur-Berater beschäftigt sich seit einigen Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta. Am 27. Februar veranstaltet er einen Workshop zum Thema Terra Preta in seinem Waldgarten in Eggendorf im Traunkreis. Weitere Infos dazu.

Abschluss Permakultur Designkurs in Modulen

Gruppenarbeit im Permakultur-Designkurs
Gruppenarbeit im Permakultur-Designkurs

Abschluss Permakultur Designkurs in Modulen

Über einen erfolgreichen Abschluss mit seinen Kursteilnehmern freute sich Bernhard Gruber am Freitag den 7. November am Permakultur-Projekt Wald-Wasser-Garten Einjoch. Es war der zweite Lehrgang in der Kleingruppe. Neben der theoretischen Permakultur lernten die Teilnehmer im laufe der 5 Module viel Praktisches für Haugarten, Gemeinschaftsgarten, Landwirtschaft, Baubiologie, Nachwachsende Rohstoffe, menschenfreundliche Technologie und Kooperation.

Teilnehmer und Team des diesjährigen Permakultur- und ANAMED-Trainings in Umbwe Onana auf gut 2000 m am Kilimajaro
Teilnehmer des Permakultur- und ANAMED-Trainings in Umbwe Onana auf gut 2000 m am Kilimajaro

Bernhard Gruber selbst auf einer kleinen Landwirtschaft am Stadtrand von Wels aufgewachsen, hat sich seit nunmehr über 10 Jahren der Permakultur verschrieben. Seit 2007 organisiert er Permakultur-Lehrgänge und unterrichtet selbst auch Permakultur in Länder wie Tansania, Sri Lanka und El Salvador. Der Vorteil wenn man viel herum kommt ist, dass man von den Teilnehmer immer wieder dazu lernt und dieses Wissen anderen wieder weitergeben kann.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Modulkurses im Herbs 2014
Gruppenfoto der Teilnehmer des Modulkurses im Herbs 2014

Am Stück durchgehende Lehrgänge sind in großen Gruppen ideal, da Gruppen-Prozesse gestartet werden und versuchsweise Gemeinschaft gelebt werden kann. Modulkurse in kleinen, intensiven Gruppen geben die Möglichkeit auf die Bedürfnisse des Einzelnen mehr einzugehen. Den meisten der Kursteilnehmer ist eine praxisorientierte Ausbildung wichtig, um selbst aktiv werden zu können.

Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges
Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges

Wie bei jedem Permakultur-Designkurs waren auch dieses mal die Teilnehmer wieder gefragt, eine Abschlussarbeit bei der das Erlernte über Ethik, Prinzipien und Methodik sichtbar wird, vor allen Teilnehmern zu präsentieren.

Der nächste Permakultur-Designkurs in der Kleingruppe in Modulen findet schon im Frühjahr 2015 statt, Anmeldung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben ist jetzt schon möglich. Es besteht auch die Möglichkeit vor Ort sich im Vorfeld ein Bild zu machen.

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Wald-Wasser-Garten Einjoch kurzgefasst

Im Wald-Wasser-Garten "Einjoch" sind auch typische Permakultur-Elemente zu finden
Im Wald-Wasser-Garten „Einjoch“ sind auch typische Permakultur-Elemente zu finden

Wald-Wasser-Garten Einjoch kurzgefasst

Was kann Land, bzw. Boden den kein konventionell arbeitender Landwirt haben will, oder besser gesagt, was will Land und Boden, um für uns alles Lebensnotwendige bereit zu stellen? Mit diesem Thema verbrachte ich viel Zeit bei der Beobachtung eines Stück Landes, genau 5.700 m² – als 1 Joch (Einjoch) im Jahr 2010.

Der Teich windet sich wie eine Schlange durch das ganze Gelände
Der Teich windet sich wie eine Schlange durch das ganze Gelände

Im Folgejahr wurde ein schlangenförmiger, sich durch das Gelände windender Teich angelegt und der Aushub zu permanenten Hügeln geformt. Eine vielfältige Wildbeerenhecke wurde gepflanzt und auch erste Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt. In den folgenden Jahren wurden die Etagen nach Waldgarten-Manier erweitert. Es gibt mitlerweile um die 30 verschiedene Apfel und 10 verschiedene Birnensorten und natürlich auch Exoten wie Indianerbanane, Feige, Jujube, Gemüsebau, Blauschotenstrauch und andere.

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem
Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Zwischendurch tausche ich mich immer wieder mit Waldgärtnern in meinem Umfeld, aber auch in fernen Ländern aus, so besuchte ich des öftern die Waldgärten der Chaggas am Mt. Kilimanjaro und am Mt. Meru in Tansania und auch die sogenannten Spicegarden im Hochland von Kandy, in Sri Lanka.

Mandala-Garten im Vordergrund der Bienenhütte
Mandala-Garten im Vordergrund der Bienenhütte

2012 war das Jahr mit der großen Bautätigkeit, ein spiralförmiger Pfahlbau, mit Strohballen ausgefacht und mit Lehm verputzt wurde begonnen. Auch in den folgenden Sommermonaten wurde immer wieder daran gearbeitet und bietet Platz um Erfahrungen beim Strohballenbau, Cordwood, Flaschenfenster und anderen Techniken zu sammeln.

Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung
Ein zukunftsfähiges Projekt mit Pioniergeist findet auch großes Interesse bei der Bevölkerung

Mein Wald-Wasser-Garten ist auch immer wieder Ziel kleiner, aber auch größerer Exkursionen, es gibt auch vor Ort immer wieder praktische Workshops zu Permakultur, Waldgarten, Terra Preta, Solartrockner bauen, Brotbackofen bauen underen Themen. Es finden auch im Frühjahr und im Herbst immer wieder sehr praxisorientierte Permakultur-Designkurse in Modulen statt.

Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten
Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

Es besteht die Möglichkeit vor Ort zu zelten und sich selbst zu versorgen.
Ich bin selbst auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen, der seit den frühen 1990er Jahren nach den Prinzipien der Permakultur bewirtschaftet wird und setze mich seit einigen Jahren sehr intensiv mit dem Thema Permakultur auseinander, meine Erfahrungen und auch Recherchen habe ich in meinem Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ veröffentlicht.