Flutkathastrophe bei Projektpartnern in Kenia

So ist uns der Fluss bei Armani Bridge bekannt, er kann aber zu einem reissenden Strom werden, der alles mit sich reisst!

Gerade aktuel wird Kenia von großen Flutkathastrophen heimgesucht. Stark überweidete und erodierte Böden können einfach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Die Wassermassen in einem sonst von Dürre heimgesuchten Landstrich, reissen gerade alles mit sich. Neben zahlreichen Opfern, werden auch Lebensräume auf lange Zeit hin zerstört. Wir hatten in den letzten Jahren die Möglichkeit, das Projekt Armani Bridge der Katholischen Kirche von Sori am Victoria See in Kenia, mehrfach zu besuchen und sahen auch die wunderbaren Fortschritte über die Jahre. Doch jetzt ist die Existenz durch die äußeren Umwelteinflüsse massiv bedroht. Ziel von Armani Bridge ist es mehren Familien ein Geldeinkommen mit dem Verkauf von Forstpflanzen, zur Wiederaufforstung des Südens von Kenia, zu geben.

Der sonst tiefliegende Fluss tritt über seine Ufer hinaus und reisst mit was er erwischt

Das zeigt uns, dass auch wenn wir unseren Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil leisten, wir Permakultur in einem größeren Kontext sehen und umsetzen müssen! Wir müssen über unsere Grundstücksgrenze hinausdenken, denn wenn wir nicht darüber hinausdenken und uns vielleicht sogar abschotten, so wird uns das immer einholen, was draussen geschieht und auch uns und unser Tun bedrohen und vielleicht sogar zerstören!

Die Reste einer wunderbaren Baumschule

Wir müssen zu einer 0-Tolleranz gegenüber umwelstzerstörerischen Aktivitäten übergehen! Boden muss entsiegelt werden. Wir müssen Flächen begrünen und in Mischkulturen Aufforsten, der Natur wieder ihren Platz zugestehen, Landflächen kleinräumig strukturieren, Humusaufbau betreiben, auf die ganze Agrochemiepalette und schwere Maschinen verzichten!

Um den Menschen von Ostafrika ein praktisches Werkzeug wie die Permakultur in die Hand zu geben, haben wir das Buch „Kitabu cha Permaculture“ geschrieben. Wir kennen auch bei uns diese Flutkathastrophen und sie werden sich auch in den nächsten Jahren mehren, so ist es jetzt wichtig, dass wir uns jetzt mit Alternativen beschäftigen. Im Frühjahr 2020 werden wir in Wels wieder einen sehr praxisnahem Permakultur-Selbstversorger-Lehrgang abhalten. Wir starten zeitig im Frühjahr und werden von der Pilzzucht im Hausgarten, über Waldgärten anlegen, bis hin zu Gemüseanbau, Brotbackofenbau und Brotbacken und vieles mehr durchnehmen. Anmeldung ist gerne möglich.

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