
Das einfache Strohballenrundhaus soll ein von Licht durchfluteter Raum werden
Strohballen-Bauworkshop im Wald-Wasser-Garten „Einjoch“
Hueb, 4622 Eggendorf im Traunkreis
11. Juni bis 6. Juli 2012
Nach dem ich mehrere organische Gebäude bereits entworfen und ein paar davon bereits auch realisiert wurden, möchte ich gerne im kommenden Jahr mit der Unterstützung zahlreicher Helfer ein spiralförmiges Strohballenhaus mit Lehmverputz in meinem Wald-Wasser-Garten
errichten.

Gemeinsam wird ein Strohballenrundhaus errichtet
Der Strohballenbau erlebt gerade weltweit eine Renaissance, die ersten Strohballenhäuser wurden auch in Europa schon vor über 100 Jahren gebaut. Ich hab mein erstes im Jahr 2007 in einem Workshop mit Joe Polaischer gebaut. Beachtet man ein paar grundlegende Dinge, ist es eine Arbeit die sehr gut von der Hand geht und allen beteiligten viel Freude bereitet. Baustoffe wie Stroh und Lehm verschmutzen unsere Umwelt nicht und gefährden auch nicht unsere Gesundheit. Lehmputz ihn Wohnräumen gleicht die Luftfeuchtigkeit aus und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Weiters konserviert Lehm Baustoffe wie Holz und schirmt Elektrostrahlung ab.

Grundriss des Strohballenhauses - als Muster wurde die Nautilusschnecke gewählt
Lehm ist auch der Baustoff unserer Vorfahren, der es uns ermöglicht in Kombination mit Strohballen einfache Rundhäuser zu errichten. Das zu errichtende Rundhaus soll zusätzlich noch spiralförmig, wie eine Nautilusschnecke errichtet werden. Das Zentrum bildet ein kuppelförmiges Kompostklo und soll uns so den Stellenwert unserer eigenen Ausscheidungen veranschaulichen. Wir müssen für eine tragfähige Zukunft unsere Nährstoffe nutzen und dürfen sie nicht mit unserem kostbarstem Gut, dem Wasser fortspülen. So soll diese Komposttoilette zur Produktion von Terra Preta verwendet werden. Der Wandaufbau des Bioklos sollen aus Einwegflaschen und Cordwood gebaut sein. Ein Solarkamin sorgt für frische Luft.
Der Aufenthaltsraum soll durch große Fenster vom Licht durchflutet und passivsolar genutzt werden können. Für die kalte Jahreszeit ist ein Rocketstove konzipiert. Ein Rocketstove ist ein einfacher Ofen, der nach dem Prinzip einer engen Brennkammer arbeitet und mit wenig Holz viel Hitze produziert. Die Dachkonstruktion soll als ein Mandaladach ausgeführt werden, eine Konstruktion bei welcher kein Mittelsteher notwendig ist und den Raum wirken lässt. Die Dacheindeckung soll als Trockendach ausgeführt werden, so dass der Natur oben wieder die Fläche zurück gegeben wird, die wir ihr unten wegnehmen.
Unter anderem wird das Projekt von Meinhard Pregly begleitet, der gelernte Tischler hat bereits bei mehreren Jurtenbau-Workshops mit Klaudius Kern mitgewirkt und selbst auch schon die eine oder andere Jurte gebaut.
Tagesablauf:
8.00 Uhr Morgenrunde beim gemeinsamen Frühstück
9.00 bis 13.30 Uhr gemeinsames Schaffen
13.30 bis 15.00 Uhr gemeinsames Kochen und Essen
15.00 bis 17.30 Uhr gemeinsames Schaffen
Abend zur freien Gestaltung

Frohes, sinnerfülltes Schaffen soll im Mittelpunkt des gemeinsamen Werken stehen
Verpflegung und Unterkunft: Für unser leibliches Wohl werden wir gemeinsam sogen, dazu wird eine Feldküche errichtet und über dem Feuer gekocht. Jeder bringt sein Feldgeschirr selbst mit. Fürs große Geschäft wird eine einfache Baumtoilette errichtet, Waschgelegenheit besteht im angrenzenden Bach. Übernachtung im mitgebrachten Zelt, Wohnmobil oder Hängematte.
Teilnahmebeitrag: grundsätzlich frei, bei verbindlicher Anmeldung, Kostenteilung bei Verpflegung

