Asia-Salate

Red Giant - Asiasalat

Red Giant – Asiasalat

Asia-Salate wie Red Giant (Brassica juncea var. rugosa) und Mizuna sind Kohlverwandte. Man kann sie je nach Geschmacksrichtung, von mild bis scharf, für Pflücksalate oder auch Gemüsepfannen und als Spinat verwenden.

Aussaatzeit ist März bis August, geerntet werden kann nach 4 – 7 Wochen. Die meisten sind frostbeständig bis -5°C, anspruchslos an Boden und Klima. Sie bevorzugen Sonne bis Halbschatten.

Gute Mischkulturpartner im Gemüse-beet sind Bohnen, Erbsen, Spinat, Salat und Karotten. Aufgrund ihrer Robustheit eignen sie sich vom Balkongarten bis zum Freilandanbau.

Lerne mehr zum Thema Permakultur und was du zu einem guten Leben brauchst in unserem Permakultur-Designkurs!

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17.4. Permakultur-Info-Abend im Freiraum Wels

Perma-Norikum Wintertreffen

Am 17. April, um 19 Uhr, laden Bernhard Gruber, Permakultur-Aktivist aus Wels, und Sieglinde Gruber, Ernährungsberaterin aus Liezen, zu einem Permakultur-Info-Abend in den Freiraum Wels ein.

Gemeinsam werden sie den Bogen von Permakultur als Gestaltungskonzept bis hin, was jeder Einzelne von uns zu einer „enkeltauglichen“ Zukunft beitragen kann, spannen.

Das Ökodorfprojekt Naturhof Pramtal wurde von Teilnehmern geplant
Das Ökodorfprojekt Naturhof Pramtal wurde von Teilnehmern eines Permakultur-Designkurses geplant

Weiters gibt es einen Einblick in den Permakultur-Designkurs, welcher im Sommer 2019 in Wels stattfindet.

Neben einem Kurzfilm wird es auch eine Vorstellrunde aller Teilnehmer geben.

Veranstatlungsort: Freiraum Wels, Altstadt 8, 4600 Wels
Teilnahme ist frei

Wir freuen uns auf einen interessanten und gemütlichen Abend mit euch!

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Vom Brotbackofenbau bis Sauerteigbrot beim Permakultur-Designkurs in Wels

Beim diesjährigen Permakultur-Designkurs in Wels werden wir uns neben der Theorie nach dem Curriculum von Bill Mollison (Begründer der Permakultur), speziell auch wieder verschiedenen praktischen Aktivitäten zuwenden. Trainer beim Designkurs, Bernhard Gruber, baute in den letzen 14 Jahren nahezu 200 Brotbacköfen auf verschiedenen Erdteilen. Er wird die Lehrgangsteilnehmer anleiten, wie man Schritt für Schritt, einen mit Lehmmörtel und Ziegel gemauerten Brotbackofen baut und diesen richtig befeuert. Bernhard Gruber ist ausgebildeter Lebensmitteltechnologe und seit Jahren begeisterter Permakultur-

  • Einfacher Brotbackofen, gebaut mit dem Kreativverein Tragöß

Unter der Anleitung der Trainerin, Sieglinde Gruber, wird Sauerteig angesetzt, über die Tage hin gefüttert und zu köstlichem, nahrhaften Brot verarbeitet werden. Im Lehrgang werden wir verschiedene Brote backen, welche ein Beitrag zu unserer vollwertigen Verpflegung sein sollen. Sieglinde Gruber ist Ernährungsberaterin und lebt selbst seit mehr als 7 Jahren vegan.

Da wir uns schon mitten in den Vorbereitungen zum Permakultur-Designkurs, vom 12. bis 24. August 2019 befinden, freuen wir uns über deine zeitgerechte Anmeldung. Alle weiteren Details zum Lehrgang

Permakultur-Aktivistin und Ernährungsberaterin, Sieglinde Gruber, beim Brotbackworkshop mit Frauen im Permakultur-Badeslisha-Center in Kenia
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Wiederverwenden kommt vor Rezyklieren

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Die Kajote (Sechium edule) aus der Familie der Kürbisse

Kajote (Sechium edule)

Kajote (Sechium edule)

Die Kajote (Sechium edule) ist ein mehrjähriges, aber nicht winterhartes Rankgewächs aus der Familie der Kürbisse und war bereits Azteken und Mayas als Gemüse bekannt. Die stachelige Frucht ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet und eignet sich als idealer Schattenspender. Neben der geschälten Frucht sind auch junge Schösslinge, Blätter und die knollenartige Wurzel essbar. Die Kajote enthält wenig Kalorien, Amino-säuren, Vitamin A und C, Kalium, Kalzium und Eisen.

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Brotbackofen selber bauen

feuerSeit Urzeiten versucht der Mensch sich das Feuer nutzbar zu machen, es geht primär nicht nur darum die Wärmequelle zu entfachen, sondern auch Energie zu sparen und zu speichern. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist der Kachelofen, der die Abwärme des Feuers speichert und langsam an den Wohnraum abgibt und so für ein behagliches Wohnklima sorgt. Dieses System versuchen wir mit einem einfachen und sehr praktischen Brotbackofen aus Lehm, Sand und Stroh zu veranschaulichen.

Vorbereiteter Socke für Brotbackofen

Vorbereiteter Socke für Brotbackofen

Funktionsweis:
Der Brotbackofen wird nach altem und bewährtem Vorbild mindestens zwei Stunden beheizt, je nach Holzart wird mehr oder weniger Holz benötigt. Ist die Holzqualität gleich bleibend, kann die benötigte Menge durch abwiegen ermittelt werden. Ist das Feuer niedergebrannt wird die Glut gleichmäßig verteilt und später mit einem Reisigbesen aus dem Ofen gekehrt. Reste und Asche werden mit einem nassen Tuch heraus gewischt. Nach dem Reinigen kann eine Mehlprobe erfolgen: Mehl wird in den Backraum gestreut, wird das Mehl in kurzer Zeit schwarz, ist der Ofen zu heiß, muss mit dem Einschieben des Brotes noch gewartet werden. Es kann auch mit einem nassen Tuch über die Backfläche gewischt werden, was Hitze nimmt. Wird bei einem erneuten Versuch das Mehl braun, passt die Hitze. In Reihe kann zuerst Pizza und dann Brot gebacken werden. Die Restwärme kann zum Dörren von Kletzen genutzt werden. Fleisch kann natürlich auch im Brotbackofen gebraten werden. Grundsätzlich gilt wie bei einem Elektroherd, dass jeder Ofen ein wenig anders funktioniert. Holzmenge und Heizdauer sollten unbedingt zuvor im Versuch ermittelt werden.

Ausgangspunkt für einen Brotbackofen sind gute Stiefel (feuerfestes Fundament, ideal in Arbeitshöhe) und ein guter Hut (ein einfaches, feuerfestes Dach zum Schutz vor Dauerberegnung und Auffrieren).

Backfläche aus Schamott

Backfläche aus Schamott

Das Fundament:
Ein einfaches Fundament trocken aus flachen Steinen gelegt, oder mit Mörtel verbundene Steine, Ziegel, Flaschen, … oder auch Holzrahmen mit Sandbett. Weiters können für das Fundament Brunnenringe, Kanalrohre, dicke Stahlplatten, … verwendet werden. Oben auf muss eine feuerfeste Arbeitsfläche sein, es soll zu keinen Materialapplatzungen oder Schwellbrand kommen. Ideal aber teuer ist Schamott, auch geeignet sind hart gebrannte Ziegelsteine, oder auch eine Mischung wie sie für den Backofen verwendet wird, aus Lehm-Sand-Stroh. Nicht geeignet sind Feld- oder Flußsteine. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass das Fundament feuerbeständig ist und es auch nach längerem Beheizen zu keinem Schwelbrand kommen kann!

Sandform für Backkuppel

Sandform für Backkuppel

Das Dach:
Eine einfache Konstruktion, verbunden mit dem Fundament, damit es zu keinen Sturmschäden kommen kann. Ideal als bepflanztes Trockendach ausgeführt. Zum Eindecken können aber auch alte Dachziegel verwendet werden. Bei anderen Materialien ist auf Funkenflug zu achten. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, mit dem Dach Regenwasser zu sammeln. Auch beim Dach ist auf feuerbeständigkeit zu achten, vorallem sollten keine hölzernen Konstruktionsteile des Dachstuhles am Kamin oder Rauchrohr anstoßen.

Brotbackofen wird modelliert

Brotbackofen wird modelliert

Der Brotbackofen:
Eine Form aus Sand oder ein Geflecht aus Weidenruten bildet den Kern. Wandstärken ab 20 cm sind ideal, das bedeutet wenn man eine Grundfläche von 150 cm hat, kann der Backraum einen Durchmesser von 90 cm haben. Was in etwa Platz für 10 kg Brot bietet. Ideale Statik gibt ein halber Kreis für die Form, das bedeutet, dass sich bei einem Backraumdurchmesser von 90 cm eine Höhe von 45 cm ergibt. Ideale Backraumhöhe liegt zwischen 43 und 50 cm. Die Kugel beginnt sehr steil und läuft dann relativ flach zusammen.

Gruppenfoto Brotbackofen bauen in Ansfelden

Gruppenfoto Brotbackofen bauen in Ansfelden

Der Rauch soll nach Vorne abziehen, dazu benötigen wir eine Mindesthöhe der Öffnung von 2/3 der Backraumhöhe. Bei 45 cm sind das dann zum Beispiel 30 cm. Wird über der Öffnung ein Kamin errichtet, so stellt man beim Backen die Tür hinter den Kamin, dazu wird nachträglich, gleich nach dem Entfernen der Sandform eine Nase als Anschlag modelliert.

Der Brotbackofen muss in sicherer Entfernung zu Gebäuden, Bäumen und leicht brennbaren Stoffen errichtet werden. Aus Sicherheitsgründen sollte ein angeschlossener Gartenschlauch bereit gehalten werden.

Fertiger Brotbackofen in Ansfelden

Fertiger Brotbackofen in Ansfelden

Die Mischung:
Grundstoff ist der Lehm, der auch als Kleber fungiert, doch würde Lehm alleine sehr schnell beim Trocknen reißen, so wird mit feinem Sand, ideal Quarzsand 0,2 bis 0,5 mm, der Lehm abgespeckt. Mischungsverhältnisse sind im Versuch zu ermitteln. Die Mischung soll noch gut kleben und nicht zerbröseln. Weiters wird als Armirrung kurzes Stroh unter gemischt. Es können auch Kuhmist, Pferdemist, Getreidespelze, Tannennadeln, Granen oder auch Schweineborsten verwendet werden. Es ist immer auf den Menge an Feuchtigkeit zu achten, die beigemischt wird. Feuchtigkeit wird benötigt um eine gute homogene Mischung zu bekommen und damit der Lehm plastisch wird, jedoch kann es beim Trocknen zu starken Schwundrissen kommen je feuchter man arbeitet. Ich ziehe es vor, sehr trocken zu arbeiten, es ist zwar nicht so lustig, doch ist die Freude im Nachhinein viel größer!

Brotbackofen

Brotbackofen mit Sitzgrube gebaut mit Workshop-Teilnehmer im Ökozentrum von Kloster Neustift / Vahrn / Südtirol

Der Mischvorgang: Lehmklumpen werden zerkleinert und notfalls von Wurzeln und Humusresten gereinigt, zirka ein Schubkarren voll wird auf einer zuvor gesandelten Gewebeplane verteilt, dann kommt der Sand darüber und das kurz geschnittene Stroh. Die Plane wird an zwei Enden genommen und über den Haufen gezogen, damit sich die verschiedenen Materialien in trockenem Zustand gut vermischen. Mit Gefühl wird Wasser beigegeben und nochmals auf gleiche Weise gut durchmischt. Im Anschluss dürfen alle Beteiligten mit bloßen Füßen die Mischung zu einer guten teigigen Masse durchkneten. Es wird immer von der Mitte nach Außen getreten, ideal ist Ferseneinsatz, so kann mehr Druck aufgebracht werden als mit dem ganzen Fuß. Ist nur noch eine flache Flade auf der Gewebeplane, wird diese Flade wieder mit Hilfe der Plane eingerollt und dann mit den Füßen wieder gut durchgeknetet. Zur Probe nimmt man ein Stück der Masse, so groß wie ein Brotlaib und formt einen Klumpen, schlägt ihn ein paar mal auf den Boden, damit die Luft raus ist und bricht ihn dann in zwei Hälften. So sieht man ob die Masse auch wirklich gut durchmischt ist. Notfalls wiederholt man den Mischprozess. Befindet man die Mischung für gut, wird die gesamte Mischung zu Klumpen geknetet und die Luft raus geschlagen.

Brotbackofen

Brotbackofen gebaut im Workshop mit Bernhard Gruber am Biohof Keindl in Gaspoltshofen

Die Sandform:
Für einen Brotbackofen mit 90 cm Innenmaß kann man schon rechnen, dass gut 5 Schubkarren Sand für die Innenform gebraucht. Dieser Sand kann im Anschluss zum Beispiel wieder in der Sandkiste verwendet werden. Beim Formen sollte man immer eine halbe Kugel als Vorbild vor sich haben, ist die Form zu flach, sticht man einfach rundherum mit einer Maurerkelle ab. Es lohnt sich auch immer mit Abstand die Form zu betrachten, einfach zwei, drei Schritte weg vom Fundament! Für die Form kann der gleiche Sand (Quarzsand 0,2 bis 0,5 mm) wie für den Ofen verwendet werden, ist er zu trocken und rieselt er, wird er einfach mit einer Gießkanne befeuchtet. Wurde eine zufriedenstellende Form erreicht, wird der Sandhaufen mir mehreren Lagen Zeitungspapier überzogen.

Brotbackofen

Brotbackofen gebaut im Rahmen des Permakultur-Designkurses am Naturhof Pramtal / OÖ

Ofenbauen:
Beginnend bei der Ofenöffnung wird der erste Klumpen gut an die Form an gedrückt, das Ende abgeflacht und mit dem nächsten Klumpen überlappt. Mit der einen Hand wir außen stabilisiert, mit der anderen flach gedrückt. Wird der Ofen in zwei Schichten, einer Speicherschicht und einer Isolierschicht, aufgebaut, so ist auf eine Wandstärke bis zur Hälfte der Gesamtwand zu achten. So wird reihum gearbeitet bis die erste Schicht fertiggestellt ist.

Brotbackofen

Brotbackofen gebaut mit Workshop-Teilnehmern in der Bio-Schule von Alt-Krotenhof in Graz / Stmrk.

Für die zweite Schicht kann mehr Stroh als Isolierung verwendet werden. Die erste Schicht sollte bereits einen sehr stabilen Kern bilden, so dass bei der zweiten Schicht auch ein wenig feuchter gearbeitet werden kann. Für jede Schicht werden 4 bis 6 Mischungen benötigt. Ist die zweite Schicht fertig gestellt, werden noch alle Unebenheiten ausgeglichen werden. Kann der Ofen nicht am gleichen Tag fertiggestellt werden, ist der Ofen mit einem feuchten Tuch abzudecken und der Bau in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.

Bernhard Gruber Handbuch Brotbackofen selber bauen

Bernhard Grubers Handbuch Brotbackofen selber bauen

Nachbetreuung:

Die Sandform sollte wenn möglich noch am gleichen Tag entfernt werden, da der Lehm wenn er trocknet sich sonst nicht zusammen ziehen kann. Auch sollte der Ofen nicht mit Gewalt ausgeheizt werden. In den ersten Tagen kann immer wieder ein kleines Feuer entfacht werden, bis der Ofen zu schwitzen beginnt, dann sollte das Feuer beendet werden. Es kann auch ein Teelicht in den Ofen gestellt werden, da der Ofen innen langsamer als außen trocknet. Entstehen kleine Risse, werden sie einfach verschmiert, große Risse werden eingedrückt und bei Bedarf Material aufgetragen. Mit täglich 5 Minuten Nachbetreuung ist ein sehr gutes Resultat zu erzielen. Als Rettungsmaßnahme bei vielen Rissen, kann die Oberfläche gut angefeuchtet, aufgeraut und mit einem Juttegewebe überzogen werden. Abschließend wir das Gewebe noch mit einer dünnen, feuchten Schicht aus Sand und Lehm überzogen. Gegen seitlichen Schlagregen kann der Ofen auch gekalkt oder mit Leinöl eingelassen werden. Auf die Verwendung von Zement ist komplett zu verzichten.

Ausführlich beschrieben ist das Brotbackofen Bauen im Buch „Handbuch Brotbacköfen selber bauen


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Brotbackofen-Bauworkshop veranstalten
Weitere Beispiele für einfache Brotbacköfen

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Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

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Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus) ist ein Laubholzparasit und besiedelt gerne Stämme und dicke Äste lebender Bäume. Er bildet dichte Fruchtkörperbüschel, junge Pilze sind rund, Ränder reifer Pilze sind eingerissen. Für die Kultivierung eignen sich neben Holzstämmen auch Stroh, Kaffeesatz und Fruchtfleisch der Kaffeebohnen, Weizen, wie auch Papier. Neben Champignon und Shiitake ist der Austernseitling der beliebteste kultivierte Speisepilz.

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Der Waldgarten – ein dreidimensionaler Garten

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Am Fuße des Kilimanjaro in Tansania, errichteten die Chagga nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein sehr gut ausgetüfteltes Waldgartensystem

Waldgärten sind in den verschiedensten Kulturkreisen als Notwendigkeit und Überlebensstrategie entstanden. Bekannt sind Waldgärten hauptsächlich aus Gebieten wie Nikaragua, Kerala, Srilanka, Vietnam, Nigeria, Kongo und Tansania. Seit 2009 besuche ich die Waldgärten der Chaggas am Fuße des Kilimanjaro, in Tansania zum Studium, zur Unterstützung noch vorhandener Systeme und zum Wiederaufbau.

In einem Waldgarten geht es grundsätzlich darum, auf kleiner Fläche alles Lebensnotwendige zu produzieren: Lebensmittel, Viehfutter, Medizin, Energieholz und Bauholz. Waldgärten sind auf lange Sicht tragfähig, verschmutzen nicht und beuten auch den Boden nicht aus. Das Vorbild eines Waldgarten ist der tropische Regenwald, in unseren Breiten könnte man sich den Waldgarten als Niederwald vorstellen, jedoch zu beachten ist, dass wir in unseren Breiten eine viel geringere Sonneneinstrahlung haben und so auch mit anderen Pflanzabständen arbeiten müssen, in den Randbereichen und zwischendurch können sich immer wieder größere Bäume finden.

Waldgarten des Permakultur-Projekts Weberhäusl in Wels / OÖ im Frühjahr 2008

Waldgarten des Permakultur-Projekts Weberhäusl in Wels / OÖ im Frühjahr 2008

Ein Waldgarten ist im Gegensatz zu einem Getreidefeld oder auch Gemüseacker ein dreidimensionales System, angeordnet in verschiedenen Stockwerken oder auch Ebenen, der Schwerpunkt liegt bei mehrjährigen Früchten und extensiven einjährigen Gemüse. Die erste Schicht befindet sich unter der Erde, Knollen, Wurzelgemüse und Rhizome. Die zweite Schicht ist eine Boden bedeckende Lebendmulchschicht, gefolgt von der Kraut- und Staudenschicht. Die vierte Schicht wird von niederen Beerensträuchern und die fünfte von höheren Beerensträuchern gebildet. Die sechste Ebene bilden Obstbäume gefolgt von Horstpflanzen wie Haselnuss oder Bambus und Rankgewächsen wie Kiwi, Hopfen oder Wein. Abschließend als Kronenschicht finden wir hohe Solitärbäume punktuell mit lichtem, fiederem Blattwerk oder an Rändern mit dichtem Blattwerk.

Durch die in der nördlichen Hemmisphäre geringere Lichtmenge ist auf eine zeitliche Einnieschung zu achten, so gibt es Beispielsweise Beerensträucher welche Fruchten, bevor so mancher Baum in seiner vollen Blätterpracht erstrahlt. Weiters versuchen wir wie in der Mischkultur Symbiosen und Gilden unter Pflanzen oder auch zwischen Tieren und Pflanzen zu bilden. Hauptaugenmerk liegt dabei dass wir regulierte Systeme schaffen, keine Wildniss und den Energieeinsatz auf ein Minimum reduzieren versuchen. Jedes Element in diesem System wird nach seiner Funktionalität ausgewählt und so platziert, dass andere unbeeinflusst oder gestärkt werden. So kann zum Beispiel ein richtig platzierter Baum folgende Funktionen erfüllen: Lebensmittel, Viehfutter, Medizin, Edelholz, Bauholz, Brennholz, Erosionsbremse, Sonnenschutz, Windschutz und ein Biotop für verschiedenste Lebensformen.

Weitere Informationen zu Waldgärten finden Sie im Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“

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Die Wasserlinse – Proteinquelle der Zukunft

Die Wasserlinse stellt eine Proteinquelle der Zukunft auch für den Menschen dar

Die Wasserlinse stellt eine Proteinquelle der Zukunft auch für den Menschen dar

Bei Hektarerträgen weit über denen der Sojabohne ist die Wasserlinse die Proteinquelle der Zukunft!

Die Kleine Wasserlinse (Lemna minor) enthält 43% Eiweiß, 22% Kohlenhydrate, 6% Fettsäuren. Sie vermehrt bei günstigen Bedingungen ihre Masse über 40% täglich. Bei industriellen Versuchen werden Hektarerträge von über 200 t/ha/Jahr erreicht.
Während nur 0,4% der Sojaanbauflächen in den EU-27 Staaten liegen, beträgt der Sojaschrotbedarf ca. 23 Mio Tonnen, was 20% Weltproduktion sind.

(Quelle: www.soja-aus-oesterreich.at)

Die Wasserlinse übersteigt als Proteinlieferant um ein Vielfaches die Erträge der Sojabohne, sie ist somit nicht nur ein exzellentes Futtermittel für Schweine, Kühe, Geflügel, Aquakulturen, sondern auch ein Lebensmittel mit Zukunft, gerade auch in Städten.

Die Wasserlinse ist auch zu Karton und eßbaren Verpackungen verarbeitbar.

Nahrung Zusammensetzung

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Frühling im Waldgarten

Das Wetter lockt und natürlich auch die zahlreichen frischen Wildkräuter und Knospen.

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