Mit Permakultur-Designkurs ins Leben einsteigen

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Visuelle Bodenprobe beim Permakultur-Designkurs

Permakultur versteht sich als ein Planungskonzept für zukunftsfähig Lebensräume in Kooperation mit der Natur. Alle bisherigen Kulturen die zu groß oder auch zu klein geworden sind, sind verschwunden, es braucht ein gesundes Maß, denn endloses Wachstum gibt es nicht – nicht einmal die Bäume wachsen in den Himmel!

Ein Permakultur-Designkurs bietet den idealen Einstieg ins Thema Permakultur, die Grundlage diese Lehrgangs ist das Handbuch der Permakultur-Gestaltung von Bill Mollison, dem Begründer der Permakultur. Neben Ethik, Prinzipien und Methodik der Permakultur-Planung werden die Themen Muster, Klima, Wasser, Boden, Erdarbeiten und Bäume behandelt, natürlich dürfen die permakulturellen Ideen für die einzelnen Klimazonen und auch Strategien für alternative Nationen nicht fehlen.

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Alle Klimazonen werden behandelt

Grundsätzlich ist zur Kursteilnahme kein Grundwissen erforderlich, doch der Wille zur Veränderung, das geballte Wissen an Problemstellungen und Lösungsansätzen aus der Permakultur dazu, kann den einen oder anderen schon etwas aus der Bahn werfen. Permakultur ist eben mehr als nur Gemüsegärtnern! Vorallem ist ein Permakultur-Designkurs kein Schnellsiedekurs für Gemüsegärtner – man bekommt das wichtigste Werkzeug um sein eigenen Umfeld im Sinne der Permakultur planen zu können.

Permakultur-Designkurs 2015, in Wels mit Bernhard Gruber

Verschiedene Teichformen werden behandelt

Auch im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche Anbieter von Permakutlur-Designkursen, wie diese Kurse genannt werden ist unwichtig … Permakultur-Designzertifikatskurs – 72h Permakutlur-Designkurs – 84h Permakultur-Designzertifikatskurs, PDC, PDK, … was auch immer – wichtig ist, dass alle Kapitel aus dem Handbuch der Permakultur-Gestaltung (Permaculture – A Designers Manual) ausreichend behandelt werden.

Im Frühjahr 2018 gibt es wieder die Gelegenheit am Österreichischen Waldgarten-Institut in Wels einen 72h Permakultur-Designzertifikatskurs in 5 Modulen zu absolvieren, die Anmeldung dazu ist bereits jetzt möglich!

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Hühnerauslauf in der Permakultur Kleinstlandwirtschaft

Jahrelang hatten wir immer das Problem, dass unsere Hühner die Grenzen ihres Geheges nicht respektierten und im ganzen Garten unterwegs waren und immer wieder kleinere oder größere Schäden anrichteten und überall gut versteckt ihre Legenester anlegten. Auch hatten wir das Problem, dass wir mit dem Hühnerfutter die Tauben eines nahegelegenen Taubenschlages mitfütterten. So entschlossen wir uns für die Hühner einen geschlossenen Hühnerauslauf zu bauen.

Aus Folientunnelbögen und Metallrohren wurde das Grundgerüst aufgebaut, in welches das bestehende von Hühnern beheizte Anzuchtgewächshaus integriert wurde. Dieses Grundgerüst wurde mit eine Maschenzaun überzogen.

Segmentierter Hühnerauslauf Draufsicht

Der Plan ist es im Verteiler / Strohhof Flächenkompostierung zu betreiben, was wir bisher im alten Hühnerauslauf auch schon betrieben haben. Küchenabfälle, Holzkohlestaub und immer frisch geschnittenes Gras und andere organische Abfälle kommen in den Strohhof, wo alles immer von den Hühnern in bewegung gehalten wird. Einzelne Segmente können von der ganzen Koppel abgetrennt und mit Gemüse bepflanzt werden. Ist das Gemüse abgeerntet dürfen die Hühner wieder rein und die Ernteabfälle fressen, Schädlinge vertilgen und den Boden wieder düngen.

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Natürlich versuchen wir auch bestmöglich auf die Bedürfnisse unserer Hühner einzugehen: Hühner sind Waldtiere und stammen aus dem tropischen Regenwald Südostasiens ab – sie brauchen also immer Schutz vor der Sonne und vor möglichen Feinden von Oben. Da soll natürlich der Hühnerauslauf mit Bäumen bepflanzt sein, wo sie Schutz, Schatten und Futter bekommen und auch aufsitzen können.

 

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Herbst ist Hochbeet-Zeit

Hochbeet im Einwegkontainer versehen mit "Atmungslöchern"

Hochbeet im Einwegkontainer versehen mit „Atmungslöchern“

Herbst ist Hochbeet-Zeit

Seit ein paar Jahren liegt der Trend zu guter, gesunder Ernährung aus der Region. Initiativen wie Nets.Werk, die uns mit biologischen, saisonalen Lebensmittel aus der Region versorgen, haben Aufwind. In den Städten wachsen Gemeinschaftsgärten wie die Schwammerl aus dem Boden und am Land entstehen Erzeuger-Abnehmer-Gemeinschaften, sogenannte Foodkoops.

Hochbeet aus massiven Balken oder auch altem Dachstuhlholz

Hochbeet aus massiven Balken oder auch altem Dachstuhlholz

In den Hausgärten sind neben Kräutern, Salaten und Tomaten auch immer wieder Hühner und Enten zu finden. Ideal zum Start für leidenschaftliche Gartler, ist das Hochbeet.

Das Hochbeet eignet sich dort, wo im Umfeld gespielt wird, oder wo sich Hunde frei bewegen. Ein Hochbeet schont auch den Rücken und kann als Pflanztrog für die Terrasse ausgeführt werden. Bei Hoch- und Hügelbeeten wird mit der Verkompostierungswärme des Füllgutes gearbeitet.

Hochbeet mit natürlicher Zellulose-Folie ausgelegt

Hochbeet mit natürlicher Zellulose-Folie ausgelegt

Im Herbst kann länger und im Frühling früher gegärtnert werden. So ist auch der Herbst die ideale Zeit, ein Hochbeet vorzubereiten. Baum- und Strauchrückschnitt gut zerkleinert, aus dem Kompost ausgesiebtes grobes Material, Blätter, Rasenschnitt und auch Nadelholz in geringen Mengen kann in das Hochbeet. Große Äste sollten zerkleinert und gut geschlichtet werden, damit keine Hohlräume entstehen. Je mehr Holräume, desto schneller sinkt der Aufbau im Hochbeet zusammen.

Hochbeet mit Einblick - ein Sichtfenster in der Holzkonstruktion ermöglicht einen Einblick ins Hochbeet

Hochbeet mit Einblick – ein Sichtfenster in der Holzkonstruktion ermöglicht einen Einblick ins Hochbeet

Oben auf kommt eine Schicht aus Gartenerde und Kompost. Wer jetzt noch starten möchte, kann Radieschen, Feldsalat oder auch verschiedene Asiasalate aussäen.

Generell sollte im Gemüsegarten und auch im Hochbeet auf Schneckenkorn verzichtet werden, ein machanischer Schutz oder Laufenten können erforderlich sein. Massiv ausgeführte und gut befüllte Hochbeete erfreuen mehrere Jahre die ganze Familie mit frischen Kräutern, Salaten und Gemüse aus dem eigenen Garten.

Weitere Infos zum Hochbeet finden sie im Buch “Die kleine Permakultur-Fibel”.

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Menschen aus Oberösterreich: Bernhard Gruber im Interview auf Radio OÖ

Bernhard Gruber, Gründer des Österreichischen Waldgarten-Instituts, Buchautor und Permakultur-Aktivist im Gespräch mit Petra Lehner von Radio Oberösterreich – Menschen aus Oberösterreich.

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Unser Konsumverhalten bestimmt die Lebensumstände

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Weltbevölkerung umfasste am 31. Oktober 2011, 7 Milliarden Menschen. Grob gerundet entfallen auf Asien 4,2 Mrd., auf Afrika 1 Mrd., gefolgt von Lateinamerika mit 600 Mio, der Rest entfällt auf Europa, Nordamerika und Ozeanien.

Hungernde Menschen weltweit

50% Kleinbauern
20% Landarbeiter
20% Stadbewohner
10% Nomaden und Fischer

Ursachen des Hungers

· Ernteausfälle oder Dürren
· Energie und Rohstoffpreise · Agrotreibstoffe
· Agrarsubventionen in Industrienationen
· Spekulation
· Konsumverhalten Schwellenländer

Hauptteil von Nahrungskrisenhilfe fließt in Verteilung von Saatgut und Düngemittel, das bedeutet, dass in Wirklichkeit nur Großkonzerne unterstützt werden!
(Quelle: FIAN)

Laut World-Food-Report aus dem Jahr 2009 werden 50% aller Lebensmittel weltweit von Bauernhöfen unter 2 Hektar produziert. Aufgrund schwindender Ressourcen und billiger Energie zeichnet sich bereits das Ende industrieller Landwirtschaft ab.

Mit unserem Konsumverhalten bestimmen wir die Lebensumstände anderer Menschen mit. Etablieren wir lokale Märkte mit Produkten aus der näheren Umgebung, so stärkt das die Region und ganz wesentlich die Ernährungssouveränität. Jeder Landwirt braucht sein eigenes, Gentechnik freies Saatgut, passend für die jeweilige Region. Jeder Bürger muss das Recht haben, Saatgut zu züchten und weiter zu geben. Selbst Gemüse zu pflanzen und eigene Lebensmittel zu produzieren ist ein Beitrag zu einer gerechteren Welt.

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Brotbackofen-Bauworkshops 2018

Fertiger Brotbackofen in Ansfelden

Fertiger Brotbackofen in Ansfelden

Seit 2005 baue ich Brotbacköfen aus Lehm, Sand und Stroh. So entstanden über 150 Brotbacköfen von Stadlhof bis El Salvador. 2018 sind auch wieder ein paar Workshops geplant, gerne kann ich auch noch gebucht werden!

  1. April – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Fr. Lettenmayr / Bad Hall / OÖ

  2. April – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    LFI / St. Martin im Mkr. / OÖ

  3. April – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Julia Göflan / Schlanders / Südtirol

  4. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Naturpark Attersee / VS Reindlmühl / OÖ

  5. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Verein Zruck / St. Agatha / OÖ

  6. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    LFI / Naturpark Obsthügelland /St. Marienkirchen ad. Polsenz / OÖ

  7. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Fam. Gell / St. Johann im Pongau / Slzbg.

  8. Juni – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Gärtnerei Schützenhofer / Rohr im Kremstal / OÖ

(keine Garantie auf Vollständigkeit!!!)

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Bodenerosion

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Termitenhügel in Tansania

Bei unsachgemäßer Bodenbearbeitung können im Jahr über 80 t/ha Humus durch Wind und Regen erodieren, das entspricht 5 mm Bodenhöhe, man sieht förmlich die Steine aus dem Boden wachsen. Wichtige Gegenmaßnahme ist eine permanente Bodenbedeckung aus Pflanzen oder Mulch, Bodenbearbeitung auf Kontur oder auch Terrassierungen, es kann auch sein, dass nur noch eine Wiederaufforstung möglich ist.

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Unsere Bodenressource

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Bewirtschaftung in Terrassen bremst die Erosion

3/4 der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Theoretisch sind 3,2 Mrd. ha landwirt-schaftlich nutzbar, es wird jedoch nurdie Hälfte genutzt, da der Aufwand zuhoch ist.

1/8 Berge, Wüste, Eis
1/16 Städte und Straßen
1/32 unfruchtbar
1/32 fruchtbar

Landwirtschaftliche Flächennutzung:
69% Weideland, 3% Dauerkulturen, 28% Ackerland, das Ackerland wird bis 2030 auf Kosten tropischer Regenwälder um 13% wachsen

Verteilung der Agrarflächen weltweit nach Verwendung für Lebensmittel:

29% Fleisch 17% Milch 24% Öle und Fette 10% Getränke (Tee, Kaffee, Limos, Bier, …) je 5% Ackerfrüchte, Gemüse, Obst und Brot

Fleischkonsum kg/Person/Jahr Weltweit ø 37,4 kg Industrienationen ø 90,2 kg

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFleisch frisst Land

Der Fleischkonsum in unserer derzeitigen Form ist grundlegend zu überdenken, auch in den Schwellenländern steigt der Fleischverbrauch um das 2 bis 3fache an. Landgrabbing und Neokolo-nialismus sind aktuelles Thema in den Ländern des Südens. Mehr als die Hälfte Chinesischer Agrarflächen befinden sich bereits in Afrika. 80% des europä-ischen Proteinbedarfs wird importiert, was der Fläche von 30 Mio ha, beinahe das 3fache der Ackerfläche Deutschlands (12 Mio ha) entspricht. Massentierhaltung mit ihren daraus resultierenden Folgen hat keine Zukunft.

(Quelle: TU München)

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Workshops und Vorträge 2018 mit Bernhard Gruber

Gruppenfoto Brotbackofen bauen in Ansfelden

Gruppenfoto Brotbackofen bauen in Ansfelden

  • 10. Jänner bis 4. Februar – Projektreise Kenia
  • 16. Februar – Vortrag Permakultur
    Obst- und Gartenbauverein Seekirchen / OÖ
  • 26. Februar – Tagesworkshop Permakultur im Hausgarten
    LFI Rohrbach / OÖ
  • 27. Februar – Vortrag Waldgarten
    VHS Tragwein / OÖ
  • 20. März – Tagesworkshop Permakultur im Hausgarten
    LFI / Naturpark Obsthügelland /St. Marienkirchen ad. Polsenz / OÖ
  • 23. bis 25. März – Modul 01 – 72h Permakultur-Designzertifikatskurs
    Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ
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Exkursion im Waldgarten

  • 4. April – Vortrag Waldgarten
    Gärtnerei Schützenhofer / Rohr im Kremstal / OÖ
  • 13. bis 15. April – Modul 02 – 72h Permakultur-Designzertifikatskurs
    Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ
  • 18. April – Tagesworkshop Permakultur im Hausgarten
    LFI / Biobaumschule Junger / Dorf an der Pram / OÖ
  • 21. April – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Fr. Lettenmayr / Bad Hall / OÖ
  • 25. April – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    LFI / St. Martin im Mkr. / OÖ
  • 28. April – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Julia Göflan / Schlanders / Südtirol
24 a

Bernhard Gruber, Permakultur-Designer

  • 1. Mai – Pflanzentauschmarkt ArcheNoah
    Schiltern / Langenlois / NÖ
  • 4. bis 6. Mai – Modul 03 – 72h Permakultur-Designzertifikatskurs
    Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ
  • 9. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Naturpark Attersee / VS Reindlmühl / OÖ
  • 10. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Verein Zruck / St. Agatha / OÖ
  • 11. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    LFI / Naturpark Obsthügelland /St. Marienkirchen ad. Polsenz / OÖ
  • 12. Mai – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Fam. Gell / St. Johann im Pongau / Slzbg.
  • 18. bis 21. Mai – Waldgartenfestival
    Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ
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Flaschenfenster

  • 25. bis 27. Mai – Modul 04 – 72h Permakultur-Designzertifikatskurs
    Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ
  • 30. Mai bis 4. Juni – OÖ Permakultur-Festival
    Perma-Norikum / Biobaumschule Junger / Dorf an der Pram / OÖ
  • 9. Juni – Tagesworkshop Brotbackofen bauen
    Gärtnerei Schützenhofer / Rohr im Kremstal / OÖ
  • 15. bis 17. Juni – Modul 05 – 72h Permakultur-Designzertifikatskurs
    Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ
  • 20. Juni – Waldgarten-Exkursion
    Essbare Gemeinde Kremsmünster / Österreichisches Waldgarten-Institut / Wels / OÖ

 

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Unbezahlbare Helfer im Garten

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Regenwurm (Lumbricus terrestris)

Der Regen- oder Tauwurm (Lumbricus terrestris) ist einer der in Mitteleuropa meistverbreiteten Wurmarten. Er gehört zur Familie der Gürtelwürmer und frisst in 24 Stunden sein Körper-gewicht. Sein Vorkommen ist abhängig vom pH-Wert, Humusgehalt, Garezustand und dem Wasserhaltevermögen. Gute Böden bieten einen Lebensraum für 200 und in manchen Fällen 400 Würmer pro Quadratmeter. Der Regenwurm stellt eine große Menge an Biomasse dar und ist für die Fruchtbarkeit des Bodens wichtig.

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