Brotbackofen-Bausaison 2019 geht zu ende

Brotbackofen auf Rusinga Island in Kenia

Seit 2005 baut Bernhard Gruber Brotbacköfen, seinen ersten baute er im Rahmen seiner Permakultur-Ausbildung im Ökozentrum von Klosterneustift. In den letzten Jahren ist neben dem Gärtnern auch das Brotbacken wieder voll im Trend. Zahlreiche ProtagonistInnen unterrichten Interessierte im Brotbacken. Wer wirklich gutes Brot backen will, braucht dann natürlich auch einen mit Holz zu befeuernden Brotbackofen und den bekommt man bei Bernhard Gruber im Rahmen eines Workshops.

Bernhard Gruber mit Biopionier Georg Schweisfurth und Bäckermeister Kalle

Den ersten Workshop im Jahr 2019 baute Bernhard Gruber in Kenia mit einer Frauengruppe des Badelisha Centers auf Rusinga Island am Victoria See und seinen letzen baute er im Rahmen eines Workshops des Ländlichen Fortbildungsinstituts in Feldkirchen bei Mattighofen. Zwichendurch hatte er Gelegenheit einen Workshop bei Biopionieren Karl Ludwig und Sohn Georg Schweisfurth in Glonn bei München zu halten.

Letzter Brotbackofen-Bauworkshop in der Saison 2019

Bernhard Gruber konnte viele Interessierte zum Brotbackofenbauen annimieren, einige der Teilnehmer haben auch bereits ihren eigenen Brotbackofen im Eigenbau errichtet. Im Jahr 2017 ist im Löwenzahnverlag das Buch von Bernhard Gruber „Handbuch Brotbacköfen selber bauen“ erschienen. Auch 2020 wird es wieder zahlreiche Brotbackofen-Bauworkshops mit Bernhard Gruber geben. In deiner Nähe findet keiner statt?!? … dann kannst du gerne in deiner Gemeinde, in deiner Arbeit, in deinem Verein oder auch einfach nur in deiner Familie oder deinem Freundeskreis einen Brotbackofen-Bauworkshop mit Bernhard Gruber anregen.

Projektteilnahme Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!

Projektwochen „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!“ in Langenlois

Bernhard Gruber wurde vom Verein vidc eingeladen, sich künstlerisch an den Projektwochen im Rahmen „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!“ zu beteiligen. Gemeinsam mit der Gartenbaufachschule in Langenlois wurden einfache Brotbacköfen nach afrikanischem Vorbild gebaut. Auch ein Vertikaler Garten wurde gemeinsam nach dem Vorbild Südafrikanischer Gemeinschaftsgartenprojekte errichtet.

Im Kindergarten von Langenlois, errichtete Bernhard Gruber in Zusammenarbeit mit der Maurerberufsschule ein Rundhaus nach dem Vorbild der Dinka im Südsudan. Diese traditionelle Bauform ist in der oberen Nilregion nach wie vor zu finden. Berhard Gruber hatte bei seiner Projektreise unter anderem die Gelegenheit in einem solchen Haus zu wohnen.

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Die Austrian Development Agency (ADA) gemeinsam mit dem Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (vidc) und der Afrika Vernetzungsplattform, einer Allianz von afrikanischen Communities in Österreich, richtete noch vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 mit „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!“ die volle Aufmerksamkeit auf Afrika.

Vorbild für den Workshop mit der Gartenbaufachschule in Langenlois, ein Brotbackofen wie wir ihn aus früheren Zeiten kennen, im Sudan nach wie vor im Einsatz
Vorbild für den Workshop mit der Gartenbaufachschule in Langenlois, ein Brotbackofen wie wir ihn aus früheren Zeiten kennen, im Sudan nach wie vor im Einsatz

Die Initiative umfasste eine umfangreiche Veranstaltungs- und Aktionsreihe in ganz Österreich. Sie zeigte bis zum Ende der Fußball-WM die Vielfalt des afrikanischen Kontinents und leistete einen Beitrag dazu, das gängige Afrika-Bild zu hinterfragen und zu erweitern. „Südafrika wird als erstes afrikanisches WM-Gastgeberland im Zentrum des sportlichen und populären Interesses stehen. Mit Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! wurde die Gelegenheit genutzt, die sich durch dieses Großereignis bot. Ke Nako, ein Begriff aus der Sotho-Sprache, bedeutet „Es ist Zeit“ – und das war für die Veranstalter und alle Beteiligten ein wichtiges Stichwort: Auch in Österreich ist es höchste Zeit, den Blick auf Afrika zu überdenken.

Vertikaler Gärten findet man in verschiedentsten Formen in Gemeinschaftsgartenprojekten und auch in Privatgärten in Afrika
Vertikaler Gärten findet man in verschiedentsten Formen in Gemeinschaftsgartenprojekten und auch in Privatgärten in Afrika

Welches Bild haben wir im Kopf, wenn wir an Afrika denken? Noch immer wird Afrika als Kontinent der Krisen und Katastrophen gesehen. Kaum ein anderer Begriff wurde in den vergangenen Jahrzehnten so sehr zum Synonym für grenzenloses Elend wie „Afrika“. Negative Stereotypen dominieren in der Öffentlichkeit, und Afrikanerinnen und Afrikaner werden bestenfalls in der Opferrolle wahrgenommen. Wichtiges Ziel dieser von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Initiative ist es daher, positive und differenzierte Seiten Afrikas zu zeigen – und vor allem das Bild in unseren Köpfen zu hinterfragen und zu erweitern.

Rundhaus der Dinka im Südsudan. Lehmhäuser haben eine durchschnittliche Temperaturschankung von 4°C im Gegensatz zu Betonwänden von 14°C
Rundhaus der Dinka im Südsudan. Lehmhäuser haben eine durchschnittliche Temperaturschankung von 4°C im Gegensatz zu Betonwänden von 14°C

Das Programm von Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! umfasste österreichweite Aktionen und Veranstaltungen von Bildungs-, Kultur- und zivilgesellschaftlichen Organisationen und reicht von Aktionen für Schulen über Diskurse und Dialogangebote bis hin zu Konzerten, Medienprojekten, Musikprogrammen und künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum. „Das vidc versteht sich bei dieser großangelegten Initiative als Kontakt- und Koordinationsstelle.