Essbare Waldgärten als eine Spezialform des Agroforstes

Einzelne Abschnitte im Garten wurden von Unkraut befreit und gut gemulcht

Essbare Waldgärten sind arrangierte Gärten für den modernen Jäger und Sammler. Sie haben sich mit Schwerpunkt um den Äquator entwickelt und stellen in manchen Regionen die vorrangige Bodenkultivierungsform dar. Bekannte Beispiele sind die sogenannten Homegardens der Chagga am Kilimanjaro und am Mount Meru in Tansania / Ostafrika, oder die Spicegardens im Hochland von Kandy in Sri Lanka. Der Unterschied zu traditionellen Agroforsten wie Korkeichenwälder zur Schweinemast, Waldweiden aber auch Getreidefelder mit Baumreihen dazwischen, ist, dass der Schwerpunt bei essbare Waldgärten die Subsistenzwirtschaft ist und diese auf einer hohen Biodiversität beruht.

Aloyce Massawe in seinem Waldgarten

Waldgärten wie die in Tansania oder Sri Lanka, verfügen über Cashcrops wie Kaffee oder Gewürze, ihr Schwerpunkt liegt aber darin, ihre Bewohner, welche meist auch direkt in diesen Waldgärten leben, mit allem Lebensnotwendigem zu versorgen. Ein essbarer Waldgarten soll Lebensmittel, Gewürze, Medizin, Tierfutter, Bauholz und Brennholz für seine Bewohner bereitstellen und kann gleichzeitig auch ein Einkommen mit einer großen Anzahl verschiedener Produkte darstellen. Grundsätzlich geht es darum kleine Flächen sehr intensiev in Etagenkultur zu bewirtschaften, der Schwerpunkt liegt auch in einer ausdauernden Bodenkultur.

Neben 500 Wildbeerensträuchern, 100 Obstbäumen und 600 Beerensträuchern wurden unzählige weitere Pflanzen gesetzt

Seit 30 Jahren versuchen wir diese Ideen der Homegarden oder auch essbare Waldgärten, erfolgreich in unseren gemäßigten Breiten, in Mitteleuropa zu etablieren. Das Österreichische Waldgarten-Institut verfügt über verschiedene Beispiele von Waldgärten, Agroforst und ein Mischbeispiel. Die nächste Gelegenheit in das Thema essbarer Waldgarten einzutauchen, bietet unser Permakultur-Praxislehrgang, wo wir auch auf verschiedene Themen zum Waldgarten eingehen werden.

Permakultur-Praxislehrgang in 5 Modulen 2020

Jedes Modul beginnt Freitag um 9.00 Uhr und endet am Sonntag um 16.00 Uhr

  1. Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

    Bernhard Gruber beschäftigt sich wie sein Vater seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Waldgarten

    Modul – 28. Feber bis 1. März 2020

  2. Modul – 20. bis 22. März 2020
  3. Modul – 3. bis 5. April 2020
  4. Modul – 24. bis 26. April 2020
  5. Modul – 8. bis 10. Mai 2020Themenschwerpunkte werden unter anderem sein, Permakultur im Hausgarten, vom Hügelbeet bis zum Kraterbeet, Bodenverbesserung, Chlorophyllwasser, Terra Preta, Komposttoilette, Waldgarten, Agroforst, Pilzzucht im Garten, vom Brotbackofen bis zum Brot und vieles mehr! Melden Sie sich jetzt an!
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