repair – sind wir noch zu retten

repair – sind wir noch zu retten?
Für NANK-Format „Neue Arbeit Neue Kultur“, war Bernhard Gruber eingeladen, im Rahmen des ARS ELECTRONICA FESTIVALS 2010 – repair – sind wir noch zu retten? sich an der Ausstellung zu beteiligen.

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Die Zeit des Warnens ist vorüber, denn wir stecken schon mitten drinnen: In der Klimakrise, der Überwachungsgesellschaft, dem Bankrott der Finanzwirtschaft … Der Point of no Return ist überschritten und die Dramatik der Auswirkungen ist klar erkennbar. Unerklärlich daher unsere Lethargie, zumal Ideen, Werkzeuge und Techniken für den Kurswechsel vorhanden sind. Wir müssen einfach nur handeln. Die Ärmel hochkrempeln und in Angriff nehmen, woran sowieso kein Weg vorbeiführt. Wir müssen uns ändern und mit Aufräumen und Reparatur beginnen.

Philosoph Frithjof Bergmann und Bernhard Gruber mit einem bepflanzten Einkaufswagen

Philosoph Frithjof Bergmann und Bernhard Gruber mit einem bepflanzten Einkaufswagen

Für NANK-Format „Neue Arbeit Neue Kultur“ nach Frithjof Bergmann bepflanzte Bernhard Gruber gemeinsam mit dem Bio-Gärtner Matthias Weber aus Linz fünf Einkaufswägen. Mobile Vertikale Gärten bepflanzt mit biologischem einjährigen Gemüse, Salate, Küchenkräuter und auch kleineren Beerensträuchern. Besonders geachtet wurde auf Bio-Jungpflanzen, Saatgut und auch Pflanzerde. Es sollte damit zum Nachdenken angeregt werden: Wie befüllen wir unsere Einkaufswägen in Zukunft. Wollen wir weiterhin nur ausbeuten und nichts zurück geben, nur nehmen und nicht danach fragen wo unsere Lebensmittel her kommen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden.

Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren, wie wollen wir in Zukunft unsere Einkaufswägen füllen?

Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren, wie wollen wir in Zukunft unsere Einkaufswägen füllen?

Bernhard Gruber sieht eine große Teilmenge von Permakultur und Neue Arbeit: Alles was wir selbst an unserer Ernährung abdecken können, brauchen wir nicht zu kaufen, alles was wir nicht kaufen müssen, müssen wir nicht mit Wirtschaftsarbeit erarbeiten, so bleibt wiederum mehr Zeit für Arbeit in einer Gemeinschaft, Soziales, Kulturelles, Zeit zum Feiern. Es kommt auch noch hinzu, dass der Energieaufwand bei Selbstversorgung sinkt. Es kommt zu weniger Verschmutzung und Abfall. Wo kein Abfall, da keine Not!

Bio-Gärtner Matthias Weber mit bepflanztem Einkaufswagen

Bio-Gärtner Matthias Weber mit bepflanztem Einkaufswagen

2010 ging das Ars Electronica Festival, das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft auf die Suche nach Auswegen und wendet sich an die Pioniere unserer Zeit. Keine Abenteurer, die einfach drauflos segeln. Sondern Visionäre, die mit hohem Fachwissen, sehr viel Kreativität und Idealismus an einer alternativen Zukunft arbeiten. repair lautet der Titel eines Festivals, das sich diesen Wegbereitern anschließt und die kollektive Nachahmung empfiehlt …

Bepflanzte Einkaufswagen waren Blickfang bei NANK- Format, Themenbereich des Ars Electronica Festival 2010

Bepflanzte Einkaufswagen waren Blickfang bei NANK- Format, Themenbereich des Ars Electronica Festival 2010

Das Format „Neue Arbeit Neue Kultur“ war eine Mischung aus Messe und Performance. Wie kann man mit einer Bandbreite an Technologien selbst Produkte herstellen? Das Experiment zielte darauf ab, Arbeit auf eine völlig neue Art zu denken und mit einer befreiten Haltung neu zu erleben. Dazu spannte das NANK-Format einen Bogen: Die „Community Production“ zeigte Technologien zu den Themen Energy/Production/Housing/Mobility/Work/Food und Health. Im offenen Verhandlungsraum „Presence“ wurden über Konzepte zu Neuer Arbeit, Gegenwart und Zugehörigkeit nachgedacht.

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