Stundenplan für Permakultur-Kurs 2014 ausgearbeitet

Stundenplan für Permakultur-Designkurs 2014 ausgearbeitet
Module mit praxisgerechtem Lernen

Modul 01 17. bis 19. Februar 2014: Einführung, Bereiche und Geschichte der Permakultur, Ethik der Permakultur, Konzepte im Permakultur-Design Modul 02 17. bis 19. März 2014: Methoden, Muster und Klimafaktoren im Permakultur-Design, Bäume und ihre Funktion Modul 03 14. bis 16. April 2014: Wasser im Permakultur-Design, Aquakultur, Boden und Bodenverbesserung, Erdbewegung und Erdarbeiten, Anlegen von Dämmen und Swales Modul 04 12. bis 14. Mai 2014: Kaltes Klima, Tropen, Trockene Gebiete Modul 05 23. bis 25. Juni 2014: Strategien für alternative Nationen, Projektplanung und Projektpräsentation

Modul 01 17. bis 19. Februar 2014
Modul 02 17. bis 19. März 2014
Modul 03 14. bis 16. April 2014
Modul 04 12. bis 14. Mai 2014
Modul 05 23. bis 25. Juni 2014

Wie bereits angekündigt, werde ich kommendes Jahr, nach einer Reihe zweiwöchiger Permakultur-Designkurse, erstmalig einen Permakultur-Kurs in Modulen anbieten. Der Vorteil eines durchgehenden Kurses ist, eine sehr gute Gruppendynamik, die nach den ersten Tagen, welche die Kursteilnehmer zur „Eingewöhnung“ brauchen, entsteht. Wiederum kann eine Zweiwochenkurs, Kursteilnehmer an physische und psychische Grenzen bringen.

Es war seit längerer Zeit, auch der Wunsch einiger Interessierter, nach einem Modulkurs, da meist die Ferienzeit für einige nicht möglich ist. Vor allem für LandwirtInnen war der Sommerkurs unvorteilhaft. Der klare Vorteil eines Modulkurses ist, dass es immer wieder ausreichend Pausen zwischen den Blöcken gibt, in denen man selbst sein Wissen vertiefen kann, gelerntes gleich umsetzt, oder einfach nur etwas Abstand gewinnen kann.

Kurse in fernen Ländern lehren auch mich immer wieder Kreativität und Flexibilität

Kurse in fernen Ländern lehren auch mich immer wieder Kreativität und Flexibilität

Der 72h Permakultur-Designkurs nach dem Curriculum von Bill Mollison, ist ursprünglich als reiner, frontaler Hörsaalkurs für Universitäten ausgerichtet worden. Seit ich Permakultur-Kurse organisiere und auch unterrichte, versuche ich den Weg der Mitte zu gehen, die Grundlagen der Permakultur, unterstützt mit vielen praktischen Übungen. Für den einen oder anderen kann es das erste mal sein, mit einer Sense zu mähen, Bäume oder Sträucher zu pflanzen, oder einen Plan zu zeichnen. Das Wichtigste ist das Tun selbst, in Gemeinschaft viele kleine Erfolge feiern dürfen.

Auch für den Vortragenden gibt es immer wieder neue Herausforderungen, es sind immer wieder andere Ort und neue Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Bedürfnissen. Sehr lehrreich waren für mich Permakultur-Kurse in Tansania und Sri Lanka. Permakultur soll uns auch Kreativität und Improvisation lehren. Ein Stück weit kann man auch Permakultur als Überlebenskonzept sehen.

Konzeptionelle Gruppenarbeit von Tansanischen Kursteilnehmern kreaiv umgesetzt

Konzeptionelle Gruppenarbeit von Tansanischen Kursteilnehmern kreaiv umgesetzt

Gezielt verzichte ich bei bevorstehendem Modulkurs, auf technische Unterstützung durch Laptop und Beamer. Um so mehr werden wir mit Farbstift, Wasserfarben, Papier und Redestab arbeiten. Ähnlich einem Camp, werden wir uns am Anfang Gedanken über unsere Abfälle machen und zu diesem Zweck, eine Kübeltoilette errichten. Diese Trockentoilette wird mit Holzkohle betrieben. Dazu müssen wir aber erst Holzkohle herstellen. Produkt ist wiederum Terra Preta, welche wir im Laufe der Module für Obstbäume und Beerensträucher verwenden werden.

Gleich im ersten Modul, werden wir eine Fläche für die Drei Schwestern, Mais – Bohne – Kürbis, vorbereiten. Bereits im Februar werden wir Puffbohnen säen. Diese alte Kuturpflanze braucht eine Keimtemperatur von lediglich +2° und bevorzugt Staunässe. Also ideal für meinen Boden! Bereits nach 4 Monaten kann geerntet werden. Im März werden wir eine oder auch mehrere Erlen fällen, mit Pilzbrut beimpfen und in einer Miete einlagern. Zum Verkosten gibt es vielleicht schon wieder frische Shiitake-Pilze von alten Stämmen.

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Shiitake Pilze haben den Vorteil, dass sie keinen Bodenschluss brauchen

Im März, der Jahreszeit entsprechend werden wir uns auch dem Veredeln von Bäumen widmen. Kursteilnehmer können sich an Weissdorn mit Quitte und Mispel und auf Zibarte mit Pflaumen erproben. Gemeinsam werden wir auch Stecklinge, Absenker und Abmooser machen. Im April liegt der Themenschwerpunkt bei Wasser und Boden, wir werden Hügelbeete um der Staunässe zu enfliehen und Schichtmulchbeete mit Beinwellrabatten, als Unkrautbremsen anlegen. Weiters widmen wir uns dem Thema Kompost und werden auch eine Wurmfarm anlegen.

Im Maimodul wird es für Kursteilnehmer vielleicht schon möglich sein, vor Ort zu campieren. Dieses Modul beinhaltet die verschiedenen Klimazonen, von kaltem bis tropischem Klima und wie man mit Permakultur in diesen verschiedenen Zonen arbeitet. Praktische Themen werden Obstbaum-Lebensgemeinschaften, Mulchen im Waldgarten und Bauen mit Abfällen sein. Bis zum letzten Modul im Juni sollten die Kursteilnehmer alle nötigen Informationen für ihr eigenes Projekt zusammen getragen und wichtige Notizen gemacht haben. Zum Abschluss des Permakultur-Designkurs, soll jeder Teilnehmer sein eigenes, geplantes Projekt präsentieren.

Download Stundenplan für Permakultur-Designkurs in Modulen 2014

Weitere Kursdetails und Anmeldung

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