Vertikale Gärten – Urbane Permakultur, 21.8.09 Landesgartenschau OÖ

4 08 2009

logo-botanica-2009In der Permakultur findet man immer Wege, sich teilweise selbst zu versorgen: Fensterbank, Balkon, Terrasse, Dachgarten, Hinterhof. Eine weitere sehr gute Idee, die seit anfang der frühen 70er Jahre um sich greift, ist Guerrilla-Gardening, Anbau auf angeeigneten Flächen, freie Grundstücke, öffentliche Plätze und Parks, Straßenränder, werden von Gemeinschaften bepflanzt und auch beerntet. Da wo die horizontale Fläche gering ist, gilt es sich Konzepte für die oft ungenützten vertikalen Flächen einfallen zu lassen.

Kleiner Guerrilla-Garten ideal genützt, im Fordergrund der Bach und hinten die Mauer

Kleiner Guerrilla-Garten ideal genützt, im Fordergrund der Bach und hinten die Mauer

Grundsätzlich gibt es zwei Idealsysteme in der Permakultur, der Waldgarten, dem Regenwald mit seinen einzelnen Stockwerken nachempfunden und der Teich. Beide sind 3-Dimensionale Systeme im Vergleich zu herkömmlichen Getreidefeldern. So wäre ein erster Schritt zu einer dauerhaften Versorgung der Städte, Zier-Bäume und -Sträucher durch fruchttragende zu ersetzen. Auch in einer Baumscheibe kann man das Prinzip des Regenwaldes nachvollziehen und mit verschieden hohen Sträuchern, Stauden und Gemüse bepflanzen. Wo es keine Möglichkeit gibt, Pflanzen in den Boden zu setzen, arbeitet man mit verschiedensten Behältern: Töpfen, Tonnen, Kisten, Wannen, …

Zielgruppe: alle Interessierten, Besucher der Landesgartenschau
Veranstaltungsort: Botanica / Bad Schallerbach
Veranstalter: OÖ. Landesgartenschau Botanica 2009

Zeit: Freitag 21.8.2009
13.30 und 14.30 Uhr





Permakultur auf dem Land und in der Stadt, 24.5.09 Landesgartenschau OÖ

20 05 2009

logo-botanica-2009Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Ziel ist es ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme zu schaffen die ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht nachhaltig sind. Dieses System ist für die Versorgung von Stadt und Land gedacht. Dazu dient auch die kleinste praktisch nutzbare Fläche.

Waldgarten

Waldgarten

Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

Zielgruppe: alle Interessierten, Besucher der Landesgartenschau
Veranstaltungsort: Botanica / Bad Schallerbach
Veranstalter: OÖ. Landesgartenschau Botanica 2009

Zeit: Sonntag 24.5.2009
13.30 und 14.30 Uhr





12. und 13. Juni 2009 Flaschenfenster Workshop in Wels / OÖ

2 05 2009

Hans Hermann Gruber beim Bau eines Flaschenfensters

Hans Hermann Gruber beim Bau eines Flaschenfensters

Zwei Tage lang können sich interessierte Teilnehmer unter der Anleitung von Hermann und Bernhard Gruber im Bauen von einfachen, bunten Fenstern aus Einwegflaschen und Gläsern üben. Mit ein wenig Geschick, Geduld und Phantasie entsteht so ein kleines Kunstwerk aus Altstoffen und natürlichen Ressourcen wie Lehm und Sand. In den letzten beiden Jahren sind schon mehrere dieser schönen Flaschenfenster am Permakultur-Projekt Weberhäusl entstanden, diese werden auch einzeln besichtigt und besprochen.

Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr, Seminarbeitrag für beide Tage € 90,- / Mittagessen € 7,-

Anmeldung unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28 oder bernhard.gruber@sonnenkinder.org





16. Mai Permakultur Einführungsseminar / SonnenAlmGarten Piding / Oberbayern

1 05 2009

Zum Thema Permakultur gibt es am Samstag dem 16. Mai von 8 bis 16 Uhr einen Informationstag, der die Prinzipien der Permakultur als Planungssystem, die damit verbundene Ethik und die Umsetzung im Garten behandelt. Dies dient neben den zahlreich interessierten Bauern auch den vielen privaten Gartenbesitzern, ihr Wissen zu erweitern und eigene Umsetzungen in ihren Gärten und Wirtschaftsflächen stattfinden zu lassen.

Vortragende: Bernhard Gruber von Perma-Norikum aus Wels und Walter Krieger vom SonnenAlmGarten. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir Sie, ihre Teilnahme via email sonnenalmgarten@regiostar.com oder telefonisch unter 08656 7009 104 (abends) zu reservieren und sich einen Platz zu sichern. Der Tagespreis beträgt € 50,- oder 45 Sterntaler bzw. Chiemgauer. Getränke und Mittagessen können an der Neubichler-Alm genossen werden.

Adresse: Neubichel 5-6 , D – 83451 – Piding (Oberbayern)

Die soziale Genossenschaft RegioSTAR eG wünscht allen ein schönes und vielfältiges Gartenjahr und freut sich mit Permakulturist Walter Krieger auf Ihren Besuch.





Rückblick Solidarische Ökonomie Kongress

28 02 2009

Bernhard Gruber, Verein Perma-Norikum und Ing. Gerald Bauer, Permakultur Austria

Bernhard Gruber, Verein Perma-Norikum und Ing. Gerald Bauer, Permakultur Austria

Erfolgreich ist der internationale Kongress „Solidarische Ökonomie“ mit über 800 TeilnehmerInnen zu Ende gegangen. Dieser hat in Wien vom 20. – 22.2.2009 an der Universität für Bodenkultur stattgefunden. In über 120 Programmangeboten (mit workshops, Diskussionen, etc.) wurden Projekte, Unternehmen und Initiativen solidarischen Wirtschaftens vorgestellt, diskutiert und vernetzt. Ziel des Kongresses war es, eine Wirtschaft zu thematisieren, die auf gegenseitiger Unterstützung statt Konkurrenz beruht und die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Entstanden ist der Kongress in einem offenen, partizipativen Prozess. Organisiert wurde er von Personen aus den verschiedenen sozialen Bewegungen. (Quelle: www.solidarische-oekonomie.at/)

Bernhard Gruber bei seinem Vortrag über Urbane Permakultur

Bernhard Gruber bei seinem Vortrag über Urbane Permakultur

Auch Bernhard Gruber leistete einen Beitrag mit zwei Vorträgen zum Themenkreis der Permakultur: „Alternativen zur Krise: Mit Permakultur und Subsistenz ein Leben in Fülle“ und „Bodenlos überleben in der Stadt mit Permakultur“. Beide Vorträge waren von sehr großem Interesse gekennzeichnet und regten zur Diskussion an.

Alternativen zur Krise: Mit Permakultur und Subsistenz ein Leben in Fülle

Lange Zeit wurde Permakultur in unseren Breiten zu einer reinen Wirtschaftsmethode in der Landwirtschaft verstümmelt. Die Permakultur bietet jedoch sehr gute, ökologisch tragfähige und ökonomisch nachhaltige Denkansätze für alle Lebensbereiche. Grundlegend gilt, wieder Experte/in über das eigene Leben zu werden und so auch selbstverantwortlich einen Teil zu seiner Ernährung selbst beizutragen.

Mehr als 70 interessierte Zuhörer bei "Bodenlos überleben in der Stadt"

Mehr als 70 interessierte Zuhörer bei "Bodenlos überleben in der Stadt"

Ziele sind: Ressourcen schonen, aktiver Naturschutz, hoher Selbstversorgungsgrad, Selbsteinschränkung, gerechtes Teilen, Regionalökonomien, alternative Währungssysteme, NEIN zu Atomkraft, NEIN zu Gentechnik, regionale-bio-saisonale-faire Ernährung, schließen unterbrochener Kreisläufe, Verwendung nachwachsender Rohstoffe, …

Bodenlos überleben in der Stadt mit Permakultur

Folgt der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise, werden die Großstädte mit einer Bevölkerung über 10.000 Einwohner mit Versorgungsengpässen zu kämpfen haben. Wir sollten die derzeitige Krise nutzen und schauen, wo wir in unserem Umfeld etwas ändern können. Es gibt nahezu keine fruchttragenden Bäume mehr, immer mehr Boden wird versiegelt oder verbaut und so für Menschen schwer nutzbar gemacht. An diesem Punkt liefert die Permakultur sehr gute Möglichkeiten, Anbaufläche mit Hilfe von Vertikalen Gärten zu gewinnen.