Pilzzucht in Bezug auf Permakultur

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Pilzzucht in Bezug auf Permakultur

In der Permakultur geht es darum, einen zukunftsfähigen Lebensstil zu kreieren und durchaus auch einen Beitrag zur eigenen Versorgung mit Lebensmitteln zu leisten.

Sind auch oft die Flächen begrenzt, so gibt es zahlreiche, einfache Möglichkeiten am Fensterbrett oder am Balkon Küchenkräuter, Salate und Gemüse in Töpfen, Containern und anderen Behältnissen zu ziehen. Der nächste Schritt wäre dann, sich an einem Gemeinschaftsgarten oder auch Kartoffel- bzw. Krautacker zu beteiligen. Alles was sich aus zeitlichen und räumlichen Ressourcen nicht ausgeht, kann über Foodcoops (gemeinschaftlich werden regionale, biologische Lebensmittel organisiert und verteilt), CSA (Community Supported Agriculture = man erwirbt Ernteanteile aber auch Ernteausfälle) oder ähnliche Verteilernetzwerke von regionalen, saisonalen, biologischen Lebensmittel, abgedeckt werden. Kernpunkt ist, dass wir die Lebensmittelversorgung wieder zurück zu den Menschen und somit auch den Lebensmittelanbau und die Veredelung wieder zurück in die Städte bringen und Kooperationen zu stadtnahen Bauern schaffen müssen.

Der Shiitake Pilz ist ein hochwertiger Speisepilz aus China der bei uns leicht gezüchtet werden kann

Der Shiitake Pilz ist ein hochwertiger Speisepilz aus China der bei uns leicht gezüchtet werden kann

Essbare Pilze erweitern den Speiseplan und lassen sich je nach Anforderung auf die Gegebenheiten abstimmen. In der Stadt lassen sich Pilze im Kellerabteil, im Hinterhof oder auch am schattigen Balkon, auf Substraten wie Kaffeesatz, Altpapier oder Karton ziehen. Am Land können die Stallungen von ehemaligen Schweine- oder Geflügelmastbetrieben verwendet werden, da einerseits der Fleischkonsum verringert werden muss, aber auch die Tiere ihrem Wesen entsprechend in der Natur gehalten werden. Pilze eignen sich auch besonders gut in Waldgärten, Pilz sind nicht nur die Zähne der Natur, sondern stellen auch die Verbindung bzw. Interaktion zwischen verschiedenen Pflanzen her, so sagt man auch den Pflanzen nach, dass sie über das Mycel kommunizieren.

Baumstämme mit Pilzbrut beimpfen: Hartholzbaumstämme werden mit Löchern versehen, mit Pilzbrut beimpft und versiegelt

Baumstämme mit Pilzbrut beimpfen: Hartholzbaumstämme werden mit Löchern versehen, mit Pilzbrut beimpft und versiegelt

Gerade im Waldgarten spielen Symbiosepartner, Biodiversität, Multifunktionalität und Lücken in Raum und Zeit zu nutzen eine wichtige Rolle. Zum Beispiel wirft die Erle für uns keine nutzbaren Früchte ab, sie sammelt aber mit Hilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Luftstickstoff und unterstützt damit auch umliegende Pflanzen in ihrem Wachstum. Braucht zum Beispiel der Apfelbaum nebenan den Platz, wird die Erle entnommen und der Stamm kann mit Pilzbrut beimpft und in Folge Träger für hochwertige Speisepilze werden, anstatt die mindere Holzqualität für Energiegewinnung zu nutzen. Mit bedacht versucht man in der Permakultur mit dem geringsten Aufwand das bestmögliche Resultat zu erzielen, so werden Abfälle wieder zu Rohstoffen und unterbrochene Kreisläufe wieder geschlossen.

Mehr zum Thema Permakultur im Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ erschienen im Eigenverlag von Bernhard Gruber, (Buch 160 Seiten, Hardcover, Recyclingpapier, Fadenbindung) oder beim nächsten Permakultur-Designkurs

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