Hilfe zur Selbsthilfe in Sri Lanka

Hilfe zur Selbsthilfe in Sri Lanka – mit Permakultur-Ausbildung für Einheimische
(ein Bericht von Andrea Hartl, people4people)

Als „Hilfe zur Selbsthilfe“ fand vom 24. Oktober bis 3. November in Sri Lanka ein Permakultur – Kurs für Einheimische statt. Dies war eine Zusammenarbeit des Vereins Perma-Norikum mit den Sozialprojekten von Simple-Wisdom bzw. people-4-people. Die Ausbildung dauerte insgesamt 10 Tage und wurde im Osten der Insel in Gonagolla / Ampara district abgehalten. Kursleitung hatte der erfahrene Permakultur-Lehrer Bernhard Gruber (der trotz mehrmaliger Stromausfälle und vieler anderer außergewöhnlicher Ereignisse immer die Ruhe behielt und großes Improvisationstalent bewies)

Große Freude und Stolz nach dem gemeinsamen Fertigstellen eines wunderschönen Mandala-Gartens mit ca. 9m Durchmesser.

Große Freude und Stolz nach dem gemeinsamen Fertigstellen eines wunderschönen Mandala-Gartens mit ca. 9m Durchmesser.

Gemeinsam mit Singhalesen und Ureinwohnern (Veddhas) wurden die Prinzipien der Permakultur erlernt und einiges davon wurde auch gleich vor Ort bei einem benachbarten Bauern, ebenfalls Kursteilnehmer, in Form konkreter Arbeitsprojekte umgesetzt. Zum Beispiel der Bau eines Lorena-Stoves (Lehmofen zum Kochen) und eines großen Mandala-Gartens.

Bau es "Lorena-Stoves" = Lehmofen zum Kochen

Bau es „Lorena-Stoves“ = Lehmofen zum Kochen

Es waren auch noch 5 Teilnehmer aus Europa und 1 Teilnehmer aus Mittelamerika dabei, die mit ihren Kursbeiträgen ebenfalls die Ausbildung mitunterstützten. Die Kurssprache war englisch mit singhalesischer Übersetzung. Für die Übersetzung war der singhalesische Tierarzt Harsha verantwortlich, der mit seinem außergewöhnlich hohen landwirtschaftlichen Fachwissen die beste Wahl für diese Aufgabe war. Der Kurs dauerte 10 Tage und endete mit der Projektpräsentation der einzelnen Teilnehmer und anschließender Verleihung eines Permakultur-Zertifikates.

Jeder Teilnehmer erarbeitete ein eigenes Projekt und präsentierte dies am Ende des Kurses.

Jeder Teilnehmer erarbeitete ein eigenes Projekt und präsentierte dies am Ende des Kurses.

Kursinhalte waren: Geschichte der Permakultur, Ethik, Prinzipien der Permakultur, Identifizierung von Landschaftsformen, Naturgesetze, Schematik, Klima, Zonen in Permakultur, Bioregionen, Mikroklima, Ressourcen, Recycling, Kreislaufdenken, Ökonomie, Energie, menschenfreundliche Technologie, Kompostierung Pflanzenkläranlagen, Mulchen, Aquakultur, Tiere in Permakultur, Arbeiten mit Sonnenenergie, Low Tech, Sichtbare und unsichtbare Strukturen, Ökodörfer, Gemeinschaften, Bodenkunde, Erdbewegung, Fruchtbarkeit, Urbanes Design, Verbaute Landschaft, Stadtlandwirtschaft, Essbare Landschaft, Einführung in die Projektplanung

Rückblickend kann man über den Kurs sagen, dass es eine außergewöhnliche und sehr bereichernde Erfahrung war, den Kurs sowohl für Einheimische als auch für die europäische Teilnehmer zu gestalten, und somit zu einem erweiterten gegenseitigen Kulturverständnis zu führen. Für die Zunkunft sind weitere Besuche geplant, bei denen versucht wird, die „ehemaligen“ Kursteilnehmern bei der Umsetzung und Erweiterung ihrer Projekte zu unterstützen bzw. einige „Absolventen“ auch dazu zu ermutigen ihr Wissen und ihre Erfahrung auch andere Singhalesen weiterzugeben.

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