Workshop: Alte Bautechniken erhalten – Frühjahr 2021

Römische Wand – alte Bautechniken sollen in den Neubau miteinfließen

Altes darf gehen Neues kann kommen – Errichtung unseres Österreichischen Waldgarten -Institutes
Bauworkshop ab voraussichtlich März 2021 bis Juli

Beim Neubau unseres Österreichischen Waldgarten-Institutes möchten wir gerne Altbaustoffe einbinden und auch alte Bautechniken miteinfließen lassen. Mit den alten Ziegeln und mit Feldsteinen möchten wir teilweise Aussenwände und größtenteils die Innenwände mit Kalkmörtel neu aufmauern.

Plan Österreichisches Waldgarten-Institut

Eine Workshopteilnahme ist bereits ab März erwünscht, da werden wir Fundamentplatte und Keller in Zusammenarbeit mit einer Baufirma errichten.

Für den Bauworkshop brauchen wir Menschen mit handwerklichem Geschick, Genauigkeit, Verlässlichkeit und guter körperlicher Verfassung. Der Workshop dauert Montag bis Freitag von 7.00 bis 12.00 und 13.00 bis  17.00 Uhr.

Erforderlich ist Arbeitskleidung für jedes Wetter, Regenkleidung, festes Schuhwerk, Arbeitshandschuhe

Begrenzte Teilnehmer Zahl 6 Personen, Bewerbung ist ab sofort möglich (nach unten scrollen)
Teilnahme ist für Mitglieder des Österreichischen Waldgarten-Institutes frei!

seit dem Ende des 30 Jährigen Krieges ist das Weberhäusl in unserem Familienbesitz

Die Geschichte unseres Weberhäusl

Über Generationen hat das Weberhäusl unserer Familie als Wohn- und Wirtschaftsgebäude gedient. Der Zahn der Zeit hat sehr an der Bausubstanz genagt, wenngleich Teile davon weit zurück reichen. Vermutlich ist es 943 n.Chr. bei der großen Schlacht, bei welcher die Bayern die Magyaren zurückschlagen konnten, ein Raub der Flammen geworden und auch noch einmal später, in den Kriegswirren des 30 Jährigen Krieges. Das Häusl auf der Welser Heide, wie es auch genannt wurde, wurde immer wieder aufgebaut.

Die Römische Mauer im Weberhäusl

Bei den händischen Abbrucharbeiten haben wir Reste einer sogenannten Römischen Mauer entdeckt, einer Bautechnik, welche sich bis ins 19. Jahrhundert in unserer Region erhalten hat. Um Ziegelstein zu sparen, wurden Glaubsteine vom Feld reihenweise in die Mauer eingefügt. Diese Technik wird auf die Welschen, wie die Römer bezeichnet wurden, zurückgeführt. Wels war lange als die welsche Stadt Ovilava bekannt.

Architektonischer Anspruch des Österreichischen Waldgarten-Institutes

EntwurDer Architektonische Anspruch durch den Planer DI Christoph Wiesmayr war es, den ursprünglichen Gebäudecharakter, eines langgestreckten, eingeschossigen Wohnhauses mit angeschlossenen Stallungen und Scheune zu erhalten. Der ursprüngliche Hausname war „Häusl auf der Welser Heide“, später dann vulgo „Weberhäusl“, durch ein Webereigewerbe, das hier betrieben wurde.

Ein Kubus, welcher das ehemalige Nebengebäude ersetzt, ist zwar über eine Remise mit dem Haupthaus verbunden, dreht sich aber von diesem leicht weg, um die Privatsphäre seiner Bewohner zu wahren. So soll es möglich sein, mitten im Geschehen zu sein, trotzdem aber einen Rückzugsort zu haben. Durch die Remise entsteht ein Innenhofcharakter.

Im Vorfeld wurden die Altbaustoffe geborgen

Der Anspruch durch die Bauherren war von Anfang an ein ökologischer, mit Funktionalität gepaart. Im Österreichischen Waldgarten-Institut steht die Erforschung von Produkten aus dem Waldgarten und deren Weiterverarbeitung und Konservierung im Vordergrund. So ist es auch wichtig, dass beim Gebäude ein Arbeitsfluss, von der Ernte im Waldgarten, der Vorreinigung, Zwischenlagerung, Verarbeitung, Konservierung, Lagerung, bis hin zur Weitergabe, gewährleistet ist. Neben dem Arbeitsfluss durch das Gebäude, sind auch Personenströme zu berücksichtigen. Es gibt mehrere Personengruppen, die sich am Gelände bewegen (Bewohner, Praktikanten, Volontäre, Besucher, Seminarteilnehmer, Gäste, u.a.).


Für den Bauworkshop bewerben

Teilnahme frei bei Fördermitgliedschaft Verein Österreichisches Waldgarten-Institut € 25,- /Jahr
Bankverbindung:
IBAN: AT97 2032 6000 0003 4785
BIC/SWIFT: SPNKAT21
bei Überweisung bitte Name angeben!


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