Der Hydraulische Widder – eine einfache Wasserhebevorrichtung

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Hydraulische Widder wurde von den Gebrüdern Mont-golfier aus Frankreich 1797 patentiert, sie gelten auch als die Erfinder des Heißluftballons. Er erfreute sich bis zur Einführung der Elektrizität großer Beliebtheit. In einigen Regionen Österreichs und anderen Ländern wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts Hydraulische Widder zur Förderung von Quell- und Bachwasser eingesetzt. Schweinestall, Kuhstall, Pferdestall und weitere Punkte am Hof wurden so mit frischem, fließendem Wasser versorgt.

Der Hydraulische Widder ist kein Perpetuum Mobile, funktioniert aber nach einem einfachen Prinzip. Mit Hilfe eines Gefälles von mindestens 1 m und 2/3 Wasserverlust, kann 1/3 Wassermenge ohne Fremdenergie transportiert werden. Je nach Dimension und Gefälle können Höhen bis zu 300 m überwunden werden. Gebäude und Teiche oberhalb der Quelle gelegen, können so in Zusammenarbeit von zwei Ventilen Wasser hoch fördern.

Von der Quelle über die so genannte Triebleitung strömt Wasser in das geöffnete Druckventil und verlässt den Widder durch ein Schlagventil. Nimmt die Fluß-geschwindigkeit des Wassers zu, schließt das Stoßventil, so erhöht sich der Druck in der Triebleitung, welcher wiederum durch das Förderventil in den Ausdehnungsbehälter entweicht. Der Druck gleicht sich aus, Förderventil schließt, Stoßventil öffnet sich, der nächste Arbeitstakt beginnt. Auf diese Weise wird ein Teil des Wassers zum Antrieb genutzt, was voraussetzt, dass Wasser abfließen kann.

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